Kehlkopfentzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2016
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Die Kehlkopfentzündung wird von den Medizinern auch als Laryngitis bezeichnet und ist eine ernst zu nehmende Erkrankung der Kehlkopfschleimhaut, die unbedingt behandelt werden sollte. Bei dieser ist ein Teil des Kehlkopfes durch Viren oder Bakterien entzündet.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Kehlkopfentzündung?

Bei der Kehlkopfentzündung unterscheidet man zwei Formen der Erkrankung: die akute und die chronische Kehlkopfentzündung.

Während die akute Kehlkopfentzündung meist als Begleiterscheinung einer Erkältung auftritt, kann sich diese schnell zu einer chronischen Kehlkopfentzündung entwickeln, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Daher sollte man bereits bei den ersten Anzeichen dieser Erkrankung unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Starke Raucher und Männer zwischen 50 und 60 Jahren sind von einer Kehlkopfentzündung übrigens besonders häufig betroffen - generell kann diese aber in jedem Alter auftreten.

Immerhin bei jedem fünften Patienten entwickelt sich aus einer akuten eine chronische Kehlkopfentzündung. Dies ist darum so gefährlich, weil man hier häufig schon von einer Krebsvorstufe spricht und Kehlkopfkrebs entstehen kann.

Anatomie des Kehlkopfes.

Ursachen

Grippe- und Erkältungsviren sind die häufigsten Auslöser für eine Kehlkopfentzündung. Auch eine Infektion mit Bakterien, etwa mit Pneumokokken, kann zu einer Kehlkopfentzündung führen. Sind solche Bakterien oder Viren die Ursache für die Erkrankung, ist diese durchaus ansteckend. Vor allem im Winter sollte man sich daher besonders vorsehen.

Die Gründe für eine chronische Kehlkopfentzündung wiederum sind oft tiefliegender. Eine übermäßige Belastung kann zu dieser Erkrankung ebenso führen wie das ständige Einatmen von Schadstoffen. Auch trockene und staubige Luft jedoch kann eine Kehlkopfentzündung auslösen.

Experten gehen weiterhin davon aus, dass auch die sogenannte Refluxkrankheit eine Kehlkopfentzündung bedingen kann. Bei dieser Erkrankung gelangt der Inhalt des Magens zurück in die Speiseröhre.

Während einer Schwangerschaft kann es ebenfalls zu Veränderungen am Kehlkopf kommen, die häufig mit einer Kehlkopfentzündung verwechselt werden. Nach der Entbindung jedoch verschwinden diese Symptome von alleine wieder.

Symptome und Verlauf

Mögliche Anzeichen bei Kehlkopfentzündung:

  • Anschwellen der Kehlkopfschleimhaut

Eindeutiges Symptom sowohl einer akuten als auch einer chronischen Kehlkopfentzündung ist die Heiserkeit. Diese kann sich auf verschiedene Art und Weise auswirken und von einer rauen Stimme bis zum völligen Stimmverlust reichen.

Auch Husten tritt bei vielen Betroffenen vermehrt auf. Schmerzen sind eher selten, können jedoch auch einige Patienten betreffen. Manche Patienten wiederum berichten neben unerklärlichen Halsschmerzen auch von einem Fremdkörpergefühl. Trockener Husten und eventuell sogar Fieber sind weitere Symptome, die auftreten können.

Entzündung der Kehlkopfschleimhaut (Kehlkopfentzündung).

Behandlung und Therapie

Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten, wird der behandelnde Arzt zunächst herausfinden wollen, ob es sich um eine chronische oder eine akute Kehlkopfentzündung handelt. Meist ist dies bereits anhand der Symptome erkenntlich, in einigen Fällen wird jedoch auch eine Spiegelung des Kehlkopfes nötig.

Hier unterscheidet man die direkte und die indirekte Spiegelung des Kehlkopfes - die direkte Kehlkopfspiegelung ist nur unter Narkose möglich. Wenn die Heiserkeit bereits länger als drei Wochen anhält, wird der Arzt auch Gewebeproben entnehmen, die im Labor untersucht werden. Meist werden während einer Kehlkopfentzündung Antibiotika verschrieben - diese helfen sehr gut.

Während einer Behandlung ist es zudem äußerst wichtig, dass die Betroffenen ihre Stimme schonen, denn nur so ist ein Behandlungserfolg garantiert. Inhalationen mit schleimlösenden Mitteln können während der Behandlung einer Kehlkopfentzündung zusätzlich fördernd wirken.

Darüber hinaus gibt es weitere sinnvolle Hausmittel, etwa warme Halsumschläge oder ein Getränk aus Ingwer und Honig. Tabak, Alkohol und scharfe Gewürze sollten während einer Kehlkopfentzündung unbedingt gemieden werden.

Generell kann man einer Kehlkopfentzündung kaum vorbeugen. Ratsam ist es natürlich, sein Immunsystem durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung zu stärken. Dies ist daher so wichtig, weil eine Kehlkopfentzündung meist in Verbindung mit Erkältungen auftritt.



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