Ausschlag am Hals

Letzte Aktualisierung am 19. Januar 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Ein Ausschlag am Hals ist eine Reaktion der Haut auf eine Vielzahl von Ursachen. Stress, Allergie, Akne, bakterielle oder virale Infektionen und vieles mehr können Ausschläge am Hals verursachen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Ausschlag am Hals?

Es gibt viele Ursachen für einen Ausschlag am Hals. Häufig kommt es zum Juckreiz, der sehr unangenehm sein kann. In der Regel verschwindet der Ausschlag nach einiger Zeit wieder.

Ein Ausschlag am Hals ist eine Reaktion der Haut im Halsbereich, meist durch eine rötliche Hautflecken, Jucken und Schmerzen zu erkennen. Ausschläge am Hals unterscheiden sich in Erscheinung und Symptomen je nach der darunterliegenden Ursachen. So können sie auch weiß oder violett sein, sich abheben, wellig sein oder vollkommen flach.

Die Ausschläge können partiell und als Punkte auftreten oder größere Flächen gleichmäßig bedecken. Hautzellen können sich auch ablösen. Ausschläge am Hals treten häufig auf bei Akne, Dermatitis, allergischen Reaktionen und Entzündungen.

Die meisten Ausschläge am Hals verursachen keinen bleibenden Schaden und gehen von allein zurück oder durch die Behandlung verschrieben durch den Arzt. Einige Ausschläge sind jedoch eventuell Symptom einer ernsthaften Krankheit, bspw. Meningitis oder einer heftigen Allergie und einer Anaphylaxie. Im letzteren Fall schwillt auch bald das Gesicht an und/oder das Atmen wird schwerer. Notärztliche Hilfe ist vonnöten.

Ursachen

Ein Ausschlag am Hals kann durch viele Ursachen hervorgerufen werden. Dazu zählen: Infektionen, Entzündungen, allergische Reaktionen, Autoimmun-Reaktionen. Ein akuter Ausschlag kann hervorgerufen werden durch eine Allergie oder ist eine Sensibilität gegen eine bestimmte Substanz, wie Schmuck, Nahrungsmittel oder Medikamente. Ein länger anhaltender Ausschlag ist eventuell die Folge einer Entzündungserkrankung.

Infektiöse Ursachen von Ausschlägen am Hals sind: bakterielle Infektion, Windpocken, Follikulitis, Ringelflechte, Herpes, Impetigo (Eiterflechte), Masern, Gürtelrose. Allergische Reaktionen treten häufig auf beim Tragen von bestimmten Metallschmuck (bspw. Nickel).

Bei einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel (Nüsse, Laktose, etc.) oder Medikamente. Doch auch Akne, Stress oder Hitze (Hitzepickel) kann einen Ausschlag am Hals auslösen. Lebensbedrohliche Ursachen sind: Kokardenerythem, Meningitis, schwere allergische Reaktionen, schwere Reaktion auf Drogen oder Medikamente.

Krankheiten

Typische Krankheiten mit Ausschlag am Hals:

Diagnose und Verlauf

Um die Ursache des Ausschlags am Hals zu diagnostizieren, wird der Arzt dem Betroffenen eine Reihe von Fragen stellen, die in Verbindung zu den Symptomen stehen. Vollständige und detaillierte Antworten auf diese Fragen zu geben, hilft dem Arzt eine treffende Diagnose zu stellen.

Fragen könnten sein: Beschreiben Sie den Ausschlag, wie sieht er aus, wie fühlt er sich an? Entwickelte sich der Ausschlag schnell oder langsam, ist er konstant oder schwankt er in Intensität? Geht der Ausschlag vom Hals über in andere Regionen? Verstärkt sich der Ausschlag bei bestimmten Aktivitäten (wie z.B. Essen)? Wann erschien der Ausschlag das erste Mal? Hatten Sie davor schon einmal einen Ausschlag? Haben Sie weitere Symptome? Kamen Sie in letzter Zeit in Kontakt mit einer für Sie unüblichen Umgebung oder Materialien,Pflanzen oder Chemikalien? Waren Sie in einem anderen Land oder haben neue Medikamente oder Präparate eingenommen?

Behandlung und Therapie

Es liegt auf der Hand, dass die Behandlung eines Ausschlags am Hals abhängig ist von seiner Ursache. So kann eine gereizte Rötung die Reaktion des Körpers auf eine Stresssituation sein. Falls möglich sollte der Betroffene einen Gang zurückschalten. Wenn der Stress überwunden ist, geht in der Regel auch der Ausschlag.

Tiefer sitzende psychologische Probleme können ebenfalls Ausschläge hervorrufen. Psychosomatische Gründe können mit einer psychologischen Therapie geklärt werden.

Ist der Ausschlag am Hals Symptom einer Anaphylaxie, treten in der Regel noch weitere schwerere Symptome auf. Diese sollten so schnell wie möglich in der Notaufnahme behandelt werden, da sie im schlimmsten Fall zum Tod führen können. Die Ärzte werden dort für eine Stabilisation des Kreislaufs z.B. durch Beatmung sorgen.

Falls der Ausschlag sich als Akne erweist, kann der Hautarzt eine Vielzahl von möglichen Behandlungen verschreiben, die die Talgproduktion der Hautdrüsen normalisiert.

Bei einer allergischen Reaktion ist es ratsam, das Allergen festzustellen und den Kontakt zu vermeiden. Wenn dies geschehen ist und die meist harmlose Reaktion auf der Haut akut behandelt werden soll, ist es das Beste, die Haut trocken und kühl zu halten.

Die Betroffenen sollten einen antibakteriellen Hautreiniger benutzen und anschließend eventuell Aloe Vera auftragen, um die Haut zu entspannen. Auch kühle Kompressen lindern die Rötung.

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Vorbeugung

Falls man zu Ausschlägen am Hals neigt, die durch bestimmte Ursachen einsetzen, sollte man diese als Vorbeugung natürlich vermeiden. Bei einer Lebensmittelallergie sollte man darauf achten, was man zu sich nimmt, um eine Reaktion des Körpers zu vermeiden.

Reagiert man negativ auf den Kontakt mit bestimmten Metall, ist die einzige Vorbeugung den Kontakt mit diesem Metall zu umgehen. Ähnliches gilt für Stress. Bakteriellen oder viralen Ursachen hingegen lässt sich nur schwer vorbeugen; hier gilt ein schnelles Erkennen und Behandeln.

Bücher über Hautausschlag

Quellen

  • Furter, S., Jasch, K.C.: Crashkurs Dermatologie. Urban & Fischer, München 2007
  • Dirschka, T., Hartwig, R., Oster-Schmidt, C. (Hrsg.): Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer, München 2010
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2013
  • Rassner, G.: Dermatologie – Lehrbuch und Atlas. Urban & Fischer, München 2009
  • Herold, S.: 300 Fragen zur Pubertät. Graefe und Unzer, München 2008
  • Ellsässer, S.: Körperpflege und Kosmetik. Springer, Berlin 2008
  • Abeck, D.: Häufige Hautkrankheiten in der Allgemeinmedizin: Klinik, Diagnose, Therapie, Springer Verlag, 2. Auflage, 2011
  • Abeck, D. & Cremer, H.: Häufige Hautkrankheiten im Kindesalter: Klinik - Diagnose - Therapie, Springer Verlag, 3. Auflage, 2006

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