Magenkrämpfe

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. Dezember 2014
Gesundpedia.deSymptome Magenkrämpfe

Magenkrämpfe kommen häufig unvermittelt und sind zudem sehr schmerzhaft. Viele Menschen kennen Magenkrämpfe oder Magenschmerzen aus eigener Erfahrung. Mediziner sprechen hier von einer Gastralgie und es handelt sich um Schmerzen oder Krämpfe, die vom Magen ausgehen. Häufig sind Magenverstimmungen, Magen-Darm-Infekte oder Magengeschwüre der Grund für die Schmerzen im Oberbauch.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Magenkrämpfe?

Magenbeschwerden können in unterschiedlicher Weise auftreten. Eine häufige Form sind die intervallartig auftretenden Magenkrämpfe. Diese treten meist unvermittelt auf und sind sehr schmerzhaft.

Magenschmerzen können nicht nur kurzfristige Beschwerden verursachen, sondern auch über einen längeren Zeitraum andauern. Des Weiteren können Magenkrämpfe auch mit Beschwerden wie zum Beispiel Übelkeit, Aufstoßen, Durchfall und Erbrechen einhergehen.

Die meisten Menschen ordnen Magenkrämpfe dem Oberbauch links bis mittig des Magens zu. Nicht immer entstehen diese als Magenkrämpfe empfundenen Beschwerden im Magen. Sie können auch von anderen Organen, wie zum Beispiel dem Darm oder der Bauchspeicheldrüse oder auch dem Herzen herrühren.

Ursachen

Das Symptom "Magenkrämpfe" kann vielfältige Ursachen haben. Oftmals sind Magenkrämpfe das Ergebnis einer harmlosen und leichten Magenverstimmung. Allerdings können sie auch ein Symptom von ernsthafteren Erkrankungen sein.

Mögliche Ursachen für Magenkrämpfe kann zum Beispiel eine Magenschleimhautentzündung, Sodbrennen oder ein Reizmagen sein. Auch psychische Probleme, wie Stress und Nervosität können Magenkrämpfe verursachen. Zudem kann auch Rauchen, ein häufiger Alkoholkonsum sowie eine ungesunde Ernährung zu Magenkrämpfen führen.

Treten die Magenkrämpfe über einen längeren Zeitraum auf, ist es ratsam, diese Beschwerden ärztlich abklären zu lassen. Vor allem wenn weitere Symptome, wie zum Beispiel Fieber hinzukommt. Erkrankungen, an die man hier denken muss, sind Magengeschwüre oder im schlimmsten Fall Magenkrebs.

Da Magenkrämpfe nur schwer von allgemeinen Bauchschmerzen unterschieden werden können, muss man bei immer wiederkehrenden und schweren Schmerzen, auch an Nierensteine, eine Gallenkolik oder einen Darmverschluss denken. Dies bedarf unbedingt einer ärztlichen Abklärung.

Diagnose und Verlauf

Magenkrämpfe sind vor allem durch plötzliche an- und abschwellende Schmerzen gekennzeichnet, die bis zum Rücken und Brust ausstrahlen können. Es kommt zu Magendrücken, Schwere im Magen sowie einem großen und unangenehmen Beklemmungsgefühl. Häufig berichten Betroffene über Schmerzen im Magen, die sich scharf oder brennend anfühlen. In manchen Fällen kann es auch zu Erbrechen und Durchfall kommen. Bei langanhaltenden und immer wiederkehrenden Magenkrämpfen sollte beizeiten ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und mit geeigneten Maßnahmen die Beschwerden zu lindern.

Magenkrämpfe können viele Ursachen haben. Oftmals ergibt sich die richtige Diagnose aus der Krankengeschichte des Betroffenen. Zudem wird der Arzt den Betroffenen auch körperlich untersuchen.

Neben dem Abtasten des Bauches und dem Abhören mit dem Stethoskop, können weitere Untersuchungen notwendig werden. Häufig wird hierzu eine Ultraschalluntersuchung, eine Blutuntersuchung sowie eine Magenspiegelung durchgeführt.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: R10.1 Schmerzen im Bereich des Oberbauches) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

Behandlung und Therapie

Je nach Ursache der Magenkrämpfe können verschiedene Medikamente, wie zum Beispiel krampflösende Mittel oder Schmerzmittel zum Einsatz kommen. Des Weiteren können auch Medikamente gegeben werden, die den Säuregehalt des Magens vermindern und binden. Bei psychisch bedingten Ursachen kann eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.

Zudem können bereits einfache Maßnahmen, wie zum Beispiel Wärme und entsprechende Kräutertees Linderung verschaffen. Ist zu viel Magensäure die Ursache der Magenkrämpfe, können entsprechende säurebindende Medikamente sinnvoll sein.

Außerdem kann auch eine doppelte Menge an Magnesium gegen Magenkrämpfe hilfreich sein. Allerdings sollte hier nicht zu hoch dosiert werden, da eine Überdosierung Durchfall verursachen kann.

Ebenso sollten die Essgewohnheiten geändert werden. Auf fettes oder scharfes Essen sollte hier verzichtet werden.

Hängen die Magenkrämpfe mit Stress und psychischen Problemen zusammen, ist es sinnvoll, regelmäßig Entspannungsübungen, wie zum Beispiel Autogenes Training zu praktizieren.

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Vorbeugung

Magenkrämpfen kann man nur sehr schwer vorbeugen. In der Regel ist darauf zu achten, dass man reizlose Kost zu sich nimmt. Dazu gehört der Verzicht auf fettige und scharfe Nahrung sowie zu kalte oder zu heiße Mahlzeiten bzw. Getränke. Auf Kaffee, Alkohol und Rauchen sollte ebenfalls verzichtet werden. Man sollte den Magen nicht unnötig strapazieren.

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