Dermatitis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Dezember 2014
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Bei einer Dermatitis handelt es sich um eine entzündliche Hautreaktion. Die griechische Wortendung -itis deutet darauf hin, dass es sich um eine Entzündung handelt. Der Begriff Derma (Dermis=Lederhaut) ist kennzeichnend für Haut. Sowohl Reaktionen der Haut als auch unmittelbar die Hauterkrankungen selbst werden unter der Bezeichnung Dermatitis zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Dermatitis?

Laut Wortzusammensetzung handelt es sich bei einer Dermatitis um eine Entzündung verschiedener Hautschichten der oberen Hautbereiche. Die Lederhaut (Dermis)und die Oberhaut (Epidermis) sind von einer Dermatitis betroffen und weisen abnorme Veränderungen auf.

In der Medizin wird unter dem Begriff Dermatitis eine ganze Reihe von entzündlichen Hautkrankheiten zusammengefasst. Häufige Entzündungsformen der Haut sind u.a.:

  • Periorale Dermatitis, Mundrose (Hautreaktion ausgelöst durch übermäßige Hautpflege = Kosmetika)

Ursachen

Als entzündungsauslösende Faktoren, die bei einer Dermatitis zu den krankheitstypischen Anzeichen und Verläufen führen, kommen abweichende Aspekte in Frage.

Generell werden diese in der Art klassifiziert, dass äußere Einflüsse aus der Umwelt, eine gewisse genetische Veranlagung sowie hautreizende Körperbewegungen eine Dermatitis auslösen können.

Als äußere Faktoren werden insbesondere allergieauslösende Stoffe, chemische Substanzen oder Umweltgifte sowie Stress beschrieben.

Viele Menschen, die an einer Dermatitis erkranken, bringen bereits entsprechende genetische Voraussetzungen mit. Aus diesem Grund ist es teilweise erklärbar, dass bereits Säuglinge an einer Dermatitis erkranken können.

Häufig entsteht eine Dermatitis auch dann, wenn Menschen dauerhaft bettlägerig sind oder bestimmte Hautareale einer besonderen mechanischen Beanspruchung unterliegen. In diesem Zusammenhang kommt es durch permanente Reibung und zusätzliche Feuchtigkeit zu Irritationen der betroffenen Hautschichten, sodass im Rahmen mit Intertrigo eine Dermatitis entstehen kann.

Intertrigo bedeutet das unmittelbare Aufeinanderliegen von Haut in Verbindung mit einem feuchten Milieu. Darüber hinaus begünstigt eine unzureichende Durchblutung der Haut durch stetigen Liegedruck ebenfalls eine Dermatitis.

Symptome und Verlauf

Eine Dermatitis kann sich in unterschiedlichen Reaktionen ausdrücken, welche jeweils ein anderes entzündliches Krankheitsbild kennzeichnen. Aus diesem Grund ist Dermatitis eher ein Überbegriff für variierende Hautentzündungen.

Generell sind die typischen Merkmale einer Dermatitis Schwellungen, Rötungen, schmerzhafte Beschwerden oder Juckreiz sowie abnormale Hauterwärmungen oder Fieber charakteristisch.

Oft begegnet der Betroffene dem Juckreiz mit starkem und häufigem Kratzen. Dies führt meist dazu, dass die entsprechenden Hautstellen bluten und sich die Entzündung weiter ausbreitet.

Diagnose

Die Diagnosestellung bei Verdacht auf Dermatitis erfolgt durch die Erhebung einer ausführlichen Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Wird vermutet, dass es sich bei einem Beschwerdebild um Dermatitis handelt, führt der behandelnde Arzt zuerst ein Gespräch mit dem Patienten, dabei achtet er besonders auf eine familiäre Häufung von Hautkrankheiten und auf die geschilderten Symptome.

Typische Symptome sind das Auftreten von Ekzemen, Rötungen, Schwellungen und Juckreiz. Um andere in Frage kommende Erkrankungen ausschließen zu können, erkundigt sich der Arzt nach Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, der Einnahme von bestimmten Medikamenten und auch nach der jeweiligen Lebenssituation des Patienten. Nach dem Gespräch untersucht der Arzt die betroffenen Stellen auf der Haut. Nicht selten ist ein Begutachten der Hautveränderungen bereits ausreichend um eine Diagnose stellen zu können. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit Blutuntersuchungen und spezielle Hauttests durchzuführen.

Bei Hauttests geht es vorrangig darum, festzustellen, wie der Patient auf bestimmte Stoffe, wie etwa Blütenpollen, reagiert. Im Rahmen einer Blutuntersuchung wird untersucht, ob im Blut des Patienten übermäßig viele Antikörper vorhanden sind. Dies kann darauf hindeuten, dass die Hautprobleme durch Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Durch weitere Untersuchungen können dann die Stoffe bestimmt werden, welche die vermehrte Bildung von Antikörpern auslösen, sodass ein Kontakt mit diesen Stoffen in Zukunft gezielt vermieden werden kann.

Behandlung und Therapie

Da es innerhalb einer Dermatitis ganz unterschiedliche Erkrankungen gibt, müssen diese entsprechend der spezifischen Symptome, Ursachen und Verläufe therapiert werden. Grundsätzlich ist eine Dermatitis heilbar, dies kann jedoch lange dauern. Häufig muss die Behandlung einer Dermatitis ganzheitlich sein. Das bedeutet, der komplette Patient muss erfasst werden.

Sowohl eine auf Medikamenten basierende als auch eine sogenannte innere und eine äußere Therapie der Dermatitis sind üblich in der Schulmedizin. Die verwendeten Mittel sind Salben, Emulsionen oder wirksame Cremes. Diese lindern die Dermatitis durch das Aufbringen auf die betroffenen Hautpositionen.

Spezifisch wirkende kortisonhaltige Medikamente, Antihistaminika sowie Antibiotika unterstützen eine Therapie der Dermatitis. Kortisone werden nur dann verabreicht, wenn die Dermatitis besonders hartnäckig und intensiv ist.

Alternative Behandlungen gegen eine Dermatitis sind die sanft wirkende Lichttherapie, Aufenthalte in reizarmen klimatischen Zonen sowie verschiedene nebenwirkungsfreie natürliche Heilmittel. In Kombination mit psychologischer Begleitung können erstaunliche Heilungserfolge bei einer Dermatitis erzielt werden.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung gegen eine Dermatitis ist ebenso vielseitig, wie deren Formen selbst. Sind bereits Anzeichen bekannt, dass eine Dermatitis ausgelöst werden kann, dann sollten diese krankmachenden Faktoren natürlich gemieden werden. Dies gilt insbesondere in Bezug auf reizende und ätzende Chemikalien sowie allergische Stoffe.

Darüber hinaus tragen eine optimale Hautpflege sowie die Beobachtung der Haut dazu bei, dass eine Dermatitis rechtzeitig vermieden werden kann. Menschen, die dieses nicht mehr selbst beurteilen können, müssen beobachtet werden.

Stress und permanente Überforderung können sich in einer körperlichen Reaktion in Form einer Dermatitis äußern. Ein harmonischer Alltag sollte gestaltet sowie permanentes Funktionieren vermieden werden, um einer Dermatitis prophylaktisch entgegenzuwirken.

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