Husten beim Baby

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 29. November 2016
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Husten beim Babys ist weit verbreitet. Dabei handelt es sich beim Husten um einen Schutzreflex, durch den eingeatmete Stoffe oder Partikel aus den Atemwegen entfernt werden. Das Gleiche gilt für Sekret und Schleim, der sich dort ansammelt. In den meisten Fällen entsteht er durch Infektionen der oberen Atemwege.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Husten beim Baby?

Beim Husten gilt es, zwischen verschiedenen Arten zu unterscheiden. So kann er sich trocken und bellend oder feucht und rasselnd äußern. Nicht selten ist er auch mit Atemnot verbunden.

Während trockener, bellender Husten auf Erkältungskrankheiten, Asthma bronchiale oder den nicht ungefährlichen Pseudokrupp hinweist, ist feuchter, rasselnder Husten ein Indiz für ein Übermaß an Sekret in den Atemwegen, der abgehustet werden sollte. Zu feuchtem Husten kann es im späteren Stadium einer Erkältung oder Bronchitis kommen. Mitunter deutet er auch auf eine Lungenentzündung hin.

Ursachen

In den meisten Fällen wird der Husten durch eine Atemwegserkrankung wie einen grippalen Infekt oder eine Bronchitis verursacht. Auslöser der Atemwegsinfektionen sind zumeist Viren oder Bakterien. Je mehr Kontakt das Baby zu Gleichaltrigen hat und je jünger es ist, desto größer ist auch das Infektionsrisiko. So leiden manche Kinder sogar sechs bis acht Mal im Jahr unter einer solchen Infektion. Wird das Kind älter, reduziert sich die Häufigkeit der Erkrankungen.

Die Übertragung der Viren findet durch Tröpfcheninfektion statt. Die Keime werden von den Erkrankten abgehustet und von dem Baby eingeatmet. Aber auch durch das Berühren von infizierten Händen oder Gegenständen mit dem Mund, der Nase oder den Augen, können die Krankheitserreger in den Körper vordringen. Manchmal wird der Husten beim Baby aber auch durch andere Gründe hervorgerufen. Dabei kann es sich um das Verschlucken von Nahrung oder Milch handeln. Eine weitere Ursache ist das Verschlucken von Fremdkörpern, die wieder abgehustet werden. Mitunter entsteht der Husten auch durch äußeren Druck auf die Luftröhre.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Untersuchung des erkrankten Babys befragt der Kinderarzt die Eltern und hört die Brust des Kindes mit einem Stethoskop ab. Wichtig ist bei der Diagnostik die Unterscheidung zwischen einer Atemwegserkrankung und allergischem Asthma. Besteht Verdacht auf Verschlucken eines Fremdkörpers, lässt sich eine Röntgenuntersuchung durchführen, um Aufschluss zu erhalten.

Weitergehende Untersuchungen sind auch bei Verdacht auf eine Lungenentzündung erforderlich. Letztlich hängt der Umfang der Untersuchung vom Ausmaß und der Dauer der Beschwerden ab. So können gegebenenfalls Untersuchungsverfahren wie eine Blutabnahme oder eine Endoskopie notwendig sein. Hat der Husten keine ernste Ursache, verschwindet er nach einigen Tagen von selbst wieder. Leidet das Baby jedoch unter Fieber oder dauert der Husten länger als zwei Tage an, ist es besser, einen Arzt zu konsultieren. Das Gleiche gilt, wenn das Kind unter Atemnot oder blutigem Auswurf leidet.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung des Hustens richtet sich nach der auslösenden Ursache. Da meist Viren für die Beschwerden verantwortlich sind, gibt es keine speziellen Medikamente gegen diese Keime. Im Falle eines bakteriellen Infekts erhält das Kind dagegen oft Antibiotika. Bei Bedarf lassen sich auch fiebersenkende Arzneimittel, Präparate zum Einreiben oder Nasentropfen verabreichen.

Wichtig ist zudem eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr. Durch die Flüssigkeit kann der zähe Schleim, der in den Atemwegen sitzt, verdünnt werden, wodurch das Baby ihn dann leichter abhustet. Als empfehlenswert gelten ungesüßter Anistee, Fencheltee oder Wasser. Um das Baby beim Abhusten zu unterstützen, ist eine leichte Klopfmassage hilfreich. Das Gleiche gilt für die richtige Lagerung.

Wird das Baby mit einem Hustenmittel eingerieben, darf es sich dabei nur um ein Präparat handeln, das sich für kleine Kinder eignet. So muss das Mittel frei von Menthol und Kampfer sein, da diese Atemkrämpfe bei den kleinen Patienten hervorrufen können. Wichtig ist auch regelmäßiges Lüften, damit das Kind frische Luft erhält.



Vorbeugung

Um das Baby vor häufigem Husten zu schützen, müssen seine Abwehrkräfte gestärkt werden. So sollte es genügend Schlaf, ausreichend Bewegung an der frischen Luft und eine gesunde Ernährung erhalten.

Gegen eine Infektion mit Pneumokokken-Bakterien empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) eine Impfung für alle Babys ab dem 2. Lebensmonat. Zur Vermeidung einer Ansteckung mit Erkältungsviren sollte der Kontakt zwischen erkrankten Familienmitgliedern und dem Baby vermieden werden.

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