Husten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. September 2016
Gesundpedia.deSymptome Husten

Bei einem Husten zieht sich das Zwerchfell ruckartig zusammen, so dass die Luft in den Lungen mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen wird. Es gibt verschiedene Arten von Husten. Dabei können die Ursachen sehr vielfältig sein. Langanhaltender Husten sollte unbedingt ärztlich abgeklärt werden.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Husten?

Normalerweise dient der Husten dem Körper als Abwehrreaktion - eventuell in den Atemwegen befindliche Fremdkörper werden auf diese Weise beseitigt, und auch Keime (wie etwa bei einer Erkältung) werden so aus dem Körper befördert. Diese reflexartige Reaktion des Körpers wird als produktiver Husten bezeichnet.

Ein andauernder (akuter oder chronischer) Husten, ohne wirklichen Nutzen (Reizhusten) wird für den Betroffenen schnell zur Qual. Zudem wird Husten in einen akuten (bis 4 Wochen) und einen chronischen Husten (länger als 4 Wochen) unterteilt.

Husten ist nur in den seltensten Fällen eine eigenständige Erkrankung. Stattdessen handelt es bei Husten häufig um ein Symptom anderer Erkrankungen. Diese können neben der Erkältung u.a. auf Erkrankungen wie: Asthma Bronchitis, Allergien, Lungenentzündung, Tuberkulose oder Keuchhusten hindeuten.

Ursachen

Die Ursachen von Husten sind vielfältig: Er kann ebenso das Symptom einer harmlosen Erkältung sein wie das einer Herzerkrankung. Es ist daher ratsam, bei länger andauerndem Husten oder blutigem Auswurf sofort einen Arzt aufzusuchen.

Häufig liegt die Ursache in einer Erkältung oder anderer Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Allergien und Asthma. Die Atemwege werden hier durch das Husten von Schleim und Keimen befreit, die die Atmung beeinträchtigen und eine Heilung verzögern würden.

Allerdings reagiert der Körper auch dann mit Husten, wenn eine Entzündung vorliegt und keine belegten Atemwege - obwohl in diesem Fall das Husten mehr schadet als nützt. Bakterielle Erkrankungen oder Viren sind häufige Ursachen für atemwegsbedingten Husten.

Neben den Atemwegen können auch andere organische Ursachen für den Husten verantwortlich sein. So äußern sich auch einige Herzerkrankungen aufgrund des dabei in den Lungen eingelagerten Wassers durch Husten. Auch können Reizungen des Magens (z.B. Reflux) zu Husten führen.

Krankheiten mit Husten

Diagnose und Verlauf

Husten ist keine eigenständige Krankheit, sondern tritt meist als Symptom einer Grunderkrankung (Erkältung) oder als Reflex auf einen äußeren Reiz (z.B. beim Verschlucken von Nahrung) auf. Als solches erfordert Husten nicht unbedingt eine ärztliche Abklärung. Bleibt der Husten allerdings ohne ersichtlichen Grund über längere Zeit hartnäckig, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

Der Arzt versucht im Patientengespräch erste Anhaltspunkte für mögliche Ursachen zu finden. Hierbei interessiert ihn vor allem:

  • Seit wann treten die Beschwerden auf?
  • Um welche Art von Husten handelt es sich? Ist er trocken, schleimig, blutig oder mit Auswurf?
  • Wird der Husten von anderen Beschwerden begleitet?
  • Liegen Krankheiten oder Allergien vor?
  • Gibt es Situationen, die den Husten auslösen oder in denen er besonders stark auftritt?
  • Welche Medikamente werden eingenommen?
  • Wie sieht es aus mit dem Konsum von Tabakwaren (Rauchen)?

Nach der Befragung erfolgt die körperliche Untersuchung des Patienten. Hierzu wird der Arzt mittels Stethoskop den Brustkorb (Lunge) auf mögliche Fehlfunktionen abhören. Eine labortechnische Analyse von Blut und Hustenschleim (Atemwegsschleimhaut) kann Aufschluss über eine mögliche Infektion und die verursachenden Erreger liefern. Weiterhin können - ein Röntgenbild vom Brustraum, eine Computertomographie oder eine Bronchienspiegelung - bei der Ursachenforschung eingesetzt werden.

Behandlung und Therapie

Liegt ein akuter oder chronischer Husten vor, so werden verschiedene Maßnahmen zur Behandlung ergriffen. Wichtige Grundlage der Behandlung ist dabei die Vermeidung von Substanzen, die die Beschwerden verschlimmern.

Dazu gehört Zigarettenrauch ebenso wie Feinstaub und eventuelle Allergene. Auf dieser Grundlage der Schonung fußt die eigentliche Behandlung vom Husten, die sich nach produktivem und Reizhusten unterscheidet.

Fällt das produktive Abhusten von Schleim o.ä. schwer - beispielsweise bei einer Erkältung - so werden häufig schleimlösende Medikamente gereicht. Alternativ bietet sich das Inhalieren von Wasserdampf an, das denselben Zweck erfüllt.

Trockener Husten und Reizhusten hingegen werden zunächst durch die Minderung des Hustenreizes behandelt, um die Reizung der Atemwege zu lindern. Hierzu werden hustenreizstillende Mittel ebenso angewendet wie spezielle Inhalationen.

Für die schnelle Linderung zuhause bieten sich verschiedene Hausmittel und reichliches Trinken an - diese stellen jedoch keinen Ersatz für eine ärztliche Behandlung dar und sollten höchstens zur Überbrückung bis zum Arzttermin bei längerfristigem Husten dienen.



Vorbeugung

Atemwegserkrankungen, die häufigste Ursache von Husten, bilden sich vor allem bei einem geschwächten Immunsystem. Die Stärkung desselbigen ist also die sinnvollste Möglichkeit, um Husten vorzubeugen.

Rauchen schadet der Immunabwehr und sollte daher unterlassen werden - eine ausgewogene Ernährung und ein gesundes Maß an Bewegung hingegen stärken die Abwehrkräfte und helfen, Husten zu vermeiden.

Regelmäßiges wechselduschen und saunieren stärkt das Immunsystem ebenfalls sehr gut. Allergiepatienten könnten außerdem von einer Desensibilisierung profitieren.

Sollten sich trotz all dieser Maßnahmen einmal die ersten Anzeichen einer Erkältung (z.B. Halskratzen) zeigen, so kann ein Teelöffel Honig oder ein Zwiebelsud Abhilfe schaffen und dem Husten wirkungsvoll vorbeugen.

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