Gliederschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. November 2016
Gesundpedia.deSymptome Gliederschmerzen

Als Gliederschmerzen werden schmerzhafte Beeinträchtigungen wichtiger Bestandteile des Halteapparates, wie Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke bezeichnet. Gliederschmerzen in den Armen und Beinen sind ein häufiges Symptom bei Infektionskrankheiten wie Grippe oder Erkältung.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Gliederschmerzen?

Häufig geben die betroffenen Menschen, die mehr oder weniger stark unter Gliederschmerzen leiden an, dass sie schmerzhafte Wahrnehmungen in den verschiedenen Muskelgruppen sowie in den gelenkigen Verbindungen an Armen und Beinen verspüren (Extremitäten). Diese Gliederschmerzen sind recht untypisch, beschränken sich jedoch hauptsächlich auf die jeweiligen Extremitäten.

Gliederschmerzen werden in Abhängigkeit von deren Ausprägung, Dauer und Erscheinungsbild in akute Gliederschmerzen und in chronische Gliederschmerzen unterteilt, wobei die akuten Gliederschmerzen vorwiegend plötzlich und unerwartet auftreten. Im Gegensatz dazu sind chronische Gliederschmerzen durch eine hartnäckige und lang anhaltende Ausprägung gekennzeichnet.

Ursachen

Schmerzhafte Erscheinung, die als Gliederschmerzen diagnostiziert werden, können durch ganz verschiedenartige Ursachen hervorgerufen werden. Diese sind recht vielfältig und betreffen den gesamten Organismus in seiner Ganzheitlichkeit. Sowohl psychische als auch körperliche Vorbelastungen sowie ungünstige Einflüsse von Außen führen zu Gliederschmerzen.

Im Zusammenhang mit äußeren Auslösern gehören traumatische Ereignisse, die zu Verletzungen an den Extremitäten führen, zu Gliederschmerzen. Darüber hinaus sind Verletzungen im Bereich der neurologischen Bereiche die ursächlichen Faktoren für Gliederschmerzen.

Weiterhin sind viele Vorerkrankungen wie Grippe, Infektionen und Krankheiten unter Fieber die Ursachen für die Begleiterscheinung Gliederschmerzen. Gliederschmerzen im Ober- und Unterschenkel können gleichsam dadurch entstehen, dass Verletzungen oder Beeinträchtigungen wie Entzündungen des Ischiasnerves und andersweitiger Geflechte von Nerven in der Gegend der Lendenwirbel und am Oberschenkel ursächlich sind.

Durch Gicht, Rheuma und Durchblutungsstörungen treten ebenfalls Gliederderschmerzen auf. Außerdem können Muskelverspannungen, Nervenschmerzen, Fehlhaltungen und -belastungen und psychische Ursachen Gliederschmerzen auslösen. In diesem Zusammenhang stehen psychische Erkrankungen, Stress und andere Einflussfaktoren, die eine psychische Belastung darstellen, als Ursachenfaktoren für Gliederschmerzen im Mittelpunkt.

Diagnose und Verlauf

Häufig sind Infektionskrankheiten (Grippe, Erkältung) der Auslöser für die Gliederschmerzen. Anhand des Patientengespräches und einer körperlichen Untersuchung kann der Arzt recht schnell die Ursache der schmerzenden Extremitäten diagnostizieren. Neben einer Blutuntersuchung können auch bildgebende Verfahren (u.a. Röntgen) Aufschluss über mögliche Grunderkrankungen geben.

Die Art und Dauer der Gliederschmerzen kann sehr vielfältig sein und ist meist abhängig von der jeweiligen Grunderkrankung. So klingen z.B. nach überstandener Infektion auch die Gliederschmerzen allmählich wieder ab. Bleiben hingegen die Beschwerden über längere Zeit bestehen, kann dies auf eine neurologische Erkrankung oder Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems hindeuten.

Behandlung und Therapie

Die Behandlungsmöglichkeiten gegen Gliederschmerzen richten sich nach der Intensität und den eigentlichen Symptomen und Beschwerden. Grundsätzlich ist eine eingehende und umfassende diagnostische Abklärung der Gliederschmerzen erforderlich, um eine wirksame Therapie umsetzen zu können.

Neben den konservativen und schulmedizinischen Therapieformen haben sich gleichsam die alternativen Behandlungen als hilfreich erwiesen. Häufig muss bei der Behandlung der Gliederschmerzen eine ganzheitliche Therapie erfolgen, welche die gesamte Persönlichkeit und die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten des Patienten einbezieht.

Kann es dem Patienten, der unter Gliederschmerzen leidet zugemutet werden, sich körperlich zu bewegen, dann stellen Kraft- und Fitnessbewegungsmöglichkeiten unter fachlicher Betreuung eine ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeit der Gliederschmerzen dar.

Innerhalb der medikamentösen Behandlungen stehen neben Placebotherapien und verschiedene Schmerzmittel im Vordergrund. Diese können gegen Gliederschmerzen in Abhängigkeit von deren Heftigkeit sowohl aus rezeptfreien als auch aus rezeptpflichtigen Arzneimitteln bestehen.

Insbesondere bei den chronischen Gliederschmerzen stehen entzündungshemmende Medikamente wie Antiphlogistika und Analgetika im Mittelpunkt. Auch Massagen sind gegen Gliederschmerzen hilfreich.



Vorbeugung

Nicht in jedem Fall sind vorbeugende Maßnahmen gegen Gliederschmerzen sinnvoll und helfen wirklich. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gliederschmerzen durch Verletzungen am Halteapparat entstehen.

Das Meiden von Kälte, Durchzug, einer nassen Umgebung und eine zu starke Beanspruchung der Muskulatur, der Bänder und der Sehnen können Gliederschmerzen unterbinden.

Hilfreich sind in diesem Zusammenhang spezielle Ausrüstungs- und Schutzgegenstände für die körperliche Betätigung und eine gutes Mittelmaß, um Gelenkschmerzen vorzubeugen.

Als Begleiterscheinungen von Gicht, Rheuma und Stress helfen präventiv eingesetzte Medikamente, warme und entspannende Bäder, Wechselduschen, Sauna- und Spaziergänge, um eine gute Durchblutung der Muskeln zu gewährleisten.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Christina kommentierte am 30.12.2014 um 16:17 Uhr

Durch kalten Fußboden, Zugluft durch undichte Fenster und den Dunstabzug in der Küche habe ich nach 10 Minuten Schmerzen in den Beinen, den Händen und Fingergelenken, sowie Nackenschmerzen. Zusätzlich leide ich unter diesen Umständen unter ständigem Harndrang. Bei Wärme ist alles sofort in Ordnung.