Durchblutungsstörungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 13. März 2015
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Von Durchblutungsstörungen spricht man dann, wenn bestimmte Organe des menschlichen Körpers nicht ausreichend durchblutet werden. Diese können an verschiedenen Stellen im menschlichen Körper auftreten - besonders häufig sind die Beine betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Durchblutungsstörungen?

Eine Durchblutungsstörungen des Herzmuskels ist keine Seltenheit. Folge dieser Durchblutungsstörungen ist, dass die inneren Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Dies führt dazu, dass die betroffenen Organe weniger leistungsfähig sind. Werden die Durchblutungsstörungen nicht rechtzeitig behandelt, können sie eine Vielzahl anderer Erkrankungen auslösen.

Die Schaufensterkrankheit und die koronare Herzkrankheit sind zwei der Folgeerkrankungen, die sich in Folge von Durchblutungsstörungen entwickeln können. Etwa zehn Prozent der über 60-Jährigen leiden an Durchblutungsstörungen, wobei Männer deutlich häufiger betroffen sind.

Mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus erhöhen das Risiko, an Durchblutungsstörungen zu erkranken.

Ursachen

Unsere Blutgefäße sind die Leitungsbahnen, in denen das Blut durch den gesamten Körper kreist. Jede Zelle wird durch das Blut ernährt und mit Sauerstoff versorgt. Die Endprodukte des Stoffwechsels in den Zellen werden ebenfalls über die Blutbahn abtransportiert.

Im Laufe des Lebens können sich die Blutgefäße durch Ablagerung von arteriosklerotischen Plaques an den Wänden der Arterien verengen. Die Gefäßwände verlieren ihre Elastizität, sie werden steif und brüchig. Ein ungesunder Lebensstil fördert diesen Prozess.

Durchblutungsstörungen treten vermehrt bei älteren Personen auf, doch auch in jungem Alter können diese vorkommen, wenn bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Bei einer mangelnden Bewegung etwa sind Durchblutungsstörungen keine Seltenheit.

Gleiches gilt für starke Raucher - diese haben häufig mit Durchblutungsstörungen zu kämpfen. Durch diese ungesunde Lebensweise verlieren die Gefäße an Elastizität und verengen sich schließlich, was zu den Durchblutungsstörungen führt.

Doch auch eine fettreiche Ernährung und damit einhergehender Bluthochdruck ist häufig die Ursache für Durchblutungsstörungen. Ebenso sollten Diabetiker vorsichtig sein, denn diese sind statistisch gesehen ebenfalls häufiger von Durchblutungsstörungen betroffen. Gefäßverschlüsse, die sogenannten Embolien, und die Arterienverkalkung sind die häufigsten Ursachen für Durchblutungsstörungen.

Symptome und Verlauf

Grundsätzlich unterscheidet man akute und chronische Durchblutungsstörungen. Akute Durchblutungsstörungen treten sehr plötzlich auf und verursachen innerhalb kürzester Zeit Beschwerden. Muskelschwäche, Muskelschmerzen, ein schwacher Puls, Schmerzen und Wahrnehmungstrübungen zählen zu den häufigsten Symptomen bei diesen akuten Durchblutungsstörungen.

Bei den chronischen Durchblutungsstörungen dagegen entwickeln sich die Symptome schleichend. Während in der Anfangsphase kaum Beschwerden auftreten, müssen Betroffene schließlich bereits nach wenigen Schritten innehalten. Hauptsächlich in Bewegung treten die Schmerzen auf, während sie in Ruhe nachlassen.

Häufig sind Arme und Beine von Durchblutungsstörungen betroffen. Typisch für eine chronische Verlaufsform ist die sogenannte Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens). Auch alle Formen der koronaren Herzerkrankungen werden durch einen gestörten und verminderten Blutfluss zum Herzen verursacht. Die Folge von Durchblutungsstörungen können Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Amputationen der unzureichend durchbluteten Extremitäten sein.

Diagnose

Patienten, die von Durchblutungsstörungen betroffen sind, klagen meist über typische Beschwerden, nach denen eine vorläufige Diagnose gestellt werden kann. Ein wichtiger Hinweis für die Bestätigung der Diagnose kann ein voneinander abweichendes Ergebnis der Blutdruckmessung am rechten und linken Arm sein.

Bei einer deutlichen Abweichung der Messwerte ist von einer Veränderung der Gefäßwände auszugehen. Ein Provokationstest, bei dem geprüft wird, wie weit der Patient schmerzfrei laufen kann, weist auf Durchblutungsstörungen in den Beinen hin. Mit Verfahren wie der Dopplersonografie oder der Angiografie lässt sich die gestellte Diagnose Durchblutungsstörung untermauern.

Behandlung und Therapie

Werden Durchblutungsstörungen nicht richtig behandelt, kann dies irreparable Schäden mit sich bringen. Bei einem länger andauernden Sauerstoffmangel nämlich stirbt Gewebe ab und ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall können die Folge sein.

Aufgrund der typischen Beschwerden jedoch können Durchblutungsstörungen meist eindeutig diagnostiziert werden. Zunächst wird der Blutdruck des Patienten bestimmt - weichen die Messergebnisse des rechten und linken Arms deutlich voneinander ab, kann dies ein Hinweis auf eine einseitige Gefäßveränderung sein.

Ebenso häufig kommen dann sogenannte Provokationstests zum Einsatz - mit diesen wird die Bewegungsfähigkeit der Patienten geprüft.

Der Arzt wird dann schmerzstillende Medikamente verschreiben. Besonders beliebt ist das Heparin, da dieses das Blut verdünnt. Bei einem akuten Verschluss der Gefäße, welcher als medizinischer Notfall gilt, ist schnelle medizinische Hilfe gefragt.

Flüssigkeit und Infusionen werden dann verabreicht, wenn sich der Patient in einem schlechten Allgemeinzustand befindet. In manchen Fällen ist sogar eine Operation notwendig - häufig wird die sogenannte Ausschälplastik angewandt.

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Vorbeugung

Die beste Vorbeugung gegen Durchblutungsstörungen ist es, mit dem Rauchen aufzuhören. Darüber hinaus sollte man u.a. Joggen und sich regelmäßig und ausreichend bewegen sowie fit halten. Vor allem wenn man seinen Arbeitsalltag hauptsächlich in sitzender Tätigkeit verbringt, ist es nötig, für Ausgleich zu sorgen. Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck, die zu Durchblutungsstörungen führen können, sollten schnellstmöglich behandelt werden. Patienten, die bereits an Durchblutungsstörungen leiden, sollten eine Bewegungstherapie in Anspruch nehmen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Wilhelm kommentierte am 13.03.2015 um 19:11 Uhr

Seit einiger Zeit verspüre ich Abends, wenn ich mich zum Schlaf niederlege, ein Kribbeln in den Füßen. Die Fußpflegerin meinte, das könne ein Zeichen für Diabetes sein. Da habe ich gelacht, denn meine Werte lagen immer in der Norm. Kürzlich war ich wegen eines entzündeten Zehen beim Hautarzt und der meinte, der Fuß sähe fast nach Diabetes aus. Da habe ich bei meinem Hautarzt bei einer Blutuntersuchung den Glukosewert messen lassen und der war normal (85). Bei der Blutdruckmessung habe ich einmal links 141/77 und rechts 128/73 gemessen, ein andermal links 133/75 und rechts 125/64. Ich vermute, dass eine leichte Durchblutungsstörung vorliegt. Ich bin Jahrgang 1921, habe einen Herzschrittmacher, habe nie geraucht, trinke sehr selten Alkohol.