Zoonose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 21. November 2016
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Als Zoonose bezeichnet man eine Infektion, die von Tier auf Mensch bzw. umgekehrt von Mensch auf Tier übertragen wird. Sehr häufig tritt das Problem in Ländern wie Indien oder Afrika auf, Zoonosen sind aber auch in Europa bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Zoonose?

Unter den Terminus Zoonose fallen alle Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen oder auch umgekehrt übertragen werden. Das Erregerreservoir sind die Tiere, wohingegen der Mensch meistens das letzte Glied in der Infektionskette ist. Zu den Zoonosen, die auch in Mitteleuropa verbreitet sind, zählen der Milzbrand, die Salmonellen-Enteritis, die Leptospinose, die Brucellose, die Listeriose, das Q-Fieber sowie die Yersiniose. Weltweit gibt es mehr als 200 Zoonosen, wobei die Verbreitung vor allem auf Grund der Massentierhaltung gefördert wird.

Je nach Infektionsrichtung können Zoonosen in unterschiedliche Gruppen eingeteilt werden:

  • Zooanthroponosen: Die Infektion erfolgt ausschließlich von Tieren auf Menschen.
  • Anthropozoonosen: Die Infektion erfolgt beinahe ausschließlich von Menschen auf Tiere.
  • Amphixenosen: Die Infektion tritt sowohl beim Tier als auch beim Menschen auf und die Übertragung erfolgt in beide Richtungen.

Eine weitere Unterteilung der Zoonosen erfolgt nach dem Lebenszyklus:

  • Zyklozoonose: Der Erreger muss hier zwischen unterschiedlichen Wirten wechseln, wobei diese Form nur bei parasitären Erregern auftritt.
  • Metazoonose: Der Erreger wechselt zwischen verschiedenen Wirten, wobei der Zwischenwirt zu den Wirbellosen gehört.
  • Saprozoonose: Das Erregerreservoir befindet sich außerhalb des Tierreichs, wie zum Beispiel Wasser, Erde oder Pflanzen.
  • Latente Zoonose: Die Übertragung erfolgt hier beispielsweise durch Fleisch.

Ursachen

Eine Zoonose wird entweder durch Bakterien (Borreliose, Salmonellose), Viren (Tollwut, Vogelgrippe), Protozoen (Leishmaniose, Toxoplasmose) Pilze (Trichophytie) bzw. Würmer (Dirofilariose, Diphyllobothriasis) ausgelöst. Sie kann auf unterschiedlichen Wegen übertragen werden.

Ein Übertragungsweg ist der direkte Kontakt mit Tieren, die bereits infiziert sind, eine weitere Möglichkeit sind Lebensmittel wie Eier, Fleisch oder Milch bzw. Krankheitserreger, die als Vektoren bezeichnet werden. Dazu zählen zum Beispiel Zecken, die die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Die Zecke sticht dabei den Menschen und überträgt die Viren. Allerdings ist der Stich nicht die eigentliche Ursache für die spätere Erkrankung.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der Zoonose:

Die einzelnen Symptome sind von der Art der Zoonose abhängig. Einige Zoonosen verursachen keine Symptome, andere lösen beispielsweise Hautrötungen oder Kopfschmerzen aus. Eine weltweit verbreitete Zoonose ist die Toxoplasmose, die bei immunkompetenten Personen zu geschwollenen Lymphknoten, Müdigkeit und Fieber führt. Nach einigen Wochen erfolgt dann eine Spontanheilung. Bei einem geschwächten Immunsystem - wie zum Beispiel bei Personen mit AIDS - kann allerdings eine lebensgefährliche Gehirnhautentzündung auftreten.

Zoonosen können darüber hinaus auch zu Herz- und Gefäßkrankheiten oder neurologischen Erkrankungen führen. Eine weitere häufige Zoonose ist die Salmonellose, die sich als entzündliche Darmerkrankung äußert, die mit Übelkeit, Durchfällen und Fieber einhergeht. Durch Nahrungsmittel wird auch sehr oft eine Campylobacter-Enteritis ausgelöst, wobei es dann zu blutigen Durchfällen, Bauchschmerzen sowie erhöhter Temperatur kommt. Sehr bekannt ist auch die Borreliose, bei der es zu Glieder- und Gelenkschmerzen bzw. zu Fieberschüben kommt. In chronischen Fällen treten auch schwere Knochenentzündungen oder Entzündungen von Milz oder Leber auf.

Diagnose

Um eine Zoonose diagnostizieren zu können, ist zunächst ein ausführliches Gespräch notwendig. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, manchmal auch eine Blutuntersuchung. Je nach Zoonose-Typ kommen dann auch noch andere Möglichkeiten der Diagnose zum Einsatz, darunter beispielsweise Knochenmark, Stuhlproben, Blutkulturen oder Proben aus Lymphknoten bzw. Abszessen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung hängt ebenfalls von der Art der Zoonose ab. Leiden die Betroffenen an einer bakteriellen Zoonose, so verschreibt der Arzt geeignete Antibiotika, die über mehrere Wochen eingenommen werden müssen. Infektionen, die den Verdauungstrakt betreffen, werden symptomatisch durch den Ausgleich von Salz- bzw. Flüssigkeitsverlusten behandelt. In diesen Fällen werden keine Antibiotika verabreicht, da der Verlauf der Krankheit dadurch zwar verkürzt, die Ausscheidung der Keime aber verlängert wird.



Vorbeugung

Da eine Zoonose viele verschiedene Ursachen haben kann, sind auch die Präventionsmaßnahmen sehr unterschiedlich. Generell ist gute Hygiene sehr wichtig, um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen. So können bereits durch gründliches Händewaschen viele Infektionen vermieden werden. Eine weitere bedeutsame Maßnahme stellt die richtige Lagerung bzw. Lebensmittelzubereitung dar. Werden Lebensmittel erhitzt oder eingefroren, so hilft dies gegen Toxoplasmose oder Täniose. Prionen, die als Ursache für eine neuere Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gelten, können auf diese Weise nicht abgetötet werden.

Vorsicht geboten ist auch bei Haustieren, die an einer Zoonose erkrankt sind. Hier sollte mit dem Arzt abgeklärt werden, wie der Erreger übertragen werden kann. Darüber hinaus sollte eine tägliche Reinigung der Tierkäfige durchgeführt werden. Im Allgemeinen ist es wichtig, auch bei Haustieren auf eine entsprechende Hygiene zu achten und Zecken oder Läuse sofort zu entfernen. Gegen einige Infektionen wirken darüber hinaus auch entsprechende Schutzimpfungen. Wer ins Ausland reist, sollte sich bereits vorab informieren und entsprechende Präventionsmaßnahmen in Form von Medikamenten bzw. Impfungen treffen.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Begumann kommentierte am 18.11.2016 um 14:22 Uhr

Hallo,
zum Thema Zoonose bin ich gerade für viele hilfreiche Informationen dankbar.
Ich habe einen Hund (mittlerweile 15 J.), der vor ca. 1 1/2 - 2 Jahren mit Vaccinviren in Kontakt kam (Erbrechen, Durchfall bei Erstkontakt). Festgestellt wurde dieser Virus durch meine Heilpraktikerin, die dies radiästhetisch feststellen konnte. Sie hat die Möglichkeit, durch die sog. Informationsmedizin Viren, etc. auszuleiten. Nach einigen Tagen kann der Erreger dann nicht mehr getestet werden und dem Tier geht es wieder besser bzw. ist wieder gesund.
Natürlich werden dazu Begleitmaßnahmen gegeben, wie Mittel gegen Erbrechen/Durchfall, etc.

Da sich dieser Virus immer wieder zeigt und sofort bei Ausleitung eine wesentliche Verbesserung eintritt, gilt bei uns mittelerweile als gesichert, dass es sich um diese Virusform handelt.

Kurze Zeit später erkrankte auch ich als Halterin (Appetitlosigkeit, Herz- Kreislaufunregelmäßigkeiten/Blutdruckanstieg, Schweißausbrüche, Durchfälle). Wieder wurde dieser Virus getestet. Nach ein paar Tagen sog. Ausleitung aus dem Körper ging es mir wieder besser.

Dieses *Spiel* läuft nun schon seit mehr als 1 1/2 Jahren und ich habe diesen Virus mind. alle 2 Wochen, wobei die körperlichen Erscheinungen immer gleich sind -> Blutdruckanstieg (dadurch merke ich es, sonst ist mein Blutdruck eingestellt, aber normal!), vermehrt Schweissausbrüche, vermehrt Blähungen (bei normaler Kost) und Durchfall. Mein Hund hat es in den überwiegenden Fällen und zur gleichen Zeit auch wiederholt.

Ich achte auf Hygiene (Hände waschen nach jeder Berührung/Hundebett wird regelmäßig gewaschen und desinfiziert), stärke mein Immunsystem durch Eigenbluttherapie, Bioresonanztherapie, achte auf gesundes, biologisches Essen, trinke genügend, habe auch zusätzlich beispielsweise Immunologes von Dr. Loges kurmäßig angewandt und dennoch taucht dieser Virus immer wieder bei mir auf und macht mir das Leben so richtig madig...geht auch an die Psyche, weil man irgendwie nicht richtig gesund wird.

Durch meine Heilpraktikerin hier am Ort, die auch in München eine Zweitpraxis hat, weiß ich, dass es im Münchner Raum einige Patienten gibt, die ebenfalls Hundebesitzer sind, und über die gleichen fortlaufenden Beschwerden klagen.
Also bin ich nicht allein, weiß aber keinen Rat mehr, um diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Hinzu kommt, dass offensichtlich der Torovirus sich mit dem Vaccinvirus vergesellschaftet hat und nun beide vom Tier auf den Menschen Übertragung finden. In München scheint dies der Fall zu sein.

Nun meine Frage: Haben Sie diesbezüglich einen weiterführenden Ratschlag außer das Immunsystem ständig zu stärken? Kennen Sie diese Virenstämme und ist Ihnen bekannt, dass sich hier etwas unter Hundebesitzern tummelt und viele vielleicht gar nicht wissen, dass ihre Beschwerden daher rühren?!

Vielen Dank schon mal im Voraus für Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichem Gruß
Beate Gumann