Tumor

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. Juli 2016
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Der Begriff Tumor ist lateinischer Abstammung und bedeutet so viel wie Schwellung oder Geschwulst. Bei einem Tumor im Allgemeinen handelt es sich um eine Umfangsvermehrung von Gewebe. Ein Tumor kann gut- oder bösartiger Natur sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Tumor?

Der Begriff Tumor wird häufig landläufig mit der Krankheit Krebs gleichgesetzt, also einer Form der bösartigen Gewebeneubildung. Allerdings ist dies nur zum Teil richtig, denn die ursprüngliche Wortbedeutung umfasst weitere Inhalte.

Ein Tumor kann verschiedene Körperregionen betreffen und kann sowohl gut- oder bösartig sein. Im engeren Sinn wird der Begriff Tumor häufig auf Formen der Gewebeneubildung in Folge von körperlichen Fehlregulationen bezogen.

Im Allgemeinen fallen unter den Begriff Tumor aber unter anderem auch Entzündungen, Zysten oder Verhärtungen im Körperinneren.

Ursachen und Entstehung

Betrachtet man den Begriff Tumor in seiner allgemeinen Bedeutung, so können sich hinter einem Tumor eine Vielzahl von Umfangsvermehrungen verbergen. Ebenso vielfältig sind mögliche damit in Verbindung stehende Ursachen. Eine Form des Tumors ist die der sogenannten Gewebeneubildung.

Diese Form ist vermutlich unter anderem verursacht durch Änderungen des zelleigenen Erbmaterials der betroffenen Körperregion. Solche Veränderungen des Erbmaterials als Ursache für die Entstehung eines Tumors können durch den Einfluss von Umweltfaktoren ausgelöst werden, sie können aber auch vererbt sein.

Weitere Ursachen für einen Tumor können je nach Beschaffenheit des Tumors beispielsweise verschiedene Substanzen der Atemluft, Chemikalien oder auch verschiedene Medikamente sein. Auch ein geschwächtes Immunsystem kann einen Tumor begünstigen.

Symptome und Verlauf

Je nach Körperregion, die von einem Tumor betroffen ist, sind auch die entsprechenden damit einhergehenden Symptome sehr unterschiedlich. Neben spezifischen Symptomen der verschiedenen Tumorformen kann sich ein durch Gewebeneubildung bedingter bösartiger Tumor im Allgemeinen auch in Symptomen äußern, die ebenso charakteristisch für weitere Erkrankungen sind - darum werden diese Symptome auch als sogenannte unspezifische Symptome bezeichnet.

Verschiedene unspezifische Symptome, die auf einen Tumor hindeuten können, sind beispielsweise Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Eine Appetitlosigkeit kann dabei kurz- oder langfristig anhalten. Weitere mögliche Symptome sind unter anderem eine allgemeine Schwäche, Schmerzen oder Schwitzen. Seltenere Symptome im Zusammenhang mit einem Tumor sind Juckreiz oder Fieber.

Der Verlauf eines Tumors hängt von mehreren Variablen ab, wie beispielsweise seine Beschaffenheit oder welche Körperpartie betroffen ist. Wichtigstes Kriterium ist allerdings die Eigenschaft des Tumors – ist er gut- oder bösartig.

Gutartige Tumore wachsen in der Regel langsam und verdrängen lediglich umliegendes Gewebe, statt es zu durchdringen. Das heißt im schlimmsten Fall üben sie Druck auf benachbartes Gewebe und können dem Körper auf diese Weise indirekt Schaden zuführen.

Bösartige Tumore (Maligne Tumore) zeigen häufig ein sehr schnelles und invasives Wachstum. Das bedeutet, dass sie umliegendes Gewebe durchdringen und gesunde Zellen zerstören. Maligne Tumore bilden Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, die sich z.B. über die Blutbahn in anderen Körperregionen verbreiten können. Aufgrund des schnellen und unkontrollierten Wachstums (Mutation) bösartiger Tumore, sind unmittelbare Behandlungs- bzw. Therapiemaßnahmen lebensnotwendig.

Diagnose

Ein Tumor kann meist vom Betroffenen selbst diagnostiziert werden. Dieser fühlt eine Erhöhung oder Verhärtung unter der Haut und kann auf einen konkreten Verdacht hin einen Arzt aufsuchen. In der Arztpraxis werden dann verschiedenen Verfahren angewendet, um den Tumor als solchen zu diagnostizieren. Die wichtigste Untersuchung ist die Röntgenuntersuchung. Hierbei wird der Körper durchleuchtet, wodurch sich Tumore erkennen lassen. Auch die Unterscheidung zwischen Tumor und harmloser Zyste kann mit Hilfe eines solchen Verfahrens gemacht werden. Eine CT trägt dazu bei, die genaue Größe und Position des Tumors zu ermitteln und festzustellen, ob noch weitere Tumore vorhanden sind.

Mit Hilfe einer Positronen-Emmission-Tomografie kann überdies festgestellt werden, ob der Tumor gut oder böse ist. Genau funktioniert dies durch bestimmte Stoffe, welche auffällige Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar machen. Besonders auffällige Veränderungen deuten auf einen bösartigen Tumor hin. Neben Ultraschall und Endoskopie, welche ebenfalls essentiell für die Diagnose sind, werden auch Laboruntersuchungen genutzt. Analysiert werden Blut, Urin und andere Körperflüssigkeiten. Durch Zell- und Gewebeproben kann festgestellt werden, ob die Veränderung Krebszellen enthält oder harmlos ist. Abgesehen von diesen Untersuchungen wird stets auch eine Anamnese durchgeführt. Innerhalb dieser können Risikofaktoren, Vorerkrankungen und diverse andere Faktoren ermittelt werden, wodurch sich die Diagnose fast immer erleichtern lässt.

Behandlung und Therapie

Eine wirkungsvolle Tumor-Therapie setzt zunächst eine detaillierte Diagnose des Tumors voraus. Je genauer Eigenschaft (gut- oder bösartig), Ausmaße und Beschaffenheit eines Tumors bekannt sind, desto gezielter kann eine Tumor-Therapie erfolgen.

Eine Bekämpfung eines eigentlichen Tumors kann dann durch adäquate Behandlungsmethoden vollzogen werden. Behandlungsmöglichkeiten sind hier beispielsweise Strahlen- oder Chemotherapie, Hormontherapien oder operative Eingriffe. Auch werden diese Methoden teilweise kombiniert angewandt.

Neben der gezielten Tumorbekämpfung besteht das Ziel einer Therapie aber auch in der Linderung unspezifischer Symptome, die mit einem Tumor in Verbindung stehen. So können Schmerzen, die durch einen Tumor verursacht werden, unter anderem mit schmerzstillenden Arzneimitteln (Analgetika) begegnet werden.

Auch auftretendes Fieber, das mit einem Tumor zusammenhängt, kann häufig durch fiebersenkende Arzneimittel kontrolliert werden. Wirkungsvoll gegen Fieber können weiterhin verschiedene physikalische Maßnahmen sein; beispielsweise das Anwenden von Wadenwickeln, die zu einer Kühlung des Körpers beitragen sollen.

Im Rahmen gezielter Physiotherapie (Krankengymnastik) kann beispielsweise einer allgemeinen Schwäche oder einer Kreislaufschwäche, die durch einen Tumor hervorgerufen worden ist, begegnet werden.



Vorbeugung

Gezielt kann einem Tumor nur eingeschränkt vorgebeugt werden. Hilfreich kann eine allgemein gesunde Lebensweise sein; hierzu zählen beispielsweise eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung und ausreichende körperliche Betätigung. Auch kann bei einem bereits vorliegenden Tumor dessen weiterem Wachstum möglicherweise vorgebeugt werden, indem bei körperlichen Beschwerden ein rechtzeitiger Arztbesuch erfolgt; denn ein frühzeitiger Therapiebeginn eines Tumors erhöht in der Regel die Chancen eines Behandlungserfolges.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

sabi kommentierte am 26.08.2016 um 19:25 Uhr

Ich habe vor ca. drei Wochen einen Knoten in der linken Achselhöhle entdeckt. Ich habe aber Angst zum Arzt zu gehen, da meine Großeltern väterlicherseits beide an Krebs verstorben sind und ich einige gute Freunde in den letzten Jahren verloren habe. Vielleicht irrtümlicherweise denke ich, dass es oft besser ist sich keine Gedanken zu machen, dann geht es von selbst weg. Der Knoten ist knapp 5 mm groß,gut tastbar und beweglich und schmerzunempfindlich. Ich bin 47 Jahre alt und habe sieben Kinder geboren, der Älteste ist 29 und die Jüngste gerade mal 11 Jahre alt. Bin übrigens noch nicht in den Wechseljahren. Kann mir jemand einen kompetenten Rat geben?