Schluckbeschwerden

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Friedrich (Facharzt für Innere Medizin)

Schluckbeschwerden oder Schluckstörungen entstehen, wenn die Schluckbewegung schwerfällt oder Schmerzen verursacht. Die Schluckbeschwerden alleine sind noch keine eigenständige Krankheit, sie sind lediglich das Symptom einer Grunderkrankung. Oft gehen Probleme beim Schlucken mit einem grippalen Infekten bzw. Hals-Rachen-Entzündungen (Halsschmerzen, Mandelentzündung) einher.

Inhaltsverzeichnis

Definition Schluckbeschwerden (Dysphagie)

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Unter Schluckbeschwerden versteht man den Umstand, dass die Schluckbewegung Schmerzen verursacht oder erschwert ist. Die Schmerzen entstehen dabei im Rachen- und Halsbereich. Es kann sich um ein Globusgefühl handeln, aber auch um brennenden oder stechenden Schmerz, der eher einer Entzündung zuzuordnen wäre.

Schluckbeschwerden können schlimmstenfalls dafür sorgen, dass man gar keine Flüssigkeit und Nahrung mehr aufnehmen will - oder kann. Häufiger sind jedoch leichte bis mittelschwere Verläufe, die das Schlucken lediglich unangenehm machen.

Ursachen von Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden entstehen meist aufgrund einer Entzündung des Hals-Rachenraums oder der Röhrensysteme des Kopfes. In den meisten dieser Fälle liegt eine bakterielle Entzündung vor, seltener handelt es sich um Viren.

In Frage kommen grippale Infekte oder eine Influenza, aber auch die Mandelentzündung. Wenn die Schluckbeschwerden nicht mehr nachlassen, kann es sich um einen schwerwiegenden Verlauf handeln - oder um eine schwerwiegendere Grunderkrankung.

Liegt kein brennender Schmerz, sondern ein Globusgefühl vor, kann das eine Nebenwirkung von Medikamenten sein oder auf eine andere organische Störung hindeuten. Schlimmstenfalls deuten solche Schluckbeschwerden auf Kehlkopfkrebs- oder Speiseröhrenbereich hin - das ist jedoch in den seltensten Fällen die Lösung.

Symptome und Verlauf von Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden treten meist über Nacht aus und werden am folgenden Morgen bemerkt, wenn es sich um Bakterien oder Viren handelt. Bei der Grippe hingegen treten die ersten Schluckbeschwerden auch tagsüber schon auf.

Üblicherweise bleiben sie nur einen oder wenige Tage und verschwinden dann von alleine. Bei anderen Erkrankungen wie der schweren Mandelentzündung verschwinden die Schluckbeschwerden jedoch nicht mehr von alleine und verursachen einen brennenden, stechenden Schmerz.

Begleiterscheinungen können weißliche Filme sein (Fibrinschichten), die den Rachenraum überziehen. Globusgefühle entwickeln sich meist über einen längeren Zeitraum oder treten in bestimmten Situationen auf, beispielsweise bei starker körperlicher Belastung.

Diagnose von Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden können der Ursprung verschiedener Krankheiten sein. Sie können von Schmerzen begleitet werden, ist aber nicht unbedingt bei allen Krankheitsbildern der Fall.

Eine schmerzlose Version der Schluckbeschwerden ist der bekannte Kloß im Hals, der auch ein Symptom für verschiedene Krankheiten sein kann.

Die schmerzhafte Version der Schluckbeschwerden sind dann die jedem bekannten Halsschmerzen, die begleitend hinzukommen und die manchmal durchaus von allein oder mit Hilfe von nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten verschwinden können.

Sollte dies nach ein paar Tagen jedoch nicht geschehen, ist es ratsam, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen. Dieser kann die genaue Ursache der Halsschmerzen mit verschiedenen Untersuchungen diagnostizieren.

Als Erstes wird der Patient befragt, damit der Arzt vorab einen Überblick bekommt. Danach kann der Arzt den Hals nach Schwellungen abtasten, um zu prüfen, ob die Lymphdrüsen geschwollen sind oder ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt, wie beispielsweise beim Kropf.

Wenn sichtbare Beläge auf der Zunge oder Rötungen im Mundbereich erkennbar sind, können die Schluckbeschwerden und ihre Ursachen schon eingegrenzt werden. Ansonsten kann der Arzt einen Abstrich nehmen, um seine Diagnose zu festigen.

Sollten die Beschwerden auch nach einem längeren Zeitraum nicht verschwinden, dann wird der Arzt eine Panendoskopie vorschlagen, um auf nicht sichtbare Partien im Hals und Nasenbereich einen Einblick zu bekommen. Es handelt sich hierbei um eine Spiegelung, die durch die Nase vollzogen und unter Vollnarkose durchgeführt wird.

Behandlung von Schluckbeschwerden

Die Therapie der Schluckbeschwerden ist abhängig von der jeweiligen Ursache. In der Regel müssen leichte Schluckbeschwerden nicht ärztlich behandelt werden, denn sie verschwinden nach einigen Tagen wieder von alleine.

Gurgeln mit Salzwasser desinfiziert den Hals-Rachenraum und lindert Schluckbeschwerden.

Halten die Symptome über einen längeren Zeitraum unvermindert an, verschlimmern sie sich noch oder sind die Beschwerden bereits am ersten Tag der Erkrankung besonders stark, verschreibt der Arzt Antibiotika gegen das Bakterium. In der Regel verschwinden die Schluckbeschwerden danach innerhalb kurzer Zeit.

Leichte Schluckstörungen kann man aber auch gut selbst mit verschiedenen Hausmitteln behandeln: Wichtig viel trinken! - heiße Milch mit Honig, Kräutertees, Zwiebelsaft, Brühe und ähnliche Lebensmittel, die lauwarm genossen werden, belasten die Speiseröhre nicht und wirken entzündungs- und reizlindernd.

Bei bakteriell bedingten Schluckbeschwerden kann mehrmaliges Gurgeln mit lauwarmem Salzwasser den Hals-Rachenraum desinfizieren und die Schmerzen lindern. Zudem können Heilkräuter-Inhalationen (z.B. Kamille) oder Halswickel die Symptome lindern.

Bei Schluckbeschwerden mit Globusgefühl würde man ein Kloßgefühl im Hals feststellen, das in bestimmten Situationen auftritt oder immer zu spüren ist. In diesem Fall ist ein Arztbesuch notwendig, da von einem Grundproblem auszugehen ist - dann wird dieses behandelt, nicht aber die Schluckbeschwerden selbst.

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Vorbeugung von Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden sind unangenehm und können vermieden werden; jedenfalls dann, wenn es sich um Infektionen handelt.

Zum Schutz des Immunsystems tragen frisches Obst und Gemüse, viel Bewegung und schützende Kleidung in der kalten Jahreszeit bei.

Außerdem sollte man Erkältete bitten, ihre Taschentücher zu entsorgen und sich beim Niesen die Hand vor den Mund zu halten, damit man sich nicht ansteckt. Handhygiene ist ebenfalls sehr wichtig, um Schluckbeschwerden vorzubeugen.

Wenn man bereits erkältet ist, sollte man den Rachen und die Speiseröhre schonen und keine heißen oder besonders scharfen Speisen essen, da sie die entzündeten Schleimhäute nur unnötig reizen würden und das dem Hals nicht guttut.

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