Prellung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
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Eine Prellung (Kontusion) ist eine Schädigung von Körperteilen durch Gewalteinwirkung von Außen. Sichtbare Verletzungen der Haut sind dabei nur selten zu beobachten. Im Zuge einer Prellung können aber Kapillare verletzt werden, sodass es in der Folge zu einem Bluterguss kommen kann. Kühle Umschläge und Wickel helfen die Schmerzen schnell zu lindern. Das Ruhigstellen der betroffenen Areale sollte gewährleistet werden. Bis zur gänzlichen Heilung der Prellungen können jedoch einige Wochen vergehen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Prellung (Kontusion?)

Eine Prellung, in der Fachsprache auch als Kontusion bezeichnet, ist eine Verletzung, die durch stumpfe Gewalteinwirkung von außen eintritt. Die Prellung tritt hauptsächlich an Knochen und Gelenken auf, sie kann allerdings auch an Muskeln und Organen auftreten.

Bei einer Prellung ist keine äußere Verletzung der Haut erkennbar. Es kann zu Blutergüssen auf der Knochenhaut oder auf Organen kommen.

Durch stumpfe Gewalt werden sehr feine Äderchen, die Kapillaren, beschädigt. Dies führt zu dem für eine Prellung typischen Blutaustritt und einem damit verbundenen Bluterguss. Dieser Bluterguss kann, je nach Ausmaß der Prellung, äußerlich sichtbar sein oder mit einer Schwellung einhergehen.

Ursachen

Die Ursachen für eine Prellung können vielfältig sein. Bei jeder Prellung ist eine direkte stumpfe Gewalt von außen die Ursache.

Dies kann durch Sturz oder Stoß erfolgen. Eine Prellung tritt häufig bei körperlicher Betätigung auf. Besonders bei aktiven Sportlern kann es durch Sturz, Schlag oder Stoß zu Prellungen an verschiedenen Körperstellen kommen.

An der Stelle, die der höchsten Gewalteinwirkung ausgesetzt ist, kommt es zur Prellung. Aufgrund des Aufpralls wird weiches Körpergewebe gegen hartes Körpergewebe gedrückt.

Beim Sport, z. B. beim Squash, kann es zu Prellungen kommen, auf die der Sportler keinen Einfluss hat, z. B. eine Prellung des Auges aufgrund einer schmerzhaften Berührung mit dem kleinen harten Ball.

Häufige Formen und Typen

Symptome und Verlauf

Eine Prellung ist fast immer durch starke Schmerzen gekennzeichnet. Die Schmerzen sind besonders stark bei Druck und Belastung. Eine Prellung kann schmerzhafter als ein Knochenbruch sein. Dies ist oft bei einer Rippenprellung der Fall. Bei einer Prellung entsteht an der betroffenen Stelle eine Schwellung. Sie nimmt je nach Schwere der Prellung unterschiedliche Ausmaße an.

Die Haut über einer Prellung ist äußerlich nicht verletzt, allerdings kann ein Bluterguss sichtbar sein. Die Haut ist dabei blau oder violett verfärbt. Bei Muskelprellungen kann es zu Muskelverhärtungen kommen. Bewegungseinschränkungen und in einigen Fällen sogar Lähmungserscheinungen sind besonders für eine schwerwiegende Prellung typisch.

Diagnose

Prellungen können Gelenke und Knochen betreffen. Eine Prellung (Kontusion) zeichnet sich durch eine starke Schwellung des betroffenen Bereiches und immense Schmerzen aus. Die Symptome sind wichtige Indizien bei der Blickuntersuchung durch einen Arzt. Sind neben dem Gelenk auch Muskeln betroffen, dann können lokale Blutergüsse auftreten. Der Arzt wird nach der Ursache der Verletzung fragen und anhand der Symptome die genaue Lokalisation der Prellung vornehmen. Äußere Prellungen sind durch Verfärbungen mit dem bloßen Auge sichtbar. Innere Prellungen werden durch Abtasten, einen lokalen Schmerz und Bewegungseinschränkungen lokalisiert.

Um einen Knochenbruch (Fraktur) auszuschließen, kommt die Diagnostik über Röntgen und Kernspintomografie (MRT) zum Einsatz. Mittels MRT wird der verletzte Bereich dreidimensional abgebildet. Diese Diagnosemethode wird besonders bei einer Prellung der Rippen angesetzt. Ein Rippenbruch, der auch die Funktion der Lunge beeinträchtigen könnte, wird mit dieser Untersuchung ausgeschlossen. Mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) unterscheidet der Arzt Muskelrisse von Muskelzerrungen und untersucht die betroffen Kapseln und Bänder.

Behandlung und Therapie

Eine Prellung kann sehr langwierig sein, die Behandlung ist jedoch einfach. Zuerst ist es wichtig, die Tätigkeit zu unterbrechen, was bei einer schwerwiegenden Prellung oft zwangsläufig erfolgt. Die betroffene Stelle ist zu kühlen. Dazu eignen sich Eiswürfel oder Kühlakkus, die in ein Handtuch eingewickelt werden sollten, um Hautschäden zu vermeiden. Man kann kaltes Wasser über die Prellung laufen lassen.

Handelt es sich um eine Knochen-, Muskel- oder Gelenkprellung, so sollte eine Kompression erfolgen. Die Stelle ist mit einer elastischen Binde zu umwickeln. Das betroffene Körperteil ist hochzulagern und ruhigzustellen. Um bleibende Schäden auszuschließen, ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren. Er untersucht, ob es sich tatsächlich um eine Prellung handelt, und leitet die entsprechenden Maßnahmen ein. Er kann bei einer Prellung kühlende und schmerzstillende Medikamente verordnen.



Vorbeugung

Die Verletzungsgefahr durch eine Prellung kann man mit entsprechenden Maßnahmen minimieren. Übertriebene Vorsicht ist fehl am Platze, allerdings kann man durch Tragen von Protektoren oder eines Helmes bei verschiedenen Sportarten viel tun, um eine Prellung zu vermeiden.

Ein gezieltes Aufwärmtraining kann die Durchblutung und die Beweglichkeit verbessern.

Gute Schuhe bieten sicheren Halt und vermindern das Sturzrisiko. Empfindliche Körperstellen können beim Sport mit einem elastischen Verband geschützt werden, damit es nicht zu einer Prellung kommt.

Da Übermüdung und starke Anstrengung häufig zu Sportverletzungen führen, sollte man beim Training an ein gesundes Maß denken, um einer Prellung entgegenzuwirken.

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