Darmverschluss

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)

Ein Darmverschluss, auch Ileus genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Typische Anzeichen eines Ileus sind Erbrechen, starke Bauchkrämpfe und ausbleibender Stuhlgang. Je nach Ursache und Ausprägung der Krankheit muss der Betroffene schnellstmöglich operiert oder medikamentös behandelt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Darmverschluss (Ileus)?

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Unter einem Darmverschluss versteht man eine Störung der Darmpassage. Dies kann durch ein Hindernis entstehen, das den Darm verstopft, und so zum "mechanischen Ileus" führen.

Beim so genannten "paralytischen Ileus" ist die Muskulatur der Darmwand gelähmt und dadurch nicht mehr in der Lage, den Darminhalt weiter zu transportieren. Ein Darmverschluss kann in allen Darmabschnitten entstehen, kommt aber wesentlich öfter im Dünndarm vor als im Dickdarm. Ein Darmverschluss kann ohne Behandlung einen tödlichen Verlauf nehmen.

Ursachen von Darmverschluss

Die häufigste Ursache für einen mechanischen Darmverschluss sind Verwachsungen im Bauchraum, die nach einer Operation entstehen können. Narbige Verdickungen der Darmwand, so genannte "Briden", können sich bilden und die Darmlichtung einengen.

Vernarbungen können auch nach einer Bauchfellentzündung entstehen und dann zu einem Darmverschluss führen.

Ebenso kommen Bauchtumore, verschluckte Fremdkörper, Kot- oder Gallensteine oder Würmer als Ursache für einen Darmverschluss infrage.

Beim paralytischen Ileus ist nicht die Verlegung des Darmes die Ursache, sondern eine Lähmung der Darmmuskulatur. Dies kann durch die Einwirkung von Giftstoffen oder Medikamenten geschehen.

Der häufigste Auslöser für einen paralytischen Darmverschluss ist die Bauchfellentzündung. Aber auch starke Schmerzen wie etwa bei einem Herzinfarkt können reflektorisch den Darm lähmen. Bauchverletzungen, Blutungen in den Bauchraum hinein oder Durchblutungsstörungen der Bauchgefäße können ebenfalls zu einem Darmverschluss führen.

Symptome und Verlauf von Darmverschluss

Schmerzen oder starke Blähungen, die nicht abgehen, sind häufig die ersten Symptome, die ein Patient mit einem Darmverschluss bemerkt. Ist ein Passagehindernis die Ursache, kann es sein, dass der Betroffene noch Stuhlgang hat. Bei einer Darmlähmung kommt es jedoch meist zum völligen Stuhlverhalt. Während beim mechanischen Ileus der Darm noch versucht, durch heftige Kontraktionen das Hindernis zu überwinden und den Verdauungsbrei weiter zu transportieren, sind beim paralytischen Darmverschluss keinerlei Darmgeräusche mehr auszumachen. Im Verlauf eines mechanischen Darmverschlusses kann es zu immer heftiger werdenden kolikartigen Bauchschmerzen und Erbrechen von Kot kommen.

Bei beiden Formen des Ileus sammeln sich im Darm Verdauungssäfte an, die nicht wieder von der Darmwand aufgenommen werden. Die Folge ist ein Flüssigkeitsmangel mit Blutdruckabfall bis hin zum Schock. Besteht der Darmverschluss längere Zeit, kann es sein, dass die Darmwand beginnt, sich selbst zu verdauen. Der Darminhalt kann sich dann in die Bauchhöhle entleeren und dort zu einer lebensbedrohenden Bauchfellentzündung führen.

Behandlung von Darmverschluss

Als Erstmaßnahme wird bei einem Darmverschluss meist eine Magensonde gelegt, damit der Darminhalt abfließen kann. Der Patient darf weder etwas essen noch etwas trinken. Infusionen sollen den Kreislauf des Betroffenen stabilisieren.

Beim mechanischen Darmverschluss ist die Operation angezeigt. Nur so können die verursachenden Verwachsungen oder Fremdkörper entfernt werden. Ist die Darmwand bereits geschädigt, kann es nötig sein, Teile des Darms zu entfernen.

Manchmal ist es nach einem Darmverschluss nötig, einen "künstlichen Ausgang" zu legen. Besteht der Verdacht auf einen paralytischen Ileus, wird der Arzt nicht sofort operieren. Medikamente können den Darm anregen, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Auch Einläufe sind ein Mittel, um diese Form des Darmverschlusses zu behandeln.

Haben diese Maßnahmen keinen Erfolg, kann jedoch auch hier ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Ist es bereits zu einer Bauchfellentzündung gekommen, ist die Gabe von Antibiotika nach einem Darmverschluss angezeigt.

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Vorbeugung von Darmverschluss

Um einem Darmverschluss vorzubeugen, sollten Bauch-Operationen soweit möglich vermieden werden. Außerdem sind Maßnahmen zur Darmpflege sinnvoll. Dazu gehört viel Bewegung, eine ausreichende Trinkmenge und ballaststoffreiche Ernährung. Wer zu Darmträgheit neigt, kann seine Verdauung mit speziellen Kräutertees oder Leinsamen anregen. Abführmittel schädigen den Darm und können einen Darmverschluss mit verursachen.

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