Erschöpfung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. September 2016
Gesundpedia.deSymptome Erschöpfung

Gelegentliche Erschöpfung bzw. Müdigkeit ist ein normaler körperlicher Zustand und meist völlig harmlos. Dauert dieser Zustand länger an, einhergehend mit Antriebslosigkeit, körperlicher Schwäche und Abgeschlagenheit kann dies allerdings auch ein Anzeichen für eine ernsthafte physische oder psychische Erkrankung sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Erschöpfung?

Erschöpfung ist ein oft auftretendes Symptom, das ein jeder schon einmal erlebt hat und zuordnen kann. Zur Erschöpfung gehören das Gefühl körperlicher Schwäche, Antriebslosigkeit und Müdigkeit. Erschöpfung führt zudem zu einer verminderten Leistungsfähigkeit. Ursachen gibt es dafür viele:

Erschöpfung gilt als Begleitsymptom diverser harmloser aber auch ernster Krankheiten. Damit gehört die Erschöpfung zu den sogenannten Allgemeinsymptomen: Sie kann Anzeichen einer Krankheit sein, gewährt aber keinerlei Aufschluss darüber, welche Krankheit das Erschöpfungsgefühl verursacht.

Ursachen

Oft leiden Menschen allerdings nur in einem begrenzten Zeitraum unter Erschöpfung. Die Erschöpfung ist dann die Reaktion des Körpers auf die äußeren Umstände. So können unter anderem zu wenig Schlaf, Stress im Beruf aber auch in sozialen Kontexten, ein Jetlag nach einer langen Reise, ein anstrengendes Sport-Workout oder familiäre Probleme der Grund für einen Erschöpfungszustand sein.

Oft hängt das Gefühl der Erschöpfung mit den Lebensumständen zusammen. Durch kurzfristigen Stress oder eine schlaflose Nacht verursachte Erschöpfung ist allerdings nicht gefährlich. In manchen Fällen ist die Erschöpfung allerdings nur ein Symptom einer anderen Krankheit. Dann ist der Besuch eines Arztes unumgänglich.

Erschöpfung kann manchmal ein Anzeichen für eine andere Krankheit sein. Das Spektrum dieser Erschöpfung verursachenden Krankheiten ist vielfältig. Dazu zählen beispielsweise Schlafstörungen, Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Blutarmut, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Ursachen wie das Burn-Out-Syndrom, Stoffwechselerkrankungen, Krebserkrankungen und Erkrankungen des Immunsystems.

Krankheiten mit Erschöpfung

Diagnose und Verlauf

Auch hormonelle Veränderungen des Körpers können der Grund für eine Erschöpfung sein. Insbesondere in der Schwangerschaft kommt es unter Umständen zu Erschöpfungszuständen. Darüber hinaus kann Erschöpfung auch durch eigenes Fehlverhalten hervorgerufen werden. Wer zu viel Alkohol, Koffein oder Nikotin konsumiert oder sich ungesund ernährt und wenig bewegt, leidet eher unter Erschöpfung als jemand, der zu einer gesunden Lebensweise tendiert.

Zudem kann Erschöpfung eine Nebenwirkung von diversen Medikamenten sein. Solch ein Verdacht sollte aber unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. Dieser kann dann ein Ersatzpräparat empfehlen oder darüber entscheiden, ob das Medikament abgesetzt wird. Manchmal kann Erschöpfung darüber hinaus ein Symptom der Krankheit "chronisches Erschöpfungssyndrom" (CFS) sein. Diese Krankheit tritt infolge von Krebserkrankungen oder der Therapie bei Krebserkrankungen auf.

Behandlung und Therapie

Kurzfristige Phasen der Erschöpfung sind unbedenklich und bedürfen keiner Therapie. Wenn die Erschöpfung jedoch länger anhält und stark ausgeprägt ist, sollte der Hausarzt konsultiert werden. Dieser wird dann versuchen, die Ursache der Erschöpfung zu ermitteln. Dazu stellt er zunächst Fragen über weitere Beschwerden, Vorerkrankungen, Ernährungsweise, weitere Beschwerden zusätzlich zu der Erschöpfung und den momentanen Lebensumständen. Durch diese Fragen ermittelt der Hausarzt, ob die Erschöpfung stressbedingt ist oder vielleicht eine andere Erkrankung Ursache ist.

Im nächsten Schritt wird der Arzt den Blutdruck messen. Das gibt erste Hinweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus ordnet er eine Blutuntersuchung an. So können verschiedene Krankheiten wie beispielsweise Blutarmut und Entzündungen im Körper diagnostifiziert werden. Je nach Ergebnis dieser Untersuchungen werden gegebenenfalls noch weitere Untersuchungen angeordnet, um die Diagnose und damit die Ursache der Erschöpfung zu verifizieren.

Wenn es sich um Erschöpfung, verursacht durch kurzfristigen Stress oder kurzfristige Anstrengungen, handelt, ist keine Therapie nötig. Bei akuten Erschöpfungszuständen sollte sich der Patient ausruhen und körperliche Anstrengung vermeiden. Wenn Stress die Ursache ist, verschwindet die Erschöpfung oftmals mit dem Rückgang der Stressfaktoren.

Damit bei Wiederkehr der Stressfaktoren nicht wieder ein Erschöpfungszustand auftritt, sollten Entspannungsverfahren erlernt werden. Hier empfiehlt sich unter anderem Yoga oder autogenes Training. Auch eine gesunde Ernährungsweise und ausreichend Bewegung helfen, der stressbedingten Erschöpfung vorzubeugen. Ist eine Krankheit die Ursache für die Erschöpfung, wird je nach Krankheitsbild individuell behandelt.



Vorbeugung

Erschöpfung kann ein Symptom für viele Krankheiten sein. Um diesen vorzubeugen, empfiehlt sich eine möglichst gesunde Lebensweise. Für Erschöpfung als Reaktion auf Stress existieren dagegen diverse Präventionsmaßnahmen. Neben der bereits erwähnten gesunden Lebensweise sollte darüber hinaus der Stress genau hinterfragt werden.

Oft machen sich Menschen selbst Stress, der unnötig ist. Auch Zeitdruck fördert das Stressempfinden und kann damit zu Erschöpfung führen. Hier wirkt ein gutes Zeitmanagement vorbeugend. Darüber hinaus sollte ein Ausgleich zu stressigen Situationen geschaffen werden. Das heißt, sich Zeit zu nehmen für Dinge, die man gerne macht.

Obligatorisch, um Erschöpfung zu vermeiden, ist darüber hinaus genügend Schlaf. Eine genaue Stundenanzahl gibt es hierbei nicht. Je nach Alter und individuellen Gewohnheiten variiert das Schlafbedürfnis. Jedoch kann ein jeder einschätzen, wann er sich ausgeschlafen fühlt und Ausgeschlafen-Sein beugt Erschöpfung vor.

Bücher über Erschöpfung

Das könnte Sie auch interessieren:

Welche Erfahrungen und Hinweise haben Sie zum Thema Erschöpfung?

Name oder Pseudonym:

E-Mail: (optional)

(wird nicht angezeigt, nur notwendig, wenn aktuelle Gesundheitsinformationen erwünscht werden)

Kommentar:

(Bitte auf Groß-, Kleinschreibung und verständliche, ganze Sätze achten.)

Sicherheitsfrage: Wieviel sind 30 plus 5?