Arthrose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. April 2015
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Arthrose (Gelenkverschleiß) bezeichnet eine übermäßige Abnutzung von Gelenkknorpel. In den meisten Fällen wird Arthrose durch eine falsche oder übermäßige Belastung (Übergewicht) ausgelöst. Der Verschleiß kann verschiedene Gelenke (z.B. Knie, Hüfte) betreffen und sich auch auf Knochen, Muskulatur und Bänder ausdehnen. Arthrose ist nicht heilbar. Allerdings kann das Fortschreiten der Krankheit durch eine frühzeitige Therapie eingedämmt und die Beschwerden gelindert werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Arthrose?

Arthrose oder Gelenkverschleiß ist eine häufig vorkommende Gelenkerkrankung. Bei der Arthrose wird die Knorpelschicht im Gelenk zerstört. Es kommt zur Entzündung des betroffenen Gelenks. Als Folge ist Bewegung dann nur noch unter Schmerzen möglich.

Die Arthrose ist ein schleichender Prozess, welcher mit dem langsamen Abbau des Knorpels beginnt. Schreitet dieser weiter voran, spüren die Patienten Schmerzen in den betroffenen Gelenken.

Im weiteren Verlauf schließlich können sich die Gelenke versteifen oder gar verformen. Im Endstadium schließlich kann das betroffene Gelenk vollkommen verknöchern.

Die Schmerzen bei einer Arthrose verschlimmern sich meist bei einem Wetterumschwung. Vor allem bei kalter und feuchter Witterung klagen die Patienten vermehrt über Gelenkschmerzen.

Alle ruckartigen Bewegungen sollten weitestgehend vermieden werden - eine gewisse sportliche Betätigung wie Schwimmen oder Radfahren jedoch kann helfen, den Verlauf der Arthrose günstig zu beeinflussen. Ebenso kann sich die Arthrose durch einen Bluterguss oder eine Schwellung bemerkbar machen.

Um die Arthrose zu diagnostizieren, reichen meist schon Röntgenaufnahmen aus. Auch eine Ultraschalluntersuchung, ein MRT oder ein CT werden in Einzelfällen jedoch angeordnet.

Ursachen

Arthrose kann grundsätzlich alle Gelenke betreffen, am häufigsten jedoch leiden Knie- und Hüftgelenke. Grund ist, dass hier besonders viel Körpergewicht auf den Gelenken lastet und diese daher stark beansprucht werden.

Neben einer falschen oder zu starken Belastung als Hauptursache für die Arthrose kommen auch noch andere Ursachen infrage. So können beispielsweise Sportverletzungen wie ein Kreuzbandriss oder angeborene Defekte des Knorpels eine Arthrose auslösen.

Tritt Arthrose bereits im Kindesalter auf, kann man davon ausgehen, dass Fehlstellungen der Beine wie eine X-Stellung die Ursache für die Erkrankung ist. Auch bei unterschiedlich langen Beinen ist die Arthrose keine Seltenheit.

Menschen, die an Übergewicht leiden, sind deutlich häufiger von Arthrose betroffen - ganz einfach aus dem Grund, weil die Gelenke stärker arbeiten müssen. Auch andere Erkrankungen wie Gicht oder Diabetes können als Folgeerscheinung eine Arthrose mit sich bringen.

Das Risiko, an Arthrose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Bei den über 70-jährigen sind immerhin über 80 Prozent von Arthrose betroffen, wobei Frauen prozentual gesehen häufiger an einer Arthrose erkranken.

Arthrose kann eine Arthritis hervorrufen. Links: gesundes Gelenk Mitte: Athritis (Gelenkentzündung) Rechts: Arthrose (Knorpelverschleiß im Gelenk)

Symptome und Verlauf

Typische Symptome von Arthrose:

Eine Arthrose beginnt meist mit unspezifischen und intervallartigen Symptomen. Typische Anzeichen sind Spannungen, Steifheit und schubweise Schmerzen in den betroffenen Gelenken.

Häufig leiden die Betroffenen unter so genannten Startschwierigkeiten (Belastungs- bzw. Anlaufschmerzen). Das bedeutet, das sich der plötzlich auftretende Schmerz am Anfang einer Bewegung (z.B. Gehen, Treppensteigen) nach und nach verflüchtigt.

Mit Fortschreiten der Krankheit und weiterer Abnutzung der Gelenke nehmen auch die Schmerzen in den betroffenen Regionen deutlich zu. Sind anfangs vor allem gleitende Bewegungen (Schwimmen, Radfahren) noch schmerzfrei, treten im späteren Stadium der Krankheit auch während Ruhephasen starke Schmerzen auf.

Diagnose

Bei der Arthrose kommen verschiedene ärztliche Diagnosemethoden zum Einsatz. Zunächst macht der Arzt eine Anamnese – er führt ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten. Dabei stellt der Arzt Fragen zur Häufigkeit und Art der Beschwerden, zum Beispiel, ob die Schmerzen bei bestimmten Bewegungsabläufen oder Tageszeiten verstärkt vorhanden sind.

Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung des betroffenen Gelenks. Zur weiteren Diagnose folgen in der Regel bildgebende Verfahren, wie eine Röntgenuntersuchung, eine Computertomographie oder eine Magnetresonanztomographie (MRT). Dadurch werden die typischen Anzeichen der Arthrose, wie eine Verkleinerung des Gelenkspalts, Knochendeformierungen oder -verdichtungen sichtbar.

In einigen Fällen wird eine minimalinvasive Gelenkspiegelung (Arthroskopie) durchgeführt. Auch eine Sonographie oder eine Szintigraphie kommt zum Einsatz, um vorhandene Entzündungsprozesse bei der Arthrose besser diagnostizieren zu können.

Behandlung und Therapie

Da die Arthrose ein langwieriger Prozess ist, der im Anfangsstadium meist gar nicht wahrgenommen wird, kann man diesen auch bei leichten Schmerzen noch gut hinauszögern.

Wurde die Arthrose festgestellt, gilt es nun, die Schmerzen weitestgehend einzudämmen. Dies geschieht in der Regel mit Medikamenten, doch auch Gelenkspülungen oder -injektionen haben sich bereits gut bewährt.

Eine gezielte Krankengymnastik und Gesundheitssport in Verbindung mit gelenkschonenden Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren kann weiterhin helfen, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen. Auch Wärme- oder Kältebehandlungen haben sich bewährt - hier allerdings reagiert jeder Patient unterschiedlich.

Die Arthrose kann zwar in ihrem Verlauf beeinflusst, meist aber nicht gestoppt werden. Als letzter Ausweg bleibt in der Regel nur ein künstliches Gelenk. Mittlerweile ist dies nahezu eine Routineoperation und die künstlichen Gelenke halten ohne Probleme 15 bis 20 Jahre.

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Vorbeugung

Grundsätzlich ist es wichtig, auf sein Körpergewicht zu achten. Immerhin haben stark übergewichtige Personen ein deutlich höheres Risiko, an Arthrose zu erkranken.

Alle gelenkschonenden Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren eignen sich hervorragend, um einer Arthrose vorzubeugen. Insbesondere glenkbelastende Sportarten sind zu vermeiden. In diesem Zusammenhang sind besonders aprupte Bewegung sowie das Abstoppen für die Gelenke belastend.

Entscheidend ist ebenso der Bodenbelag des Sportplatzes oder der Sporthalle, der den Verschleiß der Gelenke massiv belasten kann. Dabei sollte z.B. Hallenfussball vermieden werden.

Bei erblich vorbelasteten Personen empfiehlt es sich zudem, eine Ultraschalluntersuchung vornehmen zu lassen - Deformationen des Gelenks können so frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.

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