Kopfschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 24. Februar 2014

Als Kopfschmerzen (Cephalgie) werden Schmerzgefühle im Bereich des Kopfes bezeichnet. Kaum eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens ist so häufig und vielgestaltig wie Kopfschmerzen. Ebenso unterschiedlich sind auch die Bezeichnungen, die es in der Medizin für Kopfschmerzen gibt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Kopfschmerzen?

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Kopfschmerzen (Cephalgie) gehören zu den häufigsten Schmerzsymptomen überhaupt. Grundsätzlich beschränken sich Kopfschmerzen auf den Kopf und werden in variierenden Empfindungen des Schmerzen sowie mit oder ohne Begleiterscheinungen wahrgenommen.

An den Kopfschmerzen sind anatomische Bereiche wie zahlreiche Nerven, bestimmte Regionen des Schädels und die Hirnhäute sowie die für die Durchblutung des Kopfes und des Gehirns zuständigen Gefäße beteiligt.

Darüber hinaus können neben den Nerven des Kopfes ebenfalls die sogenannten Hirnnerven involviert sein. Neben den akuten werden gleichsam die chronischen Kopfschmerzen klassifiziert.

In Abhängigkeit von den in Frage kommenden und diagnostizierten Ursachen der Kopfschmerzen werden die Schmerzen sowohl in die primären (z.B. Migräne, Spannungskopfschmerz) als auch sekundären Kopfschmerzen (z.B. als Folge von Erkältung, Bluthochdruck, Sonnenstich) unterteilt. In diesem Zusammenhang werden bereits die ursächlichen Zusammenhänge durch die Benennung der Kopfschmerzen offensichtlich.

Je nach Art des Schmerzempfindens (dumpf, stechend, pochend) und Ort des Kopfes (Stirn, Hinterkopf) lassen sich verschiedene Kopfschmerzarten (Migräne, Spannungskopfschmerz) unterscheiden.

Ursachen von Kopfschmerzen

Als Gründe für die Entstehung von Kopfschmerzen kommen eine Vielzahl von Faktoren in Betracht. Neben Stress, mangelnder Bewegung, Muskelverspannungen im Rücken und Nacken sowie psychische Überbelastung verursachen einzelne Medikamente gleichsam Kopfschmerzen, auch nach dem Absetzen.

Mehr oder weniger bekannt sind Kopfschmerzen, die in Folge von Unfällen durch Schädigungen der anatomischen Elemente entstehen oder die typischen Spannungskopfschmerzen.

Auch bestimmte Blutungsvorgänge, entzündliche Prozesse der Gefäße bei der Migräne sowie nervale Ursachen für Kopfschmerzen werden beschrieben. Verschiedene andere körperliche Vorerkrankungen können ebenfalls Kopfschmerzen auslösen.

Einige andere Auslöser für Kopfschmerzen sind starke Reizungen der Nerven der Gaumen durch Kälte, eine Überanstrengung bei enormer körperlicher Belastung, ein zu niedriger oder zu hoher Blutdruck oder die Aufnahme verschiedener Kopfschmerzen auslösender Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Drogen.

Weitere mögliche Ursachen für Kopfschmerzen sind u.a.:

  • schlecht sitzende oder drückende Kopfbedeckungen oder Brillen

Diagnose und Verlauf von Kopfschmerzen

Aufgrund der der vielfältigen Ursachen für Kopfschmerzen erweist sich auch deren Diagnose häufig komplex. Das Patientengespräch (Anamnese) liefert dem Arzt, durch gezielte Fragestellungen, wichtige Hinweise bei der Ursachendiagnose. Hierbei interessiert den Arzt u.a.:

Wenn Kopfschmerzen zur Qual werden.
  • Wie ist die Art der Schmerzen: sind die Schmerzen stechend, drückend, ziehend, permanent, wiederkehrend, pochend, schubartig?
  • Wo treten die Schmerzen auf (z.B. Stirn, Schläfe, Hinterkopf)?
  • Seit wann bestehen die Schmerzen?
  • Wie ist die Intensität der Beschwerden (Schmerzskala)?
  • Treten die Schmerzen in bestimmten Situationen auf?
  • Treten die Kopfschmerzen zusammen mit anderen Beschwerden (Übelkeit, Sehstörungen, Missempfindungen etc.) auf?
  • Werden Medikamente eingenommen - falls ja, welche?
  • Hatten Sie in letzter Zeit übermäßigen Stress, Situationen starker emotionaler Belastung und/oder Schlafstörungen?

Zur weiteren Diagnostik können verschiedene Untersuchungsmethoden eingesetzt werden. Neben einer Blut- und Urinanalyse sowie einer Hirnstrommessung (EEG) können verschiedene bildgebende Verfahren, wie: Röntgen, CT, MRT, oder Ultraschall bei der Ursachenforschung helfen.

In den meisten Fällen treten Kopfschmerzen nur temporär auf, das heißt sie klingen nach einiger Zeit von allein wieder ab. Allerdings können die Schmerzen auch einen chronischen, also periodisch wiederkehrenden Verlauf nehmen. Bei der speziellen Form von Kopfschmerz, der Migräne, leiden die Betroffenen immer wieder unter anfallsartigen Schmerzattacken. In diesem Fall sollte eine entsprechende Schmerztherapie erfolgen.

Behandlung von Kopfschmerzen

Eine entsprechende Behandlung von Kopfschmerzen ist erst dann möglich, wenn die Auslöser und die Art der Kopfschmerzen bekannt sind. Neben einer für kurzzeitig auftretende Kopfschmerzen geeigneten medikamentöse Therapie durch allgemeine Schmerzmittel oder spezielle Arzneien werden ebenfalls Methoden wie Entspannungstechniken, physiotherapeutische Behandlungen, lindernde Bäder oder Elektro- und Wärmebehandlungen gegen Kopfschmerzen ausgeführt. Neben nichtsteroidalen Antiphlogistika und Analgetika werden autogenes Training, Yoga und eine Änderung der Lebensgewohnheiten empfohlen.

Darüber hinaus können Kopfschmerzen durch Verspannungen im Nacken oder Rückenleiden auftreten, die mit orthopädischen Maßnahmen wie örtlichen Betäubungen durch Spritzen therapiert werden müssen. Neben Medikamenten haben sich ausgleichende körperliche Aktivitäten bewährt.

Handelt es sich um die sogenannten vaskulär bedingten Kopfschmerzen, dann sind Medikamente mit Ergotaminen indiziert. In einigen Fällen sind sogar antidepressiv wirkende Medikamente hilfreich. Sind alle konventionellen Methoden wirkungslos und die Kopfschmerzen gehen nicht vorüber, werden in hartnäckigen Fällen operative Eingriffe durchgeführt, um die Leitung der Schmerzen über die Nervenbahnen auszuschalten.

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Vorbeugung von Kopfschmerzen

So vielschichtig wie die Kopfschmerzen und die Therapien selbst, so unterschiedlich sind auch die vorbeugenden Maßnahmen.

Eine diagnostische Abklärung der möglichen Ursachen ist zunächst der beste Weg, um den Kopfschmerzen vorzubeugen, weil die Auslöser ausgeschaltet werden können.

Meist können die Kopfschmerzen schon durch bessere Lebensumstände beseitigt werden. Der Tagesrhythmus, die Vermeidung von Stress, viel körperliche Bewegung, ausreichend Schlaf und ein gutes Wohlbefinden vermeiden häufig Kopfschmerzen.

Außerdem können medizinische Voruntersuchungen wie röntgenologische Verfahren, Ultraschall oder EEG abnorme Ursachen wie unklare Blutungen oder Tumore im Kopf aufzeigen.

Ebenso liegen stoffwechselbedingte Auslöser und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vor. Diese müssen medizinisch behandelt werden und die Kopfschmerzen treten gar nicht erst auf. Bei der Einnahme von speziellen Medikamenten kann ein Wechsel vorbeugend wirken.

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