Koronare Herzkrankheit (KHK)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. Februar 2015
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Bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) handelt es sich um eine Durchblutungsstörung (Minderdurchblutung) an den Koronararterien, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgen. Angina pectoris (Brustenge) ist das Leitsymptom der KHK. Mit steigendem Alter steigt das Risiko an einer Koronaren Herzkrankheit zu erkranken.

Inhaltsverzeichnis

Was ist koronare Herzkrankheit (KHK)?

Die Ursache der Koronaren Herzkrankheit (KHK) ist in den meisten Fällen Arteriosklerose. Hierbei lagert sich an den Arterien fettbeladenes Material ab, und führt zu Engstellen an den Koronargefäßen. Dadurch kommt es zu einer Minderdurchblutung des Herzens, weshalb die Koronare Herzkrankheit auch Ischämische Herzkrankheit genannt wird.

Diese Durchblutungsstörung des Herzens kann soweit fortschreiten, dass einige Gebiete des Herzens überhaupt nicht mehr mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden (Ischämie), und das Gewebe abstirbt (Infarkt). Im schlimmsten Fall kann es zu einem Herzinfarkt oder dem plötzlichen Herztod kommen.

Ursachen

Die Ursachen der koronaren Herzkrankheit sind in den meisten Fällen auf hohe Blutfettwerte, Nikotin und Bewegungsmangel zurückzuführen. Auch genetische Faktoren spielen bei der Entstehung der Ischämischen Herzkrankheit eine Rolle.

Bereits im Kindesalter sind fetthaltige Ablagerungen an den Koronararterien nachweisbar. Durch eine ungesunde Lebensweise nehmen diese Ablagerungen stetig zu und führen zu den Verengungen an den Arterien ab dem 30. Lebensjahr.

Fetthaltige Lebensmittel, anhaltender Stress und nicht oder schlecht eingestellter Diabetes beschleunigen die Arterienverkalkung erheblich.

Weitere Risikofaktoren sind ein erhöhter Cholesterinspegel, Bewegungsmangel und insbesondere bei Frauen die Einnahme von Hormonpräparaten. Bluthochdruck ist ebenfalls als Ursache der Koronaren Herzkrankheit zu nennen, da durch den hohen Druck des Blutes die Koronararterien erheblich belastet werden.

Symptome und Verlauf

Mögliche Anzeichen der Koronaren Herzkrankheit:

Die durch die koronare Herzkrankheit ausgelösten Durchblutungsstörungen des Herzes führen häufig zu Beschwerden, die man als Angina pectoris bezeichnet. Bei diesen Anfällen klagen die Betroffenen über ein Druck- und Engegefühl im Brustkorb und Herzschmerzen. Begleitet werden diese anfallsartigen Schmerzen häufig von Symptomen wie Atemnot, Schweißausbrüchen und Angstzuständen. Da die koronare Herzkrankheit chronisch verläuft, kann es in der Folge zu Beschwerden wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod kommen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung der Koronaren Herzkrankheit ist abhängig von den Beschwerden und der Schwere der Erkrankung. Medikamentös wird die Krankheit mit blutverdünnenden Mitteln, Acetylsalicylsäure, und blutdrucksenkenden Medikamenten, wie Betablockern, behandelt. Weiterhin werden Statine zur Senkung des Bluttfettspiegels verordnet.

Ein Verzicht auf Risikofaktoren, wie Nikotin und fetthaltige Lebensmittel ist ebenfalls erforderlich. Bei Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion unter ärztlicher Aufsicht unbedingt notwendig. Zur Behandlung von Angina pectoris Beschwerden wird Nitroglyzerin eingesetzt, welches als Spray und in Tablettenform zur Verfügung steht.

Sind bereits Koronararterien verschlossen, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Je nach Krankheitsverlauf besteht die Möglichkeit durch eine Darstellung der Koronargefäße während einer Herzkathederuntersuchung kleine Engstellen aufzudehnen oder Koronarstents einzusetzen. Dadurch werden die Koronararterien von innen gestützt und eine Durchblutung des Herzens ist gegeben. Diese Stents können mit Medikamenten beschichtet sein, die zusätzlich einen Verschluss der Arterien verhindern sollen.

Besonders wenn mehrere Koronararterien betroffen sind, ist eine Bypassoperation erforderlich. Herbei werden sogenannte Umleitungen zum Herzen gelegt, die das betroffene Herzgewebe mit Blut versorgen. Diese Umleitungen bestehen in den meisten Fällen aus körpereigenem Gewebe des Patienten.

Auch hier hat sich bereits das Schlüssellochverfahren durchgesetzt, allerdings wird noch sehr häufig am offenen Herzen operiert, da der Chirurg dann einen besseren Blick auf das Herz hat, und weitere sichtbare Engstellen beseitigen kann.

Operationen zur Behandlung der Koronaren Herzkrankheit gehören in Deutschland heute bereits zur Routine.

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Vorbeugung

Besonders bei der Koronaren Herzkrankheit bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Vorbeugung an. Eine gesunde Lebensweise, zu der eine fettarme ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Nikotin gehören, verringert das Risiko der Erkrankung erheblich.

Weiterhin sind Ausdauersportarten, wie Joggen, Radfahren oder Walking zur Vorbeugung der Koronaren Herzkrankheit zu empfehlen. Bluthochdruck muss ärztlich behandelt werden, und es ist auf ein Normalgewicht zu achten.

Besonders Menschen, die erheblichem Stress ausgesetzt sind, sollten mit Hilfe von Entspannungstechniken, z.B. Autogenes Training oder Yoga, versuchen, den Stress abzubauen.

Durch die Teilnahme an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen hat der behandelnde Arzt die Möglichkeit, die Koronare Herzkrankheit und deren Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen, und so die Behandlung bereits frühzeitig einzuleiten, um dadurch Folgeschäden zu verhindern.

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