Hautrötungen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 20. Oktober 2014

Hautrötungen, rote Haut bzw. rötliche Hautflecken sind ein häufiges Symptom. Rote Hautflecken sind meist harmlos, sie können aber auch im Rahmen von Krankheiten auftreten. Woher kommt gerötete Haut und wie unterscheidet man Hautrötung von einem Hautausschlag?

Inhaltsverzeichnis

Was sind Hautrötungen?

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In einzelnen Bereichen oder großflächig verbreitet können sich Hautrötungen grundsätzlich am ganzen Körper abzeichnen. Oftmals sind sie nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da sie sich unter der Kleidung von Blicken anderer gut verbergen lassen.

Hautrötungen an anderen Stellen, wie den Händen, am Kopf, im Gesicht oder am Hals fallen daher besonders auf. Häufig schämen sich Betroffene und verbergen ihre gerötete Haut absichtlich unter langer Kleidung, was an den anderen genannten Stellen nicht möglich ist.

Hautrötungen gehören nicht in die Kategorie der Hautausschläge, obwohl man diese leicht miteinander verwechseln kann. Man unterscheidet fleckige und flächig sich ausbreitende Hautrötungen, die kurzzeitig oder dauerhaft in Erscheinung treten und unterschiedliche Ursachen haben können.

Ursachen von Hautrötungen

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für Hautrötungen. Seelische Anspannung,innere Unruhe, Nervosität oder Stress sind nur einige Ursachen, warum es im Gesicht, am Kopf und am Hals zu fleckigen Rötungen kommen kann. Ist man aufgeregt, wird im Körper mehr Magnesium im Stoffwechsel umgesetzt, was sich als Gesichtsrötung und Rötung der Ohren zeigt. Diese vergehen zumeist schnell.

Wetter- und Umwelteinflüsse tragen ebenfalls dazu bei, Hautrötungen entstehen zu lassen, die klar von einem allergischen Ausschlag abgegrenzt fachlich kompetent diagnostiziert werden sollten, wenn sie über mehrere Tage bestehen bleiben. Durch körperliche Aktivität und besonders hohe Anforderungen in spezialisierten Berufszweigen kann es durch Kontakt mit Flüssigkeiten oder Substanzen zu Hautrötungen kommen.

Des Weiteren sind Hitze (trockene Heizungsluft), Druck (Wundliegen) und Reibung an Hautstellen mögliche Ursachen für zeitlich begrenzte oder lang anhaltend auftretende Hautrötungen. Personen, die aus beruflichen Gründen täglich oft ihre Hände waschen müssen, kennen dies auftretende Problem überdurchschnittlich häufiger als andere Personengruppen.

Hautrötungen sind bei einigen Krankheiten eine häufige Begleiterscheinung, die man bei Akne, Borreliose, Neurodermitis, Couperose, Kinderkrankheiten und Allergien beispielsweise beobachten kann.

Zuviel Sonne und zu häufige Saunabäder wirken zudem auf die Haut reizend. Zeckenbisse und Insektenstiche, Lebensmittelunverträglichkeiten (z.B. Laktoseintoleranz, Glutenallergie) und Überempfindlichkeit gegenüber Körperpflegeprodukte sind weitere Auslöser für Hautrötungen.

Diagnose und Verlauf von Hautrötungen

Hautrötungen im Gesicht sind ein typisches Krankheitsbild der Couperose.

Akute Hautrötung durch Insektenstich, Zeckenbiss oder handelt es sich um eine unmittelbare Kontaktreaktion? In diesem Fall sollte unbedingt eine Ambulanz oder ein Hautarzt aufgesucht werden. Mittels Tests kann festgestellt werden, ob es sich bei der plötzlich in Erscheinung getretenen Rötung um eine Allergie, eine akute Überreaktion oder eine andere schwerwiegendere Erkrankung handelt. Dies bedarf weiterer Untersuchungen, welche ein genaueres medizinisches Ergebnis erbringen (Blutbild, manueller Reiz, mit ausgewählten Allergenen durchgeführte Hautreaktionstests).

Treten immer wieder und unter verschiedenen Bedingungen Hautrötungen auf oder sind sie bereits chronisch dauerhaft geworden, sollte man sich darum bemühen, Ursachenklärung und unterschiedliche Diagnoseverfahren miteinander zu kombinieren.

Für eine möglichst genaue Diagnose benötigt ein Hautarzt neben den Testergebnissen aus Blut- und Hautproben Informationen über momentane und langfristige Gewohnheiten und die derzeitigen Lebensumstände des Betroffenen. Ernährung, Schlafrhythmus, Bedingungen am Arbeitsplatz und welche Umwelteinflüsse gehören zu dessen Alltag, sind wichtige Fakten für einen Dermatologen, um zu einer Diagnose zu gelangen. Hierbei können selbst unbedachte Kleinigkeiten von größerer Bedeutung sein.

Zumeist verschwinden Hautrötungen, die plötzlich aufgetreten sind, innerhalb weniger Stunden von selbst. Oftmals muss keine Behandlung durchgeführt werden oder die roten Flecken und Flächen klingen bereits nach einmaligem Auftragen einer Wundsalbe ab. Beobachtet man im Verlauf jedoch, dass selbst nach Tagen oder gar Wochen sich die Hautrötung nicht zurückbildet oder ganz verschwindet, sollten der Betroffene und der behandelnde Arzt Geduld beweisen.

Ist eine chronische oder eine akute Erkrankung diagnostiziert worden, ist eine individuell intensivierte Behandlung nötig, die jeweils nach Verlaufsschwere kontinuierlich für den Langzeitpatienten angepasst werden muss. Die Behandlung einer Hautrötung als Begleitmaßnahme einer bestehenden Grunderkrankung kann wenige Wochen bis zu mehrere Monate dauern.

Diagnosedaten & Häufigkeit

Relative Häufigkeit je 100.000 Einwohner pro Bundesland (ICD-10: L53 Sonstige erythematöse Krankheiten) (2012)
Quelle: GBE des Bundes (Diagnosedaten der Krankenhäuser)

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Behandlung von Hautrötungen

Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache gibt es bei Hautrötungen eine Vielzahl verschiedener Behandlungsmöglichkeiten. Insektenstiche und Zeckenbisse werden neben kühlenden Gels mit Antibiotika behandelt.

Wund- und Heilsalben gibt es auch unter den natürlichen Produkten, die Kräuter, Vitamine], Mineralstoffe und Pflanzenbestandteile beinhalten können.

Bei allergisch bedingten Hautrötungen ist zur Therapie eine Hypersensibilisierung längerfristig empfehlenswert, die sich über einen Zeitraum von mehreren Wochen erstreckt, dafür nachhaltiger wirkt.

Empfindliche Haut, die immer wieder zu Hautrötungen in der kalten Jahreszeit neigt, kann mit Emulsionen, Salben, Ölen, Emulsions- und Ölbäder gepflegt werden. Für das Sonnenbad vorab UV-Schutzcremes und im Anschluss Feuchtigkeit sollte man spendende Lotionen verwenden. Nahrungsergänzungen wie Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente beugen Hautrötungen vor.

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