Antibiotika

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. Dezember 2014
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Antibiotika (Antibiotikum) sind Arzneimittel, die bei der Therapie von bakteriellen Infektionskranheiten zum Einsatz kommen. Antibiotische Medikamente wirken wachstumshemmend und zerstörerisch auf Mikroorganismen (Bakterien). Antibiotika gehören zu den modernen Medikamenten, die sich auf Grund ihrer pharmazeutischen Herstellung und deren optimaler Zusammensetzung durch eine gute Verträglichkeit auszeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Antibiotika (Antibiotikum)?

Von der biochemischen Seite betrachtet, gehören Antibiotika (Einzahl: Antibiotikum) zu dem Medikamenten, die aus Endprodukten bestehen. Diese entstehen im Stoffwechsel verschiedener Bakterienstämme. Nicht nur Bakterien, sondern auch spezielle Pilze erzeugen diese Stoffwechselendprodukte.

Die chemische Struktur dieser antibiotisch wirkenden Substanzen wird als niedermolekular bezeichnet. Die Wirkung der Antibiotika basiert darauf, dass andere Mikroorganismen durch die spezifischen Stoffwechselendprodukte in ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung gehemmt, geschwächt oder sogar abgetötet werden.

Zusammen mit weiteren Antiinfektiva (Mittel gegen Infektionskrankheiten) können Krankheiten bekämpft werden, die durch Bakterien, Viren (Virostatika) oder Pilze (Antimykotika) bei Menschen ausgelöst wurden.

Medizinische Anwendung

Die medizinische Anwendung der Antibiotika ist recht umfangreich, denn sowohl die örtliche als auch die sogenannte systematische Behandlung von Infektionserkrankungen kann mit Antibiotika durchgeführt werden. Im Zusammenhang mit Zytostatika sowie Immunsuppressiva werden Antibiotika in der Chemo- und Krebstherapie verwendet.

Die Breite der Erkrankungen, die mit Antibiotika behandelt werden, ist im Laufe der Jahre enorm umfangreich geworden. Neben Infektionskrankheiten wie Blutvergiftungen, Geschlechts- und Hautkrankheiten, Hirnhautentzündungen, Tuberkulose, Typhus und bakterieller Lungenentzündung werden ebenfalls Ínfektionskrankheiten wie Pocken und Cholera mit Antibiotika therapiert.

Darüber hinaus können spezifische Tumor- und Krebsarten erfolgreich mit Antibiotika geheilt werden. Die spinale Kinderlähmung, die Grippe und die Tollwut sind gleichsam übertragbare Krankheiten, welche ihre Gefährlichkeit durch die Nutzung der Antibiotika zum Teil verloren haben.

Die Verabreichung von Antibiotika kann auf unterschiedlichen Wegen umgesetzt werden. Neben der oralen Einnahme von Tabletten und Supplementen stehen Einleitungen in die Venen ebenfalls im Zentrum der Behandlungen.

Formen und Typen

Antibiotika werden auf Grund der großen Vielfältigkeit in verschiedenen Klassen geordnet. Zunächst existieren drei Klassen von Antibiotika. Diese beinhalten die bakteriostatisch wirkenden, die bakterizid und die bakteriolytisch funktionierenden Antibiotika.

In der Medizin werden gegenwärtig Antibiotika genutzt, die als Sulfonamide, Chinolone, sogenannte Polypeptid und Aminoglycosid Antibiotika bekannt sind. Eine weitere Bedeutung besitzen die Glykopeptide, Polyketide und Beta-Lactame. Ein aus dem Einsatz in der Vergangenheit bekanntes Antibiotikum ist das Penicillin. Dieses wurde als erstes Antibiotika Präparat künstlich und industriell hergestellt.

Neben diesen Formen der Antibiotika stehen Streptomycin und sogenannte Breitband Antibiotika in der medizinischen Praxis zur Verfügung. Breitband Antibiotika basieren auf einer Kombination mehrerer Antibiotika und wirken gleichzeitig gegen verschiedene Bakterienarten. Im Zusammenhang mit Typhus und Parathyphus ist das Breitband Antibiotikum Chloramphenicol von großer Bedeutung.

Eine andere Form der Antibiotika ist geeignet, um krankheitsauslösende Pilze zu bekämpfen. Zu diesen Arten innerhalb der Antibiotika gehören Amphotericin B, Antimycin, das Antibiotikum Candicidin und weitere Substanzen. Diese Arten der Antibiotika werden unter dem Überbegriff Fungizide zusammengefasst.

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Risiken und Nebenwirkungen

Zwar gelten Antibiotika in der Regel als sehr verträglich, allerdings kann es dennoch zu allergischen Reaktionen, Beeinträchtigungen der normalen Darmbesiedlung sowie das Begünstigen von Infektionen durch Pilze kommen.

Von enormer Relevanz im Zusammenhang mit den Nebenwirkungen durch Antibiotika sind die sogenannten Resistenzen. Diese basieren auf Unempfindlichkeiten gegenüber Antibiotika. Die Grundlage hierfür bildet die Widerstandsfähigkeit von speziellen Bakterienstämmen gegenüber einzelnen oder Breitbandantibiotika.

Wenn krankheitserregende Bakterien oder Pilze durch eine Resistenz gegenüber Antibiotika gekennzeichnet sind, dann reagieren diese nicht mehr auf die entsprechenden Medikamente und Infektionskrankheiten sind wesentlich schwieriger zu therapieren. Außerdem können sogenannte Multiresistenzen gegenüber Antibiotika entstehen, wie dies bei MRSA der Fall ist.

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