Sonnenbrand

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
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Ein Sonnenbrand, in der Fachsprache auch als Dermatitis solaris oder UV-Erythem bezeichnet, ist eine Hautentzündung, die durch UV-Strahlung ausgelöst wird. Dabei handelt es sich um Verbrennungen ersten oder zweiten Grades, die entweder durch die natürliche Sonneneinstrahlung oder durch künstliches UV-Licht entstehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Sonnenbrand?

Eine starke Einstrahlung der Sonne kann Zellschäden und damit verbundene Entzündungen der Haut verursachen. Diese Entzündungen nennt man Sonnenbrand.

Typische Symptome für einen Sonnenbrand sind gerötete Haut, Juckreiz, in schlimmeren Fällen auch Blasenbildung sowie eine spätere Hautabschuppung.

Eine schnelle Linderung bei akutem Sonnenbrand verschaffen feuchtigkeits- und vitaminspendende Cremes oder Salben, die meist den entzündungshemmenden Wirkstoff Hydrocortison enthalten. Während leichte Formend des Sonnenbrands durchaus selbst behandelt werden können, sollte bei stärkeren Verbrennungen großflächiger Hautpartien ein Arzt aufgesucht werden.

Da ein Sonnenbrand gesundheitliche Risiken sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verursachen kann, ist ein ausreichender Schutz vor den gefährlichen UV-Strahlen unabdingbar. Schließlich können häufige Sonnenbrände schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringen.

Ursachen

Ein Sonnenbrand wird durch eine lange und intensive Sonneneinstrahlung auf die Haut verursacht. Dabei sind die Ultraviolett-Anteile in der Sonneneinstrahlung der Auslöser für einen Sonnenbrand.

Die Haut verfügt selbst über verschiedene Schutzmechanismen, die vor einer Hautschädigung durch Sonneneinstrahlung schützen. Jedoch reichen die Hautpigmentierung und die Schutzmechanismen oftmals nicht aus, um die UV-Strahlen abzublocken.

Ein Sonnenbrand entsteht, indem die UV-Strahlen in die Haut eindringen und dort das Zellgewebe schädigen. Diese Schädigung verursacht eine lokale Entzündung. Dadurch werden die Hautgefäße erweitert, was der Grund für die Rotfärbung der Haut ist.

Ebenso wird die Durchblutung erhöht, wodurch sich die Haut sehr warm anfühlt. Die Entstehung und Intensität eines Sonnenbrands hängt stark vom Hauttyp ab. Hellhäutige Menschen und Personen mit empfindlicher Haut bekommen daher schneller einen Sonnenbrand als dunklere Hauttypen.

Besonders Kinder sind gefährdet, einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Haut von Kindern ist um einiges empfindlicher als die der Erwachsenen. Zudem haben Kinder weitaus weniger Erfahrungen mit der Sonne, sodass Anzeichen eines Sonnenbrands von Kindern oft unbemerkt bleiben.

Typische Symptome

Leberflecke nach ABCDE-Methode untersuchen - Hautkrebs frühzeitig erkennen.

Diagnose und Verlauf

Ein Sonnenbrand stellt medizinisch gesehen eine leichte bis mittlere Verbrennung dar, die durch einen zu langen oder unzureichend geschützten Aufenthalt in der Sonne entsteht. Deren UV-B-Strahlen schädigen die Haut bis in tiefere Schichten, wovon jedes Körperteil betroffen sein kann. Die verbrannten Partien färben sich wenige Stunden nach dem Sonnenbad rot. Sie fühlen sich deutlich wärmer als gesunde Stellen der Hautoberfläche an und können gelegentlich jucken.

Bei besonders schweren Fällen eines Sonnenbrands können sich zudem Bläschen oder sogar Ödeme an den verbrannten Stellen bilden. Zudem können Begleiterscheinungen wie Fieber, Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten. Am schlimmsten sind die Symptome etwa zwölf Stunden nach dem Sonnenbad. Da bei zu häufig auftretendem Sonnenbrand das Risiko von Hautkrebs deutlich ansteigt, sollten schon vor dem Sonnenbad vorbeugende Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dazu zählt neben der Verwendung von Sonnencreme mit angemessenem Lichtschutzfaktor der regelmäßige Aufenthalt im Schatten oder das Tragen von möglichst langer Kleidung. Nach dem Sonnenbad pflegt eine Après Sun-Lotion die Haut optimal.

Die Symptome eines Sonnenbrands gehen nach spätestens einer Woche, mindestens aber zwei Tagen deutlich zurück. Meist heilt ein Sonnenbrand schuppig ab, was im Volksmund als "pellen" der Haut bezeichnet wird. Selbstverständlich sollte bei bereits bestehendem Sonnenbrand ein zumeist eh schmerzhafter Aufenthalt in der Sonne vermieden werden, um die Haut nicht weiter zu strapazieren.

Behandlung und Therapie

Kommt es zu einem Sonnenbrand, ist es wichtig, ihn zu behandeln, um eine schnelle Linderung zu bewirken. Schließlich kann ein Sonnenbrand sehr schmerzhaft sein und stark jucken. Dabei ist die Behandlungsweise von dem Schweregrad der Hautverbrennung abhängig. Ein starker Sonnenbrand sollte demnach von einem Arzt behandelt werden.

In erster Linie sollte die Sonne so lange gemieden werden, bis der Sonnenbrand verschwunden ist. In der Regel ist ein Sonnenbrand nach 1-2 Wochen abgeheilt. Die Symptome eines Sonnenbrands können gelindert werden, indem kühlende Umschläge auf die betroffenen Stellen gelegt werden. Zudem können feuchtigkeitsspendende Lotionen und Gels aufgetragen werden. Diese liefern nicht nur Feuchtigkeit, sondern haben auch eine kühlende Funktion. Vor allem, wenn man solche Lotionen im Kühlschrank aufbewahrt, ist die anschließende Kühlung auf der Haut sehr angenehm. Als Hausmittel haben sich bereits über Generationen zudem kühlende Quarkwickel bewährt.

Schmerzen, die während eines Sonnenbrands auftreten, können wirksam mit Schmerzmitteln auf Basis von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol behandelt werden. Diese wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern auch entzündungshemmend. Außerdem ist es empfehlenswert, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.



Vorbeugung

Um einem Sonnenbrand vorzubeugen, sollte eine zu starke Sonneneinstrahlung vermieden werden. Besonders in der Zeit am Mittag und Nachmittag ist die Strahlung besonders intensiv. Während dieser Zeit sollte die Sonne weitgehend gemieden werden.

Bei einem Aufenthalt in der Sonne, sollte die Haut mithilfe von Sonnencremes geschützt werden. Diese sind mit verschiedenen Lichtschutzfaktoren erhältlich. Je höher der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme ist, desto höher ist auch der Schutz vor der Sonneneinstrahlung bzw. der Sonnenschutz.

Die Höhe des Lichtschutzfaktors, die benötigt wird, um vor einem Sonnenbrand geschützt zu sein, hängt von dem individuellen Hauttyp ab. Demnach benötigen hellhäutige Menschen einen höheren Schutzfaktor als Menschen mit dunkler Haut. Ein ausreichender Schutz vor einem Sonnenbrand ist sehr wichtig, da mit jedem Sonnenbrand das Risiko steigt, an Hautkrebs zu erkranken.

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