Ibuprofen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 22. Dezember 2014
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Der Arzneistoff Ibuprofen gehört zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Im Gegensatz zu den steroidalen Antirheumatika enthalten diese Arzneistoffe kein Kortison.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Ibuprofen?

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Medikamente gegen: Schmerzen

Ibuprofen besitzt die Eigenschaft, nichtselektiv (also nicht gezielt) die Enzyme Cyclooxygenasen I und II zu hemmen, welche im Organismus die Bildung von entzündungsfördernden Gewebshormonen verursachen. Aus diesem Grund wird es zur Linderung von Schmerzen, zur Behandlung von Entzündungen und zur Fiebersenkung eingesetzt.

Entdeckt wurde Ibuprofen im Jahr 1961 von einer Gruppe britischer Wissenschaftler. Diese waren bereits seit vielen Jahren auf der Suche nach wirksamen entzündungshemmenden Stoffen. Noch im selben Jahr erfolgte die Patentierung von Ibuprofen.

Medizinische Anwendung

Aufgrund seiner schmerzstillenden, fiebersenkenden und entzündungshemmenden Wirkung wird Ibuprofen gegen eine Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden eingesetzt. Als nicht opioides Schmerzmittel besitzt Ibuprofen zum Beispiel die Vorteile, dass es nicht narkotisierend wirkt und keine Gefahr der Abhängigkeit besteht.

Geringe bis mäßig starke Schmerzen, wie Zahnschmerzen, Kopfschmerzen und leichte Migräne, können gut behandelt werden. Auch bei Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen sowie bei akuten Menstruationsbeschwerden wirkt das Mittel schnell und effektiv.

Darüber hinaus kommt Ibuprofen bei aus Entzug resultierenden Schmerzen und in Ausnahmen sogar bei leichten Tumorschmerzen zur Anwendung.

Da Ibuprofen zudem fiebersenkend wirkt, wird es häufig bei der Influenza und bei von Fieber begleiteten grippalen Infekten eingesetzt.

Liegen Entzündungen vor, wird Ibuprofen in höheren Dosen verschrieben und eingenommen. Anwendungsgebiete sind unter anderem rheumatische Arthritis, Osteoarthritis und akute Gichtanfälle. Daneben werden akute Mandelentzündungen, Zahnfleischentzündungen und Mittelohrentzündungen mit Ibuprofen behandelt. Selbst bei Frostbeulen und Erfrierungen sowie Sonnenbränden zeigt das Arzneimittel eine lindernde Wirkung.

Dosierung und Darreichung

Ibuprofen wird in zahlreichen Varianten vertrieben. Erhältlich ist es in Form von Tabletten und Kapseln, Salben, Gelen und Zäpfchen sowie als Granulat zum Auflösen in Flüssigkeiten. Daneben ist es häufig in Kindersäften enthalten.

In wenigen Fällen und nur mit einer Sonderzulassung ist Ibuprofen als Injektionslösung verfügbar. Einige Präparate, vorrangig Tabletten, enthalten ein bestimmtes Salz (Ibuprofen-Lysinat), das sich im Magen schneller auflöst, wodurch eine raschere Wirkung eintreten soll. Niedrig dosierte Tabletten (200 mg und 400 mg), Salben, Gele und Zäpfchen sind in Deutschland apothekenpflichtig, was bedeutet, dass sie ohne Rezept in der Apotheke gekauft werden können.

Dies trifft auch auf einige Kindersäfte zu, welche zur Behandlung von Schmerzen und Fieber verabreicht werden. Höher dosierte Tabletten und Kapseln (600 mg und 800 mg) sowie Medikamente, die zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und Entzündungen eingesetzt werden, sind ausschließlich durch einen Arzt zu verschreiben.

Anders verhält es sich beispielsweise in Großbritannien und den USA, wo Ibuprofen mit Mengenbeschränkungen im Supermarkt erworben werden kann.

Rezeptfrei Ibuprofen in der Apotheke


Risiken und Nebenwirkungen

Bei der Einnahme von Ibuprofen sind insbesondere bei den geringen Dosen kaum Nebenwirkungen zu befürchten.

Bisweilen können sich gastrointestinale Beschwerden einstellen, zum Beispiel Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall. Zumeist kann diesen Beschwerden jedoch entgegengewirkt werden, indem die Einnahme von Ibuprofen mit der gleichzeitigen oder zeitnahen Nahrungsaufnahme erfolgt.

Sehr selten und in Abhängigkeit von der Dosierung und der Dauer der Anwendung verursacht Ibuprofen Magen-Darm-Blutungen, Magengeschwüre oder Magenschleimhautentzündungen.

Ferner können bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Hautausschlag und Hautjucken auftreten. Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sowie Vorschädigungen der Leber und/oder Nieren sollte auf die Einnahme von Ibuprofen vorsichtshalber gänzlich verzichtet werden.

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