Zinkmangel

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. Dezember 2014
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Zinkmangel ist häufig eine Folge falscher Ernährungsweise. Das chemische Element Zink zählt zu den lebensnotwendigen (essenziellen) Spurenelementen, die der Mensch zum täglichen Leben benötigt. Zink ist ein wesentlicher Faktor für zahlreiche Regulationen der Stoffwechselprozesse im Körper und hat eine entzündungshemmende Wirkung. Es ist überaus wichtig für Augen, Haut und die körpereigenen Abwehrkräfte. Ein Zinkmangel kann daher schwere Folgen haben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Zinkmangel?

Der Körper kann Zink selbst nicht herstellen, so dass dieses mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden muss. Generell kann der erforderliche Zinkbedarf unproblematisch mit der Nahrungsaufnahme gedeckt werden. Der Körper speichert durchschnittlich in etwa zwei Gramm.

Zink spielt eine bedeutende Rolle beim Ablauf von zellulären und biochemischen Reaktionen des Körpers. Er stärkt das Immunsystem und hilft dabei, Wunden heilen zu lassen.

Eine wichtige Rolle spielt Zink bei der Bildung von Hormonen, wie beispielsweise Sexualhormonen, Adrenalin, Wachstumshormonen sowie der Insulinbildung und -speicherung.

Ursachen

Ein Zinkmangel kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen kann krankheitsbedingt die Verwertung von Zink und deren körpereigene Nutzung oder Ausscheidung gestört sein. Bei etwa siebzig Prozent aller entzündlichen Darmkrankheiten (wie etwa Morbus Crohn) wird bei den Erkrankten ein Zinkmangel diagnostiziert.

Aber auch Erbkrankheiten können die Aufnahme und Verwertung von Zink empfindlich stören und so einen Zinkmangel verursachen. Vielfach liegt auch ein Zinkmangel vor, wenn einfach zuwenig Zink mit der Nahrung aufgenommen wird, wie etwa bei einseitigen Diäten oder der fortwährenden Einnahme von Abführmitteln und bestimmten Medikamenten.

Ein Zinkmangel kann ebenso sporadisch während einer Schwangerschaft, in der Stillzeit, nach Operationen, bei Krebserkrankungen und deren Behandlung, bei Durchfallerkrankungen, ja sogar bei schweren Verbrennungen auftreten.

Auch ältere Menschen können unter Zinkmangel leiden. Doch auch Leistungssportler haben meist einen erhöhten Zinkbedarf. Zinkmangel ist die Folge von regelmäßigem Alkoholkonsum, da Zink eine wichtige Rolle in der körpereigenen Entgiftung spielt. Auch phosphathaltige Getränke, wie etwa Cola, können bei dauerhaftem Konsum einen Zinkmangel bewirken.

Symptome und Verlauf

Der Mensch ist nicht in der Lage Zink in seinem Körper zu speichern. Deshalb ist er auf die regelmäßige Einnahme zinkhaltiger Nahrungsmittel angewiesen. Ist dies nicht der Fall können folgende Mangelsymptome auftreten:

Bei einem langanhaltenden Zinkmangel kann es insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu Wachstumsstörungen kommem. Zudem können psychische Beschwerden (Depressionen) auftreten. In schweren Fällen muss ein Zinkmangel unbedingt durch einen Arzt diagnostiziert und in der richtigen Medikation unter regelmäßiger medizinischer Kontrolle behandelt werden.

Diagnose

Zinkmangel kann sich durch verschiedene, für den Betroffenen sehr unangenehme, Symptome äußern. Der erste Weg bei Verdacht auf Zinkmangel sollte den Betroffenen zum Hausarzt führen, um die Diagnose Zinkmangel zu erhärten.

An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass die Diagnose bei Zinkmangel nicht einfach ist, denn der Zinkspiegel im Blut ist nur in dem Fall relevant, wenn er einen deutlich erniedrigten Wert anzeigt. Zinkmangel kann jedoch auch dann vorhanden sein, wenn der Wert im Normalbereich liegt. Grund hierfür: 98 Prozent des Zinks werden in Körperzellen gespeichert und nur 2 Prozent kreisen im Blut. Stellt der Körper das Absinken des Zinkgehaltes im Blut fest, mobilisiert er entsprechenden Nachschub aus seinen Vorräten. Somit wird auch bei einer zu geringen Zufuhr von Zink über lange Zeit ein normaler Blutspiegel erreicht.

Verlässlichere Aussagen könnten Messungen im Gewebe direkt, also den Speicherorten für Zink, bringen. Diese Untersuchung ist jedoch nicht für die tägliche Praxis geeignet. Eine Alternative zur Blutuntersuchung bei Verdacht auf Zinkmangel stellt die Haar-Analyse dar. Diese kann zwar vergleichsweise große Unterschiede von Mensch zu Mensch zeigen, kann aber problemlos durchgeführt werden.

Behandlung und Therapie

Zinkmangel geht einher mit Beschwerden, wie Müdigkeit, Infektionsanfälligkeit, Antriebsmangel, Depressionen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Die Wundheilung verzögert sich und es können bei Zinkmangel weißliche Flecken auf den Fingernägeln auftreten. Eine Zinkvergiftung entsteht allerdings kaum mit einer normalen Ernährung.

Mittels einer Blutuntersuchung kann der Mediziner feststellen, ob es sich um einen Zinkmangel handelt. Die Behandlung von Zinkmangel ist immer von der Ursache abhängig. Sind Krankheiten für einen Zinkmangel verantwortlich, müssen diese Krankheiten behandelt werden. Ist eine falsche Ernährung der Grund, sollte diese umgestellt werden.

Ist eine Behandlung der Krankheitsursache nicht möglich, kann Zink, meist in Form von Nahrungsergänzungsmittel mit Tabletten, dem Körper zugeführt werden, um dem Zinkmangel zu begegnen. Allerdings ist es möglich, dass diese Zufuhr ein Leben lang vonnöten ist, sollte der Grund für den Zinkmangel in Störungen von Verstoffwechselungen oder Erbkrankheiten liegen.

Mitunter tritt auch nur sporadisch, beispielsweise bei Schwangerhaften oder in der Wachstumsphase ein Zinkmangel auf, so dass nur in dieser Zeit Zink zugeführt werden muss. Immer ist die Kontrolle durch den Arzt unerlässlich.

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Vorbeugung

Bei gesunder Ernährung sowie ausgewogener Ernährung wird im Normalfall kein Zinkmangel eintreten. Einem leichten Zinkmangel kann mit entsprechend richtiger Nahrungsaufnahme effektiv begegnet werden, da dieses wichtige Spurenelement in Käse, Hülsenfrüchten, Getreide, Fisch sowie Fleisch enthalten ist.

Fehlt ihnen die Zeit für eine gesunde und ausgewogene Ernährung, dann hält der Markt eine Reihe von preiswerten und hochkonzentrierten Ersatzstoffen bzw. Nahrungsergänzungsmitteln bereit.

Zink-Präparate sind als Tabletten, Pulver oder Kapseln ohne Rezept bei großen und seriösen Online-Shops frei verkäuflich. Auch Internet-Versandapotheken bieten mittlerweile diese Produkte von verschiedenen Herstellern an.

Eine Selbstmedikation ist nicht empfehlenswert, da eine Zinküberdosierung im Körper zu Vergiftungserscheinungen (Zinkvergiftung) führen kann.

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