Geschwollene Knöchel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 31. März 2015
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Geschwollene Knöchel sind ein unangenehmes körperliches Symptom. Da es die Begleiterscheinung vieler Erkrankungen sein kann, ist eine genaue Diagnose wichtig. Die Grunderkrankung sollte aufgedeckt und gegebenenfalls behoben werden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Geschwollene Knöchel?

Geschwollene Knöchel bezeichnet eine Flüssigkeitsansammlung im Bereich eines oder beider Fußknöchel. Die Körperflüssigkeiten (Blut und Lymphe) können nicht ordnungsgemäß in den Körperkreislauf zurückgepumpt werden. Sie sammeln sich in der unteren Extremität (Beine) an. Medizinisch wird es als Lymphödem bezeichnet. Lymphe ist der Name der Flüssigkeit die im Lymphsystem für den Abtransport von Giftstoffen verantwortlich ist.

Eine Schwellung im Bereich der Fußgelenke nach Sturz oder Überdehnung fällt unter diesen Begriff. Angeschwollene Knöchel im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Übergewicht kommen häufig vor. Wasseransammlungen im Knöchel kommt als Begleitsymptom einer hormonelle Umstellung ebenso wie als Zeichen einer Allergie oder einer Organschwäche vor. Geschwollene Knöchel bezeichnet auch eine zum Teil schmerzhafte Wasseransammlung im Knöchelgelenk.

Ursachen

Geschwollene Knöchel resultieren aus vielen verschiedenen Grunderkrankungen. Die Grundursachen können mannigfaltig sein. Eine der Ursache sind Stürze, Unfälle und Überdehnungen der Sehnen und Muskeln in diesem Bereich. Die geschwollenen Knöchel können physiologisch (normal) sein nach langen Reisen, längerem Stehen und extremer Müdigkeit. Bei Verstopfung entsteht oft gleichfalls eine Flüssigkeitsansammlung in den Beinen.

Weiter kommen hormonelle Gründe infrage. Frauen in den beginnenden Wechseljahren haben geschwollene Knöchel gegebenfalls als Symptom der hormonelle Umstellung. Desgleichen Frauen in den letzten Wochen der Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes. Das Symptom geschwollene Knöchel könnte auch Begleiterscheinung einer ernst zu nehmenden Erkrankung sein. Hierfür kommen unter anderem Herz, Nieren und Leber infrage.

Ein geschwollener Knöchel links könnte auf eine Nierenerkrankung hinweisen. Der geschwollene rechte Knöchel könnte Ursache einer beginnenden Herzerkrankung sein. Das zurückfließende, venöse Blut kann nicht ausreichend in das Herz zurücktransportiert werden. Geschwollene Knöchel können auch das Resultat einer längeren Einnahme von Abführmittel sein. Eine Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Knöchels deutet oft auf eine Übersäuerung des Körpers hin. So kommt es als Begleitsymptom einer Gichterkrankung vor.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Geschwollene Knöchel sind durch vermehrte Wasseransammlung und eventuelle Rötung und Wärme durch Betasten und Begutachten einfach zu diagnostizieren. Schwieriger mag die Diagnose der Grunderkrankung sein. Besonders eine längere und stärkere Schwellung sollte von einem Arzt diagnostiziert werden. Ist der geschwollene Knöchel nach einem Sturz oder einem Unfall entstanden, so sind Verstauchung, Knochenbruch etc. durch Röntgenbilder und eingehende Untersuchung zu diagnostizieren.

Ist der geschwollene Knöchel Folge eines Insektenstichs, ist die Einstichstelle zu diagnostizieren und zu behandeln. Im Zusammenhang mit einer beginnenden Nieren- oder Herzschwäche sind umfangreiche medizinische Tests notwendig. Unter Umständen kann der Nierenapparat ausscheidungspflichtige Substanzen nicht ausscheiden, sondern schickt sie in den Kreislauf zurück.

Natrium beispielsweise gehört zu den ausscheidungspflichtigen Substanzen. Normalerweise scheiden die Nieren das Natrium aus. Ist das durch eine Nierenerkrankung nicht möglich, so wird das Natrium zurückgehalten. Da es sich im ein Salz handelt, wird das Wasser auch zurückgehalten. Geschwollene Knöchel müssen nach Dauer und Schwere der Schwellung unterschieden werden.

Behandlung

Hinsichtlich der Behandlung geschwollener Knöchel muss die Basiserkrankung behandelt werden. Steht die Schwellung im Zusammenhang mit einer Verstauchung, Röntgen, falls die Schwellung durch eine Verletzung kommt. Jetzt ist die Grunderkrankung zu richten, wobei die Schwellung oft erst nach einigen Tagen oder Wochen ganz abklingt. Bei einer allergiebedingten Schwellung erfolgt die Behandlung bezogen auf die Schwere der Allergie.

Bei einer pathologischen (krankheitsbedingten) Wasseransammlung wird der Arzt Entwässerungstabletten (Diuretika) verschreiben. Fasten unter medizinischer Aufsicht ist angeraten. Die Beine sollten etwas höher gelegt werden, damit die flüssigkeit zurückfließen kann. Hinsichtlich der Nahrung gibt es Nahrungsmittel, die helfen, Wasser aus dem Körper auszuscheiden. Als Beispiel seien Spargel genannt. Fußwickel mit Salz können eventuell helfen. Geschwollene Knöchel im Falle einer Schwangerschaft oder Geburt klingen normalerweise ca. 2 Wochen nach der Geburt wieder ab.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung geschwollener Knöchel erfolgt über den Lebensstil und die Ernährung. Ein gesunder Lebensrhythmus ist die beste Vorbeugung. Der Betroffene muss auf regelmäßige Darmentleerung achten. Im Falle eines Übergewichts mag Mäßigung notwendig sein. Ist der geschwollene Knöchel Begleitsymptom einer Erschöpfung, so sollte auf Ausgewogenheit zwischen Aktivität und Ruhe geachtet werden.

Zu langes Stehen oder Sitzen vermeiden. Morgens ein Glas lauwarmes Wasser mit ½ Teelöffel Zitronensaft trinken. Auf basische Ernährung umstellen. Bei einer Gicht-Veranlagung sollte vegetarische Nahrung bevorzugt werden. Kräutertee ist im Falle eines geschwollenen Knöchels gesünder als Alkohol und Süßgetränke. Auf salz- und zuckerhaltige Nahrung sollte verzichtet werden. Kneippsche Anwendungen könnten bei einer Veranlagung zu geschwollenen Knöcheln helfen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

henry kommentierte am 10.09.2015 um 21:01 Uhr

Mein Knöchel ist seit ca. einem halben Jahr nach außen hin geschwollen. Mittlerweile schmerzt auch meine Ferse. Zu welchem Arzt muss ich gehen? Allgemeinmediziner oder Orthopäde?

Konkret kommentierte am 19.02.2016 um 19:18 Uhr

Es könnte sich um einen Fersensporn handeln, ich empfehle Röntgen.

irmgard kommentierte am 03.03.2016 um 17:15 Uhr

Ich habe seit gestern, nach einem Gang mit meinem Rollator, plötzlich ein geschwollenes linkes Sprunggelenk. Es schmerzt sehr. Ich kann nur unter Schmerzen gehen und es ist auch bei Berührung von außen sehr schmerzhaft. Was soll ich machen? Ich bin 80 Jahre alt und bin Zuckerkrank auf Tabletten-Basis.

Marina kommentierte am 30.03.2016 um 09:37 Uhr

Ich werde bald 50. Seit einiger Zeit habe ich immer öfter einen geschwollenen Knöchel links innen. Zum ersten Mal ist es vor fast 2 Jahren nach einer langen Busreise passiert. Seit dem immer wieder, besonders nach langem Sitzen. Während einer Behandlung mit Voltaren Tabletten wegen Knochenhautentzündung (MRT wurde gemacht) war der Knöchel nicht angeschwollen. Nach der Beendigung der Therapie ist die Schwellung am Tag wieder da, geht aber über die Nacht zurück. Zu welchem Arzt soll ich gehen?