Fieber beim Baby

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Fieber beim Baby

Fieber beim Baby kann unterschiedlichste Ursachen haben, ist allerdings in den seltensten Fällen problematisch. Hausmittel und leichte Medikamente reichen zur Behandlung meist aus. Auch vorbeugen lässt sich Fieber beim Baby.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Fieber beim Baby?

Fieber beim Baby ist eine Erkrankung, die meist in Folge einer Erkältung oder einer Grippe auftritt. Sie äußert sich durch eindeutige Symptome wie trockene Haut und Abgeschlagenheit und ist mit Hausmitteln und Medikamenten zu behandeln. Auch vorbeugen lässt sich die Erkrankung, indem das Immunsystem des Babys durch viel Bewegung und eine ausgewogene, gesunde Ernährung gestärkt wird.

Ursachen

Fieber beim Baby kann verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt eine Virusinfektion zugrunde, wie sie beispielsweise während einer der bekannten Kinderkrankheiten auftritt. Auch eine Mittelohrentzündung sowie Pfeiffersches Drüsenfieber können Fieber auslösen. Ebenso Magen-Darm-Infekte, Infektionen der oberen Atemwege und Bronchitis. Schwerwiegende Ursachen sind Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder eine Blinddarmentzündung. Nicht zuletzt kann eine Blasenentzündung Fieber auslösen. Aufgrund der Vielzahl möglicher Ursachen, ist es anzuraten, beim Auftreten erster Symptome zeitnah einen Arzt aufzusuchen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Fieber beim Baby wird zumeist von den Eltern diagnostiziert. Diese können anhand typischer Symptome feststellen, ob das Kind Fieber hat. Üblicherweise fühlen sich erkrankte Babys abgeschlagen und apathisch, haben Schmerzen in den Gliedern und keinen Appetit. Auch Verstopfung, eine beschleunigte Atemfrequenz und Unruhe sowie Verwirrtheit gehören zu den häufigen Symptomen.

Ebenso ist Fieber an Schüttelfrost, einer heißen Stirn und Frösteln zu erkennen. Trockene Haut und glänzende Augen treten mit dem Fortschreiten des Fiebers ebenfalls auf. Ein starkes Durstgefühl und Schweißausbrüche sind Auffälligkeiten, die auch berücksichtigt werden sollten. Können erwähnte Symptome festgestellt werden, ist eine Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt unerlässlich. Dieser führt zunächst ein umfassendes Gespräch mit der Mutter durch, um zu ermitteln wie stark die Beschwerden ausfallen, seit wann sie auftreten und ob das Baby generell anfällig für Erkrankungen ist.

Hierzu wird auch die Krankenakte genutzt, welcher der Arzt weitere Informationen zu dem Kind entnimmt. Zuletzt erfragt der Arzt, ob Kontakt zu möglicherweise erkrankten Tieren besteht, ob Allergien vorliegen und ob dem Kind Medikamente verabreicht wurden. Nach der Anamnese führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Dazu gehört eine rektale Temperaturmessung ebenso wie eine Untersuchung von Hals, Nase und Ohren. Der Arzt hört zudem Herz und Lungen ab und tastet Lymphknoten und Bauch ab, um Auffälligkeiten feststellen zu können.

Darüber hinaus wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Entzündungswerte geben Aufschluss darüber, welche Erreger vorliegen und wie schwerwiegend die Erkrankung ist. Je nachdem, wie die Diagnose nach diesen Untersuchungen ausfällt, werden weitere Untersuchungen veranlasst. So wird unter Umständen ein Urintest vorgenommen und der Stuhl untersucht. Weitere Untersuchungsmethoden, die häufig angewandt werden, sind immunologische Tests, Röntgenaufnahmen und Ultraschalluntersuchungen.

Fieber beim Baby verläuft im Normalfall ohne bleibende Schäden. Nachdem die notwendigen Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden, dauert es meist nur einige Tage, bis das Kind wieder vollkommen genesen ist. Es kann allerdings auch zu Komplikationen kommen, wenn der Auslöser nicht festgestellt werden kann und das Fieber immer weiter steigt. Eine gefährliche Grunderkrankung ist etwa das Reye-Syndrom. Diese Leber-Hirn-Erkrankung löst starkes Fieber aus, äußert sich jedoch nur durch wenige eindeutige Symptome, was eine Diagnose schwierig macht. Kommt es in Folge dieser oder anderer Erkrankungen zu hohem Fieber, kann dies im schlimmsten Fall tödlich enden. Die Grenze, ab der es für das Baby riskant wird, liegt bei 41 Grad.

Behandlung und Therapie

Fieber beim Baby kann in den meisten Fällen durch Hausmittel behandelt werden. So werden wärmeentziehende Wickel angelegt und spezielle Tees verabreicht. Auch Kräuter wie Petersilie oder Fliederblüten sind sehr effektiv und reduzieren das Fieber. Davon ab werden fiebersenkende Medikamente verschrieben, die in Form von Zäpfchen, Brausegranulat oder Saft verabreicht werden. Bei Babys bieten sich vor allem Säfte an, da diese einfach zu dosieren und gut bekömmlich sind.

Weitere Medikamente, die bei Fieber verschrieben werden, sind Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure. Vor allem, wenn der Flüssigkeitsverlust hoch ist oder das Baby in Folge des Fiebers unter Schlafstörungen leidet, ist die Verabreichung dieser Medikamente sinnvoll. In jedem Fall muss die Verabreichung im Vorfeld mit einem Arzt abgesprochen werden. Darüber hinaus benötigen kranke Kinder viel Bettruhe. Mittel wie heiße Milch mit Honig, kalte Handtücher, warmer Lindenblütentee und Fiebertee beschleunigen den Genesungsprozess. Speziell für Babys ist die Nähe zur Mutter wichtig.

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Vorbeugung

Fieber beim Baby lässt sich am besten vorbeugen, indem das Immunsystem gestärkt wird. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse ist hierzu ebenso wichtig wie die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen. Auch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv aus. Darüber hinaus ist es sinnvoll, dem Baby regelmäßig Tee zu verabreichen, da dieser das Immunsystem anregt. Ausreichend Schlaf ist ebenso wichtig wie die Vermeidung von Stress. Zusätzlich sollten Eltern darauf achten, dass das Baby keiner Zugluft ausgesetzt ist und in einem gut belüfteten Raum schläft.

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