Konzentrationsstörungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. Juni 2015
Gesundpedia.deSymptome Konzentrationsstörungen

Sowohl Kinder als auch Erwachsene und vor allen Dingen ältere Menschen können unter Konzentrationsstörungen bzw. Konzentrationsschwäche leiden. Die Konzentrationsstörungen sind oftmals ein Grund, warum die Selbstständigkeit und die gesamte Lebensqualität negativ beeinflusst werden kann. Gegen die Konzentrationsstörungen gibt es jedoch Hilfe.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Konzentrationsstörungen (Konzentrationsschwäche)?

Der Begriff Konzentrationsstörung bzw. Konzentrationsschwäche wird im alltäglichen Gebrauch recht häufig verwendet. bei den Konzentrationsstörungen, welche in unterschiedlicher Art und Umfang ausgeprägt sein können, geht es um Störungen der Aufmerksamkeit. Diese ist dann gefordert, wenn es bei Konzentrationsstörungen um die Aufnahme von Sinnesreizen durch die Sinnesorgane geht.

Die Grundlage für die Konzentrationsschwächen sind Einschränkungen im Bereich der geistigen Fähigkeiten. Das heißt, dass ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit, einer Anstrengung des Gehirns, als Konzentrationsstörungen zum Tragen kommen und sich durch äußerlich wahrnehmbare Auffälligkeiten darstellen. Konzentrationsstörungen basieren auf unterschiedlichen Auslösern.

Ursachen

Die Ursachen für Konzentrationsstörungen liegen sowohl in der Person selbst als auch in ungünstigen Umständen, welche in deren Umgebung auftreten. Kommt es zu Konzentrationsstörungen, die sich nur über einen kurzen Zeitraum manifestieren und danach wieder verschwinden, sind die Ursachen häufig in Stress oder einer Überforderung zu suchen. Beide Komponenten führen meist zu einem Burnout-Syndrom und können ebenso wie Drogen, Alkohol und Magersucht zu Konzentrationsstörungen führen.

Verschiedene Medikamente sind durch Nebenwirkungen gekennzeichnet, zu denen Konzentrationsstörungen gehören. Ein Mangel an Schlaf und Erholung sowie unzureichende oder Mangelernährung tragen ebenfalls zu Konzentrationsstörungen bei.

In Folge von Erkrankungen wie Depressionen, einer Unterfunktion der Schilddrüse sowie hormonellen Schwankungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren sind Konzentrationsstörungen erkennbar. Typisch sind Konzentrationsstörungen für demenzielle Erkrankungen und Durchblutungsstörungen im Gehirn. ADHS und die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit sind als Ursachen für die Konzentrationsstörungen gleichermaßen bekannt.

Diagnose und Verlauf

Mögliche Begleitsymptome von Konzentrationsstörungen:

Konzentrationsstörungen drücken sich in den vielfältigsten Symptomen aus. Diese werden bei Konzentrationsstörungen als Vergesslichkeit, Schwierigkeiten beim Denken und Merken, Zerfahrenheit und Wortfindungsstörungen bezeichnet. Die Betroffenen, welche unter Konzentrationsstörungen leiden, können nicht kontinuierlich "über einer Sache bleiben" und sich bis zu deren Abschluss damit beschäftigen. Sie sind bei Konzentrationsstörungen schnell abgelenkt, finden nur schwer den Wiedereinstieg in eine Tätigkeit und lassen schnell in ihrer Leistungsfähigkeit nach. Darüber hinaus treten Konzentrationsstörungen oftmals auch durch eine Gereiztheit zutage, wenn Druck ausgeübt wird. Bei Konzentrationsstörungen besteht zudem ein baldiges Nachlassen der Aufmerksamkeit und eine körperliche Unruhe nimmt zu.

Bei der Diagnose der Konzentrationsstörungen werden spezielle psychologische Testverfahren durchgeführt, bei denen die Lösung ausgewählter Aufgabenstellungen realisiert werden muss. In diesem Bezug wird die sogenannte Ablenkfähigkeit kontrolliert. Kombiniert werden diese Methoden bei der Diagnose von Konzentrationsstörungen durch Tests der akustischen und optischen Fähigkeiten, der Hormone und der Funktionstüchtigkeit des Gehirns (EEG).

Behandlung und Therapie

Bei der Therapie der Konzentrationsstörungen kommt es auf die Umsetzung mehrerer Komplexe an. Sind neurologische, psychosomatische oder körperliche Erkrankungen auszuschließen, basiert die Behandlung der Konzentrationsstörungen auf der Verabreichung von Medikamenten. Diese enthalten Wirkstoffe wie Selen oder Arzneistoffe, welche bei ADHS eingesetzt werden.

Im Rahmen der Behandlung von Konzentrationsstörungen werden zudem die Lebensumstände einbezogen. Das bedeutet, dass Entspannungstechniken erlernt werden und ein ausreichender, gesunder Schlaf gewährleistet werden muss. Bei den Entspannungsmethoden können gegen Konzentrationsstörungen neben der progressiven Muskelentspannung das autogene Training, Yoga und viel Bewegung an der frischen Luft hilfreich sein.

Insbesondere dann, wenn Konzentrationsstörungen durch permanente Überforderung, verschiedene Stressoren und Burnout ausgelöst werden, sind diese Maßnahmen sinnvoll. Im Zusammenhang mit einer ausgewogenen Ernährung sind cholin- und niazinreiche Nahrungsmittel empfehlenswert. Auf Koffein und Nikotin sollte verzichtet werden.

Um Konzentrationsstörungen mit den geeigneten Lernmitteln und der fachlichen Betreuung durch geschulte Pädagogen zu verringern, können solche Hilfsmittel eingesetzt werden, welche bei Konzentrationsübungen wichtig sind. Bewährt haben sich gegen Konzentrationsstörungen spezifische Aufgaben und Lernhilfen. Logikspiele, Rätsel und Sportarten, bei denen sich die Patientinnen und Patienten sehr aufmerksam ein müssen, können zur Behandlung der Konzentrationsstörungen herangezogen werden. Darüber hinaus soll ein ruhiges Umfeld dazu beitragen, Konzentrationsstörungen zu relativieren.

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Vorbeugung

Um Konzentrationsstörungen vorzubeugen, sollten zum einen die ursächlichen Faktoren erkannt und vermieden werden. Durch eine fachärztlich gestützte Therapie primär zugrunde liegender Erkrankungen kann Konzentrationsstörungen durch eine Optimierung der Wahrnehmungsfähigkeit entgegengewirkt werden. Eine gesunde Lebensweise, eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung, welche arm an Kohlenhydraten und Fetten ist, wird ebenfalls als prophylaktisch angemessen angegeben.

Konzentrationsstörungen, welche in Folge einer ungünstigen Umgebung, fehlender Ruhe und elterlicher Zuwendung sowie durch anhaltende Nervosität bei Kindern bedingt sind, werden durch Ruhe und Verständnis ausgeglichen und einer weiteren Verschlechterung der Konzentrationsstörungen kann so aktiv vorgebaut werden. Bestehen Belastungen im Alltag, welche durch Sorgen und Probleme Konzentrationsstörungen hervorrufen, sind entlastende Gespräche und Entspannungsübungen sowie Sport ideal, um "den Kopf wieder frei zu bekommen".

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Haduye kommentierte am 20.09.2015 um 12:22 Uhr

Ich habe beim Autofahren gemerkt, dass ich starke Konzentrationsprobleme habe und das schon seit 2 Jahren. Immer wenn ich im Auto sitze vergesse ich entweder den ersten Gang einzulegen oder bin kurz davor einen Unfall zu bauen. Und erst dann werde ich wieder „wach“ und merke, dass ich nicht bei der Sache war.