Heiserkeit

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 8. Oktober 2016
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Heiserkeit ist ein Reizzustand des Rachen- und Halsraums. Genau gesagt handelt es sich um eine Reizung oder Überlastung der Stimmbänder bzw. Stimmlippen (z.B. durch Schreien). Heiserkeit sorgt häufig dafür dass sich die Stimme verändert und die Schleimhäute schmerzen. In einigen Fällen kann sogar ein vorübergehender Stimmverlust drohen. Oft handelt es sich dabei um das Leitsymptom einer klassischen Erkältung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Heiserkeit?

Heiserkeit beschreibt den Zustand der Schleimhäute im Bereich des Rachens und des Halses, die dafür sorgen, dass die Stimme krächzt und erkältet klingt. Das kann bereits bei einer einfachen Überlastung der Stimmbänder auftreten.

Oft spricht man im Volksmund auch dann von Heiserkeit, wenn sich die Stimme aufgrund einer Erkältung verändert, weil die Nase verstopft ist und der Hals kratzt. Tätigkeiten, die die Stimme intensiv in Anspruch nehmen und belasten, sind bei Heiserkeit nicht mehr möglich, das betrifft selbst lautes Sprechen.

Deshalb sind vor allem Schüler, Studierende, Lehrer bzw. Menschen, die beruflich bedingt vor anderen sprechen oder singen müssen, häufig von Heiserkeit betroffen.

Ursachen

Die Ursache der Heiserkeit kann bereits darin liegen, dass man die Stimmbänder überlastet hat. Wer beispielsweise einen langen Vortrag vor anderen halten, vorsingen oder einfach nur über lange Zeit laut sprechen oder schreien musste, kann am Folgetag oder direkt danach die Heiserkeit bemerken.

Es handelt sich dann um die einfache Überlastung der Stimmbänder, die schnell wieder verschwunden ist. Oft liegt Heiserkeit auch an einer Entzündung im Sinne einer Erkältung. Diese muss sich nicht einmal hauptsächlich im Halsbereich befinden - selbst, wenn die Nase verstopft ist, entsteht eine Heiserkeit, die zumindest die Mitmenschen als solche wahrnehmen.

In Zusammenhang mit einem grippalen Infekt kommt es häufig zu einer Entzündung im Bereich des Kehlkopfes (Kehlkopfentzündung), des Kehldeckels (Epiglottitis) bzw. der Stimmbänder (Stimmbandentzündung) häufig die Ursache von Heiserkeit.

Sehr selten deutet die Heiserkeit gemeinsam mit anderen Symptomen auf Speiseröhrenkrebs, andere schwere Atemwegserkrankungen oder öfter noch auf langjährigen Tabak- und Alkoholkonsum hin.

Symptome und Verlauf

Häufig ist eine Entzündung im Bereich des Kehlkopfes (Laryngitis) als Folge einer Erkältung der Grund für Heiserkeit.

Die Heiserkeit selbst ist bereits das Leitsymptom. Eine echte Heiserkeit, die direkt von den Stimmbändern oder zumindest vom Hals und Rachen ausgeht, erkennt man daran, dass sich die Stimme unabhängig von anderen Symptomen verändert hat und rau geworden ist.

Außerdem ist lautes Sprechen nicht mehr möglich; in schweren Fällen sorgt die Heiserkeit sogar dafür, dass die Stimme vollständig verschwindet und erst wiederkehrt, wenn die Heiserkeit behoben ist.

Heiserkeit durch andere Ursachen wie eine verstopfte Nase erkennt man daran, dass der Betroffene dadurch kurzatmig wirkt und offensichtlich erkältet ist. Man kann dann davon ausgehen, dass die Heiserkeit durch das Zusammenspiel einer Halsentzündung und der verstopften Nase entstanden ist.

Diagnose

In der Regel ist die Heiserkeit nach einigen Tagen wieder verschwunden und bedarf nicht unbedingt einer ärztlichen Vorstellung. Zieht sich Heiserkeit über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) hinweg oder geht sie mit Symptomen wie Schluckbeschwerden oder Luftnot einher, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Der Arzt wird sie fragen, wann die Beschwerden das erste Mal aufgetreten sind und ggf. welche Umstände (z.B. reizende Umweltstoffe) diese ausgelöst haben. Daraufhin folgt die körperliche Untersuchung, wobei der Arzt den Hals-Rachenraum genau betrachtet und abtastet. Als weitere diagnostische Schritte kann eine Blutanalyse und ein Abstrich der Mandeln Aufschluss geben. Auch bildgebende Verfahren, wie das Röntgen oder Ultraschall sind in diesem Fall mögliche Diagnosemittel.

Behandlung und Therapie

Eine Heiserkeit durch Überlastung der Stimmkapazitäten lässt sich am besten durch die Schonung der Stimmbänder behandeln. Man sollte nur so laut sprechen, wie man kann - die Mitmenschen müssen das akzeptieren. Es gibt frei erhältliche flüssige Medikamente, mit denen man gurgeln kann, um die Heiserkeit möglichst schnell zu überwinden.

Handelt es sich um eine Erkältung mit begleitender Heiserkeit, müssen die Betroffenen selbst entscheiden, ob sie ärztliche Hilfe wollen. Wenn die Stimme dadurch verschwindet, ist diese angemessen, damit beispielsweise Antibiotika verschrieben werden können.

Hilfreich für die Behandlung in Eigenregie sind Lutschbonbons zur Befeuchtung des Rachenraums, viel Flüssigkeit wie warmer Tee oder heiße Milch mit Honig, warme Kleidung und so viel Ruhe und Erholung, wie man braucht, wenn man sich nicht wohl fühlt.



Vorbeugung

Der Heiserkeit durch Überlastung kann man durch Gurgellösungen vorbeugen, die in der Apotheke zu bekommen sind. Diese schützen die Stimmbänder und man übersteht auch längere, belastende Auftritte mit der Stimme unbeschadet. Ansonsten gelten die bekannten Regeln zum Schutz vor Erkältungen, die eine Heiserkeit mit sich bringen würden. Warme Kleidung, so wenig Stress wie möglich, viele Vitamine, gesunde Ernährung und sorgfältige Hygiene in der Nähe von erkälteten Menschen sind das A und O.

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