Muskelschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Dezember 2016
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Als Muskelschmerzen (Myalgie) bezeichnet man ziehende, stechende und krampfhafte Schmerzempfindungen in der Muskulatur. In der Regel sind Muskelschmerzen unbedenklich. Auslöser sind oft Muskelverletzungen wie Muskelfaserriss, Muskelkater, Muskelkrampf oder Muskelverspannungen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Muskelschmerzen (Myalgie)?

Der medizinische Begriff für Muskelschmerzen lautet Myalgie. Dieser setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „myos“ für Muskel sowie „algos“ für Schmerz.

Für den Körper sind alle Schmerzen ein wichtiges Signal. So können unterschiedliche Reize Schmerzen auslösen, wie beispielsweise ein Druck oder Stoß sowie Wärme und Kälte. Diese Reizempfindungen werden mittels der Schmerzrezeptoren, die in der Haut sowie auch in Muskeln, Bändern und Sehnen liegen, übertragen.

Wird ein Schmerzreiz an das Gehirn übermittelt, wird dieses zunächst als ein wertfreies Signal übermittelt. Im Gehirn bzw. im zentralen Nervensystem wird alsdann das Signal zu einer unangenehmen Empfindung an der entsprechenden Stelle.

Ein akut auftretender Muskelschmerz klingt in der Regel nach kurzer Zeit (z.B. nach der Belastung) wieder ab. Der chronische Muskelschmerz hingegen kann über viele Wochen hinweg andauern.

Ursachen

Treten Muskelschmerzen im Rahmen einer Muskelverspannung auf, ist der Spannungszustand im Muskel meist erhöht. Infolge dessen ist der Muskel verkürzt und fühlt sich zunehmend hart an. Dieser Zustand wird auch als Muskelhartspann bezeichnet. Oftmals lassen sich die tastbaren Knötchen oder Wulste nicht vollständig wegmassieren.

Häufige Ursachen für diese Muskelverspannungen können zum Beispiel Stress, falsche Bewegungen oder Bewegungsmangel sein. Aber auch ein ungenügendes Aufwärmen und Abwärmen beim Fitness oder Sport kann die Ursache für Muskelverspannungen sein.

Muskelschmerzen können auch als Symptom einer bestehenden Erkrankung auftreten, beispielsweise bei unterschiedlichen Infektionskrankheiten. In seltenen Fällen sind Krankheiten, wie zum Beispiel Arthrose für Muskelschmerzen verantwortlich.

Symptome und Verlauf

Muskelschmerzen können an einer bestimmten Stelle oder ausgebreitet am ganzen Körper auftreten. Da der Mensch über 600 Muskeln besitzt, kann jeder dieser Muskeln grundsätzlich auch wehtun. Auch die Art der Schmerzen kann vielfältig sein. Häufig klagen Betroffene über ein ziehendes, stechendes oder brennendes Schmerzempfinden. Der Schmerz kann aber auch als dumpfes Druckgefühl in der entsprechenden Muskulatur wahrgenommen werden.

Auf Dauer können Muskelverspannungen nicht nur Muskelschmerzen, sondern auch Kopfschmerzen sowie ein Schulter-Arm-Syndrom verursachen. Akute Muskelschmerzen haben in der Regel eine begrenzte Dauer und klingen schnell wieder ab. Bestehen die Muskelschmerzen länger als 6 Monate, wird von chronischen Muskelschmerzen gesprochen. So können chronische Muskelschmerzen ein Schmerzsyndrom darstellen.

Diagnose

Die Diagnose sowie die entsprechende Behandlung von Muskelschmerzen gelingt in den meisten Fällen in einem ärztlichen Gespräch anhand der geschilderten Symptome sowie anhand der Krankheitsgeschichte. In vielen Fällen sind Muskelverspannungen, Übertraining (Muskelkater) oder Sportverletzungen (z.B. Prellung, Bluterguss) der Grund für Muskelschmerzen. Um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen, können weitere Untersuchungen, wie beispielsweise Röntgen oder Ultraschall vorgenommen werden.

Behandlung und Therapie

Die Therapie der Muskelschmerzen hängt von den entsprechenden Beschwerden bzw. Symptomen ab. Aus diesem Grund ist es immer ratsam, die Ursache von einem Arzt abklären zu lassen.

Sollten die Muskelschmerzen nicht auf eine Muskelverspannung oder eine Muskelverletzung zurückzuführen sein und ist demzufolge eine Erkrankung für die Beschwerden erforderlich, zielt die Therapie meist auf die Heilung der Krankheit ab.

Zudem können auch bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Antibiotikum Penicillin Muskelschmerzen hervorrufen. Mit Absprache des Arztes können diese Medikamente dann abgesetzt werden. Bei akuten Muskelschmerzen sind zur Therapie Schonung und Ruhe empfehlenswert.

Auch auf Sport sollte zunächst verzichtet werden. Auch eine sofortige Kälteanwendung auf der entsprechenden schmerzenden Stelle kann Abhilfe schaffen. Verspannungen lassen sich im Anfangsstadium gut behandeln, sodass ein möglicher chronischer Verlauf ausgeschlossen werden kann.



Vorbeugung

Da Muskelschmerzen bzw. Muskelverspannungen oftmals durch Bewegungsmangel entstehen, kann diesen mit regelmäßigem Sport oder Fitness vorgebeugt werden. Eine gesunde Ernährung sowie das Vermeiden von Übergewicht kann ebenfalls vorbeugen. Zudem sind Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga oder autogenes Training empfehlenswert.

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