Menstruationsbeschwerden

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. Februar 2015
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Menstruationsbeschwerden - Wo kommen sie her, was kann man dagegen tun? Menstruationsbeschwerden kennen alle Frauen und begleiten sie von ihrer ersten Periode bis zur Menopause. Bei manchen Frauen sind die Menstruationsbeschwerden eher schwach und nicht sehr schmerzvoll, für andere Frauen stellen sie einen erheblichen Leidensdruck dar.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Menstruationsbeschwerden?

Unter Menstruationsbeschwerden versteht man die Symptomatik (Beschwerdebild), die die Zeit vor und während der Periode begleitet. Das sogenannte PMS (prämenstruelles Syndrom) gehört ebenso dazu wie die Regelschmerzen (Dysmenorrhoe) während der Blutung.

Die einzelnen Symptome sind so vielfältig, dass sie kaum alle aufgezählt werden können. Die Medizin zählt mittlerweile über 100 dieser Menstruationsbeschwerden und nicht alle sind immer eindeutig zuzuordnen. Zu den klassischen Symptomen zählen u.a.: Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl.

Ursachen

Wodurch Menstruationsbeschwerden wie das PMS genau entstehen, ist sich die Forschung nicht einig, jedoch scheint es mit dem veränderten Hormonstatus kurz vor der Menstruation im Zusammenhang zu stehen.

Warum eine Frau Menstruationsbeschwerden wie die Dysmenorrhoe hat, ist jedoch leicht zu erklären: Eine gesunde Gebärmutter bereitet sich jeden Zyklus erneut auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) baut sich auf und wird, sofern keine Schwangerschaft vorliegt, nach dem Eisprung wieder abgebaut und abgestoßen. Zu diesem Zeitpunkt werden im Endometrium sogenannte Prostaglandine gebildet.

Dies sind Hormone, die für eine Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur sorgen und den Abtransport des abgestoßenen Gewebes fördern und so Menstruationsbeschwerden auslösen.

Symptome und Verlauf

Die Symptomatik der Menstruationsbeschwerden ist sehr vielschichtig. Zu den häufigsten Menstruationsbeschwerden gehören Regelschmerzen wie Unterleibskrämpfe und Rückenschmerzen, die kurz vor und während der ersten Tage der Menstruation am stärksten sind und durch die Gebärmutterkontraktionen ausgelöst werden. Oft leiden die Frauen auch unter Durchfall, Übelkeit oder Müdigkeit.

Alle weiteren Symptome und Menstruationsbeschwerden der PMS und der Dysmenorrhoe sind oft psychischer Natur, da sich die Frauen unwohl fühlen und so reizbarer und sensibler sind. Es gibt Frauen, die aufgrund ihrer Menstruationsbeschwerden für einige Tage im Monat kaum oder nur bedingt arbeitsfähig sind und sich ernsthaft krank fühlen. Auch Frauen, die zu Kopfschmerzen und hormoneller Migräne neigen, sind in dieser Zeit stark gefährdet und betroffen. Meist klingen diese Menstruationsbeschwerden jedoch nach wenigen Tagen komplett ab.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Menstruationsbeschwerden ist ebenso unterschiedlich wie die Symptome selbst. Ausruhen und Entspannung können dem Allgemeinbefinden sehr zuträglich sein, warme Bäder können die Krämpfe und Bauchschmerzen lindern und lange Spaziergänge und Bewegung der Muskelentspannung dienen.

Auch eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen auf den Unterbauch helfen gegen Menstruationsbeschwerden wie Gebärmutterkrämpfe und eventuelle Verdauungsstörungen. Massagen helfen bei unangenehmen Verspannungen und Schmerzen im unteren Rücken und steigern das Wohlbefinden der Frauen.

Auch die Einnahme von Magnesium oder Eisen lindert oft die Symptome und Menstruationsbeschwerden, da Magnesium krampflindernd wirkt und Eisen der Abgeschlagenheit und Müdigkeit entgegenwirken kann, wenn durch die Blutung zu viel Eisen ausgeschieden wurde.

Wenn Frau aufgrund ihrer Menstruationsbeschwerden jedoch nicht auf Medikamente verzichten kann, sollte sie darauf achten, welche Tabletten und Wirkstoffe sie einsetzt.

ASS (Acetylsalicylsäure) beispielsweise verdünnt das Blut und kann die Blutungen und Menstruationsbeschwerden noch verstärken und auch Paracetamol wirkt nur bedingt auf die durch die Prostaglandine ausgelösten Kontraktionen. Am besten hat sich Butylscopolaminiumbromid bewährt, der gezielt bei Menstruationsbeschwerden aller Art wirkt.

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Vorbeugung

Auch wenn Menstruationsbeschwerden Frauen oft wie eine Krankheit erscheinen, gibt es leider keine vorbeugenden Maßnahmen gegen sie. Leiden Frauen sehr stark unter den Menstruationsbeschwerden, ist es vielleicht ratsam, eine Schmerzmitteltherapie kurz vor Einsetzen der Periode zu beginnen oder einen Arzt zu konsultieren, um die Menstruationsbeschwerden in den Griff zu bekommen. Ansonsten helfen leider nur viel Entspannung und Durchhaltevermögen - und die Gewissheit, mit diesen Menstruationsbeschwerden nicht alleine zu sein.

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