Massage

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 28. November 2016
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Die Massage ist eine Methode der physikalischen Therapie. Durch äußerlichen Kontakt mit der Haut wirkt eine Massage durch die Kräfte von Druck und Zug sowie in einigen Fällen auch der Temperatur. Die Kraftübertragung geschieht bei den meisten Arten der Massage mit den Händen, selten setzt der Therapeut auch seine Füße oder den ganzen Körper ein.

Inhaltsverzeichnis

Funktion und Wirkung

Eine Massage kann auch mit speziellen Apparaturen erfolgen. So gibt es Liegen, die eine Massage durch elektrische Vibrations-Elemente automatisch durchführen. Die Massage ist ein sehr altes Heilverfahren und kam schon in antiken Hochkulturen auf. Die Ärzte des Altertums entwickelten bereits klar umschriebene Handgriffe als Behandlungsvorschriften.

Die Wirkung der Massage ist auf einzelne Organe oder den gesamten Körper und auch die Seele gerichtet. Durch Knetungen erreicht der Therapeut tiefer liegende Gewebe und zielt so auf eine Muskelentspannung und Schmerzlinderung ab. Die Zerstreuung körpereigener Schmerz-Substanzen wirken fördernd auf den Heilungsprozess.

Während der Massage können Sehnen gestreckt und Gelenke gelockert werden. Die verbesserte Durchblutung der Haut und Muskeln verstärken die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch die Zirkulation der Lymph-Flüssigkeiten kann eine Massage verbessern und so unerwünschten Wasseransammlungen im Bindegewebe bekämpfen.

Mit einer gezielten Reizung bestimmter Nervenpunkte ist es sogar möglich, die inneren Organe mit einer Massage zu beeinflussen. So kann der Therapeut die Behandlung internistischer Krankheiten unterstützen.

Jede Massage wirkt auch auf psychosomatische Weise. Der Patient empfindet eine wohltuende Entspannung, wodurch gleichzeitig verschiedene Körperfunktionen beeinflusst werden. Auch dadurch fördert eine Massage die allgemeine Entkrampfung des gesamten Skelett-Apparates. Für den Kreislauf ist die Senkung von Puls und Blutdruck durch den psychischen Effekt einer Massage ebenfalls von Bedeutung.

Bei der Massage werden Muskeln mit Knet-, Streich- und Klopfbewegungen bearbeitet.

Formen und Typen

Die sehr vielfältigen Formen der Massage unterteilen Therapeuten in Teil- und Ganzkörpermassagen. Am meisten verschreiben Ärzte Teilkörpermassagen der klassischen oder schwedischen Art. Hier stehen oft die Wirbelsäule oder die Gelenke im Mittelpunkt, manchmal unterstützt durch spezielle Sportmassagen.

Die Lymph-Drainage ist eine Massage, die im Bereich der inneren Medizin zum Einsatz kommt. Traditionelle Varianten der Massage kamen aus dem asiatischen Raum nach Europa. Bekannt ist die Thai- oder auch die Ayurveda-Massage. Die Reflexzonen-Massage ist der Akupunktur angelehnt. Wärme kann ein Bestandteil der Behandlung sein wie dies bei der Hot-Stone-Massage oder manchen Wasserstrahl-Massagen der Fall ist. Bei Ganzkörpermassagen steht der psychosomatische Aspekt im Vordergrund.

Massagen in der Therapie

Besonders in der Orthopädie ist die Massage ein wichtiges Element der Behandlung. Der Patient sucht mit dem Rezept einen niedergelassenen Physiotherapeuten auf. Die Massage steht oft im Zusammenhang mit einer krankengymnastischen Behandlung. Einleitend erfahren erkrankte Gelenke und die Wirbelsäule eine Lockerung durch die Massage. Das schafft bessere Voraussetzungen für die folgende Mobilisation.

Große Bedeutung hat die Massage auch als Anschlussheilbehandlung und ist daher in Rehabilitationskliniken eine tragende Säule der Therapie. Während einer Kur erhalten die Patienten Unterwasserdruckstrahlmassagen, wenn sie unter Arthrosen oder Rheuma leiden. In Akutkrankenhäusern spielt die Lymphdrainage eine bedeutende Rolle.

Diese Form der Massage setzen Ärzte nach Unfällen und Operationen ein, um Schwellungen im Umfeld der Gewebsverletzungen zu behandeln. Die Kontraindikation einer Massage liegt stets im Ermessen des behandelnden Arztes: So können Muskelfaserrisse oder Gefäßveränderungen eine Massage in Frage stellen. Auch eine Reihe von Hauterkrankungen schließt eine Massage oft aus.



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