Ernährung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. Juli 2016
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Die richtige Ernährung gehört zu den Grundsätzen einer gesunden Lebensführung. Wie jedes Lebewesen benötigt auch der Mensch Stoffe, mit denen der Energiebedarf für alle lebenswichtigen Prozesse des Körpers gedeckt wird. Ernährung ist die Grundlage für einen gesunden und leistungsfähigen Organismus.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung von Ernährung

So ist die regelmäßige Aufnahme von Nahrung u.a. wichtig für:

  • körperliche und geistige Entwicklung (Wachstum),
  • Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit (Körperfunktionen),
  • Stoffwechselprozesse (Verdauung, Atmung),
  • Widerstandskraft,

Kurz: Der Mensch benötigt Energie, um zu „funktionieren“ bzw. zu „leben“. Diese Energie nimmt er in Form von Nahrung zu sich. Dazu muss man sich den menschlichen Körper wie ein Kraftwerk oder eine Verbrennungsmaschine (Automotor) vorstellen. Sowohl die Verbrennung von Treibstoffen (z.B. Diesel, Benzin) als auch die Nährstoffverbrennung im menschlichen Körper liefert Energie.

Allerdings erfolgt die Verbrennung beim Menschen wesentlich komplexer und langsamer. In vielen kleinen Teilschritten wird Nahrung in lebenswichtige Energie umgewandelt. Durch die Menge und Art der Nahrung wird der Stoff- und Energiestoffwechsel entscheidend beeinflusst.

Nahrungsaufnahme und Verdauung

Die Nahrung des Menschen wird in der Regel in fester oder flüssiger Form über den Mund aufgenommen.

Die körperfremde, energiereiche und organische Nahrung wird durch verschiedene Teilschritte (Verdauungsprozesse) in körpereigene organische Stoffe umgewandelt.

Das Verdauungssystem umfasst den von der Mundöffnung bis zum After reichenden Verdauungskanal und verschiedene Drüsen (Mundspeicheldrüsen, Bauchspeicheldrüsen).

Mundhöhle mit Zähnen

Die Nahrung bzw. Nährstoffe wird zunächst mithilfe der Zähne mechanisch zerkleinert. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche der Nahrung und kann so besser mit dem Mundspeichel angefeuchtet werden.

Der Speichel und darin enthaltene Enzyme sorgen für eine optimale Gleitfähigkeit sowie erste biochemische Veränderungen der Nahrung. Daher ist langes Zerkauen der Nahrung wichtig für die erste Aufspaltung der Nahrung.

Anschließend wird die Nahrung mithilfe der Zunge in die Speiseröhre gelenkt. Die zerkleinerte und gut geölte Nahrung wird nun mithilfe des Schluckvorganges über die Rachenhöhle durch die Speiseröhre zum Magen transportiert.

Der Magen

Der Magen ist eine sackartige Erweiterung des Verdauungstraktes. Die zuletzt zu sich genommenen Nahrungsbestandteile werden immer im Inneren des Magens eingelagert.

Durch die im Magensaft enthaltene Salzsäure und Enzyme wird die Verdauung der Eiweiße eingeleitet. Das Magenvolumen (Fassungsvermögen) bei einem Erwachsenen variiert zwischen 1,6 und 2,4 Litern. Durch eine regelmäßige vermehrte Nahrungsaufnahme dehnen sich die Magenwände (Magenmuskulatur) aus.

Eine Vergrößerung des Magenvolumens ist die Folge. Erst wenn der Magen gefüllt ist, setzt ein Sättigungsgefühl ein. Das heißt, bei einem vergrößerten Magen, muss mehr Nahrung aufgenommen werden, um einen Sättigungsgrad zu erreichen, als bei einem kleineren Magenvolumen.

Diese vermehrte Zufuhr von Kalorien ohne entsprechenden Ausgleich führt häufig zu Übergewicht. Übergewicht (Präadipositas) oder sogar schweres Übergewicht (Adipositas) können erhebliche und bleibende gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Um ein Überdehnen der Magenwand zu verhindern sollte auf große reichliche Portionen verzichtet werden. Stattdessen empfiehlt es sich mehrere kleine Mahlzeiten (4-6) über den Tag verteilt einzunehmen.

Bei schwerem gesundheitsgefährdendem Übergewicht und aussichtslosen Diätmaßnahmen raten viele Ärzte zu einem operativen Eingriff. Eine gängige Option, das Magenvolumen zu reduzieren, ist das Magenband.

Der Dünndarm

Der Mageninhalt wird nach und nach durch den Magenausgang zum Dünndarm geleitet.

Der Dünndarm ist der Abschnitt zwischen Magenausgang (Pförtner) und Dickdarm. Beim erwachsenen Menschen erreicht der Dünndarm eine Länge zwischen 5m und 7m Länge.

Die drüsenhaltige Magenschleimhaut sondert Darmsaft ab, darin sind Enzyme enthalten, die eine weitere Verdauung der Nährstoffe bewirken.

Im Dünndarm werden die Nährstoffe in wasserlösliche, resorbierbare Stoffe umgewandelt.

Der Dickdarm

Der Dickdarm ist der Abschnitt zwischen Dünndarm und After.

Dem Dickdarminhalt werden Wasser und Mineralstoffe entzogen und dem Blut zugeführt. Übrig bleibt ein dicker Brei aus Ballaststoffen, Farbstoffen und Reste unverdauter Nahrung.

Mastdarm und After

Im Mastdarm wir der Darminhalt gesammelt.

Der entstandene Kot wird durch einen ringförmigen Muskel (After) ausgeschieden.

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