Fieber

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Fieber

Fieber ist ein Zustand erhöhter Körpertemperatur. Bei einer rektal gemessenen Temperatur bis 38 Grad spricht man von erhöhter Temperatur, bis 39 Grad Celsius definiert man mäßiges Fieber und bei über 39 Grad Körpertemperatur wird von hohem Fieber gesprochen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fieber?

Die normale Körpertemperatur des Menschen liegt zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Der Organismus ist bestrebt, diese Temperatur unter den verschiedensten äußeren Bedingungen, im Sommer wie im Winter, beizubehalten. Das ist sehr wichtig, denn unter diesen Bedingungen laufen alle biologischen und chemischen Vorgänge in den Zellen unseres Körpers optimal ab.

Es ist dabei zu erwähnen, dass die rektal gemessene Temperatur um etwa 0,4 Grad höher liegt, als die unter der Achsel gemessene und damit die Rektalmessung bei Fieber den exakteren Wert liefert. Erkältungskrankheiten wie Grippe werden häufig von einer erhöhten Körpertemperatur oder Fieber begleitet.

Ursachen

Gelegentlich kann es vorkommen, dass Krankheitserreger, wie Viren oder Bakterien in den menschlichen Körper eindringen und das Immunsystem gefordert ist, diese zu vernichten. Zu diesem Zweck erhöht der Organismus selbst die Körpertemperatur - man bekommt Fieber. Das Fieber ist also keine Krankheit, sondern nur eine Reaktion des Körpers, um bessere Bedingungen für die Abwehr der Krankheitserreger zu schaffen.

Durch das Fieber können die biochemischen Prozesse, die zur Abwehr nötig sind, schneller ablaufen. Das bedeutet auch, dass alle anderen Vorgänge zurückstehen müssen. Deshalb hat man keinen Appetit, ist abgeschlagen und müde, weil alle Kräfte auf das Immunsystem konzentriert werden. Das bedeutet also auch, dass auftretendes Fieber ein Anzeichen für eine Infektion ist und der Organismus die Abwehr eingeleitet hat.

Diagnose und Verlauf

Meist tritt Fieber als Symptom einer bakteriellen oder viralen Infektion auf. An den Begleiterscheinungen, wie Husten, Hals- oder Kopfschmerzen, Durchfall, Erbrechen oder Ohrenschmerzen sowie dem Verlauf des Fiebers, kann der Arzt eine Diagnose stellen. Allerdings kann Fieber auch eine Begleiterscheinung bei nichtinfektiösen Erkrankungen, wie Entzündungen, Hitzschlag oder Vergiftungen sein. Der Arzt befragt den Patienten nach möglichen Vorerkrankungen, Auslandsaufenthalten, Kontakt zu ebenfalls Betroffenen sowie den allgemeinen Lebensgewohnheiten. Anschließend erfolgt die gründliche körperliche Untersuchung durch den Arzt. Als weitere Untersuchungsmethode kann ein Blutbild sowie eine Urin- und/oder Stuhluntersuchung herangezogen werden. Zur genauern Diagnostik können auch bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultrasschall) zum Einsatz kommen.

Behandlung und Therapie

Wenn der Körper bei Fieber die Temperatur erhöht, um bessere Abwehrbedingungen zu schaffen, dann ist es auch nicht ratsam, bereits bei erhöhter Temperatur mit fiebersenkenden Maßnahmen zu beginnen.

Regelmäßige Kontrolle des Fiebers gibt Aufschluss, ob sich der Zustand verbessert oder ob sich die Temperatur weiter erhöht.

Auch wenn das Fieber über 38 Grad steigt, sollten zuerst einfache fiebersenkende Maßnahmen, wie Wadenwickel und kühle, feuchte Tücher auf Handgelenk und Stirn ergriffen werden. Diese senken in der Regel das Fieber sehr wirkungsvoll und ersetzen die Einnahme von Medikamenten.

Zeigt sich allerdings durch die regelmäßige Messung der Körpertemperatur, dass das Fieber trotzdem in die Nähe der 39-Grad-Grenze oder darüber steigt, dann ist eine Konsultation des Arztes unbedingt nötig.

Es ist sehr wichtig zu erwähnen, dass auftretendes Fieber bei Babys unter drei Monaten immer sofort durch einen Arzt behandelt werden muss. Auch bei Kleinkindern ist ein Arztbesuch immer besser, als der Versuch mit eigenen Mitteln das Fieber zu senken.



Vorbeugung

Vorbeugende Maßnahmen gegen das Auftreten von Fieber können im Rahmen des Infektionsschutzes vorgenommen werden. Ausreichend Hygiene vermindert die Möglichkeit der Aufnahme von Krankheitserregern. Auch eine der Witterung angepasste Kleidung oder ein gut trainiertes Immunsystem kann Infektionskrankheiten und damit das Auftreten von Fieber vermeiden.

Längerer Aufenthalt im Freien, Saunabesuche und Sport stärken die Abwehrkräfte des Organismus und beugen Infektionskrankheiten vor, weil das Immunsystem leistungsfähiger und schneller auf Krankheitserreger reagieren kann.

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