Wasser in den Beinen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. September 2013
Gesundpedia.deSymptome Wasser in den Beinen

Wasser in den Beinen kann auf viele zugrunde liegende Ursachen hindeuten. Bei den Wassereinlagerungen handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit im Körpergewebe. Diese führen zum Anschwellen (Ödem) der betroffenen Körperregion. Die Voraussetzung einer erfolgreichen Behandlung ist zunächst eine ausführliche Ursachendiagnostik.

Inhaltsverzeichnis

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Hat ein Patient Wasser in den Beinen, wird das auch als Ödem bezeichnet. Wasser in den Beinen zeigt sich meist durch Schwellungen des Beingewebes. Meist verursachen diese Schwellungen keine Schmerzen.

Wird auf die Hautstellen, an denen sich Wasser in den Beinen befindet, für eine längere Zeit mechanischer Druck von außen ausgeübt (beispielsweise durch den Bund von Strümpfen), sind die Druckstellen meist noch einige Zeit nach Nachlassen des mechanischen Drucks erkennbar.

Ödeme können nur kurzzeitig und lokal begrenzt auftreten. Treten die Wassereinlagerungen dauerhaft auf kann das Körpergewebe geschädigt werden. In diesem Fall ist eine Therapie ratsam.

Ursachen von Wasser in den Beinen

Mehrere Ursachen kommen für eine Stauung von Wasser in den Beinen infrage. Beispielsweise können verschiedene Erkrankungen zu Wasser in den Beinen führen, zu denen auch eine Herzmuskelschwäche (im Besonderen die Rechtsherzschwäche) zählt.

Als Folge der Rechtsherzschwäche kommt es vor allem im Bereich von Knöcheln und Unterschenkeln zu Wasser in den Beinen. Auch bei Venenerkrankungen kann sich Wasser in den Beinen ansammeln. Und auch in Folge einer Beckenvenen- oder Beinvenenthrombose kann es nach einiger Zeit noch zu Wasser in den Beinen kommen.

Neben Erkrankungen kann unter anderem auch eine Schwangerschaft zu Wassereinlagerungen in den Beinen führen; besonders häufig kann dies während heißer Sommermonate auftreten. Zudem kann es nach einer Schwangerschaft häufig zu Wassereinlagerungen in den Beinen kommen.

Krankheiten mit Wasser in den Beinen

Diagnose und Verlauf von Wasser in den Beinen

Sind die Schwellungen eindrückbar? Treten die Symptome ein- oder beidseitig auf? Der Tastbefund liefert dem Arzt wichtige Hinweise auf mögliche Grunderkrankungen.

Liegt eine Ansammlung von Wasser in den Beinen über eine längere Zeit vor, so besteht die Gefahr, dass es aufgrund des erhöhten Drucks zu Gewebeschädigungen Funktionsstörungen kommen kann.

Sind Schwellungen aufgrund von Wasser in den Beinen stark ausgeprägt, kann das in einigen Fällen zu Missempfindungen bzw. Taubheitsgefühlen an den Beinen führen. Ist ein Betroffener durch die Wasseransammlungen sehr stark belastet, kann es auch zur Entwicklung depressiver Symptome kommen.

Um die Ursachen von Wasser in den Beinen diagnostizieren zu können, werden Betroffene zunächst über ihre bisherige Krankengeschichte (Anamnese) befragt. Wichtig ist hierbei insbesondere die Frage nach bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck).

Auch der übermäßige Konsum von Alkohol und ein Medikamentenmissbrauch (z.B. Kortison) spielen bei der Abklärung möglicher Ursachen eine wichtige Rolle.

Im Anschluss an die Anamnese erfolgt die körperliche Untersuchung. Das Abtasten der Beine (Tastbefund) gibt dem Arzt wichtige Hinweise. Lassen sich Schwellungen beidbeinig eindrücken, kann dies auf venöse Durchblutungsstörungen, Herzschwäche oder Niereninsuffizienz hindeuten.

Bestehen die Schwellungen nur einseitig bzw. lassen sie sich nicht eindrücken, dann spricht dies eher für ein Venenleiden bzw. eine Abflussstörung der Lymphflüssigkeit (Lymphe). Auch verschiedene Laborwerte (Kreatinin, Proteinurie) können Auskunft über die mögliche Grunderkrankungen geben.

Behandlung von Wasser in den Beinen

Je nach Ursache der Ansammlung von Wasser in den Beinen ist es Ziel einer Therapie, die entsprechende Ursache, also die Erkrankung oder Funktionsstörung, zu behandeln. Behandlungsmöglichkeiten gegen Wasser in den Beinen gibt es daneben aber auch auf der Ebene der Symptombekämpfung.

Eine Möglichkeit der medizinischen Symptombekämpfung von Wasser in den Beinen liegt in der Gabe von Medikamenten. Die medikamentöse Behandlung erfolgt mit Diuretika bei Wasseransammlungen, die bedingt sind durch starke Herzmuskelschwächen, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

Eine weitere Möglichkeit der symptomatischen Behandlung von Wasser in den Beinen ist die physikalische Therapie; hierzu zählt beispielsweise das Anwenden von Lymphdrainagen oder Druckmassagen.

Auch das Kühlen der Beine oder das Verwenden von Kompressionsstrümpfen zählt zu den physikalischen Therapiemöglichkeiten. Eingesetzt werden physikalische Therapieansätze beispielsweise bei Wasser in den Beinen, das verursacht ist durch Entzündungen, Lymphsystemverletzungen, Venenerkrankungen oder einen Mangel an Bewegung.

Schließlich gibt es in der symptomatischen Therapie auch die Möglichkeit, eine physikalische Behandlung mit einer medikamentösen Behandlung zu verbinden. Unter anderem kann dies bei der Behandlung von Wasser in den Beinen während einer Schwangerschaft erfolgen.

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Vorbeugung von Wasser in den Beinen

Um Wasser in den Beinen vorzubeugen, gilt es zunächst, den entsprechenden Ursachen vorzubeugen bzw. ihnen entgegenzuwirken. So kann beispielsweise eine geeignete Therapie von Erkrankungen oder Funktionsstörungen, die zu Wasser in den Beinen führen können, einem Entstehen oder Zunehmen von Wassereinlagerungen entgegen wirken. Wasser in den Beinen, das durch Bewegungsmangel begünstigt wird, ist beispielsweise durch regelmäßige körperliche Bewegung vorzubeugen.

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