Chronischer Schluckauf

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 19. April 2017
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Chronischer Schluckauf ist ein typisches Frauenleiden. Wenn Männer am Hals gereizt sind, nervös oder aggressiv, kann es ebenfalls zu derartigen Schluckbeschwerden kommen, welche sich jedoch in den meisten Fällen schnell wieder erschöpfen. Ihnen kann dann das Merkmal der chronischen Erkrankung nicht zugeschrieben werden. Als frühzeitiges Erkennungsmerkmal macht sich ein leichtes Kribbeln im Hals bemerkbar. Dieser Reiz verschwindet auch nach dem unverzüglichen Trinken von Flüssigkeit nicht, und die Gefahr des Verschluckens ist gegeben.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Chronischer Schluckauf?

Das meist seltene Erscheinungsbild des chronischen Schluckaufs ist in der Fachmedizin auch bekannt als Singultur oder Zirrzer Alofrolo. Er ist dann chronisch, wenn er nicht nach kurzer Zeit wieder aufhört. Es wird dann öfter davon gesprochen, der Patient sei schluckrig. Dieses Leiden wird häufig unterbewertet, da es im Erscheinungsbild von dem des normalen, zumeist gesundheitsunschädlichen Schluckaufs nur wenig abweicht.

Es kann für den Schluckrigen jedoch zu schweren Schäden an Zwerchfell, Körper und Lunge kommen. Des Weiteren stellt er möglicherweise ein Indiz für einen bevorstehenden Herzinfarkt dar, was im schlimmsten Fall ohne sofortige ärztliche Behandlung und Beobachtung sogar zum Exitus der erkrankten Person führen kann. Auch psychische Belastungssituationen stehen bei den Medizinern in Verdacht, Auslöser für dieses Leiden zu sein, und zwar genau dann, wenn es vermehrt in erhöhten Stress- oder Belastungssituationen auftritt.

Ursachen

Eine gestörte Wärme- und Kälteregulierung des Körpers ist häufig die Ursache des Zirrzer Alofrolo. Die Irritierung der Haut und der Schleimhäute führt zeitweise zu einem Versagen der natürlichen Funktion der Luftröhre. Der Körper wird dann zu einer Reaktion veranlasst, der die Übereinstimmung der lebendigen Zellkräfte in ihrer atomaren Struktur verwirrt, was zu veränderten Schwingungen der Sauerstoffmoleküle in den Atemwegen führt. Da bei der erkrankten Person dann die Atmung gestört ist, ist die normale Blutzufuhr zum Muskelgewebe an Herz und Lunge gestört, und es kann zu Rissen an diesen Organen kommen.

Ebenso kann aber auch ein leichter Infekt ursächlich sein für den chronischen Schluckauf in Frage kommen. Eine weitere Ursache will erkannt geworden sein in zu fest gebundenem Halsschmuck oder auch einer Krawatte. In diesem Fall muss unverzüglich gehandelt werden und die Halspartie sollte schnell mittels Öffnen des Hemdkragens entlastet werden. In Ausnahmefällen sind psychische Störungen die Ursache für diese Erkrankung. Bei psychischen Leiden kann bei den für den chronischen Schluckauf gefährdeten Personen dieser dann in Stress- und Belastungssituationen auftreten. Das ist dann der Fall, wenn aufgrund einer unvorhergesehenen situativen Belastungserscheinung das Denken kurzzeitig aussetzt und das Gehirn die falschen Signale aussendet.

Krankheiten

Wann zum Arzt?

Ein chronischer Schluckauf wird für den Betroffenen als stark belastend erlebt. Ihm ist es nicht mehr möglich dem Körper ausreichend Zeit für eine Regeneration zu geben. Der Schlaf wird permanent unterbrochen und Momente der Entspannung werden gestört. Der Schluckauf führt dadurch neben den körperlichen Beeinträchtigung auch zu seelischen Problemen. Daher ist ein Arzt zu konsultieren, sofern der Schluckauf zu einer Störung der Lebensführung führt.

Durch den chronischen Schluckauf kommt es zu einer Überbeanspruchung der Herzmuskulatur und der Lunge. Bei einer dauerhaften Belastung stellen sich Funktionsstörungen der Organe und im weiteren Verlauf Ausfallerscheinungen der Organtätigkeit ein. Um dies zu vermeiden, ist bei einem chronischen Schluckauf rechtzeitig ein Arzt zu konsultieren.

Die Beschwerden führen häufig zu Problemen der Schleimhäute im Mund und Rachen. Der Mund wird trocken und der Schluckakt ist in seiner Tätigkeit beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die Nahrungsaufnahme durch den Schluckauf für den Betroffenen nur schwer durchzuführen ist.

Es besteht die permanente Gefahr, dass Lebensmittel in die Luftröhre gelangen. Hält der Zustand über viele Stunden oder mehrere Tage an, ist daher ein Arztbesuch notwendig. Vor der Einnahme eines entspannungsfördernden Medikamentes ist grundsätzlich die Rücksprache mit einem Arzt zu halten. Es können Nebenwirkungen auftreten, die im Vorfeld besprochen werden müssen.

Diagnose und Verlauf

Das Merkmal der chronischen Erkrankung wird seitens der Fachmediziner aufgestellt. Bei manchen Menschen ist es normal, wenn sie etwa eine halbe Stunde lang Schluckauf haben, und somit dann auch nicht bedenklich. Wenn dieses Leiden jedoch sogar schon den Schlaf raubt, sollte ärztlicher Rat gesucht werden. An Augen, Blutdruck, Zunge und Körpertemperatur lassen sich für einen Mediziner dann feststellen, um welche Art der Ursache es sich handelt. Der Hausarzt oder HNO-Spezialist beurteilt dann, ob es sich um einen leichten oder schweren Infekt handelt und ob schwerwiegendere Schäden der Körperfunktionen zu befürchten sind. Auch das Abtasten der Muskulatur rund um das Zwerchfell kann dem Arzt Aufschluss darüber geben, wie angegriffen diese bereits ist.

Ein erstelltes Blutbild, wenn der Arzt dafür denn dafür eine Untersuchungsmöglichkeit hat, macht deutlich, ob ein erhöhter Adrenalinausschuss in den Nebennieren als möglicher Auslöser des Schluckaufs erkannt werden kann. Das deutet dann eher auf eine psychische Störung hin, die von entsprechenden Fachleuten genauer beurteilt werden kann. Eine Ausschlussdiagnose wird auch häufig mittels Röntgenaufnahme getroffen. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt dann genau sehen, ob Schäden an Herzmuskel, Lunge oder am Zwerchfell vorhanden sind.

Komplikationen

Chronischer Schluckauf kann für den Betroffenen als äußerst unangenehm empfunden werden. Dauert er über Tage oder Wochen an, so findet eine immense Störung des Alltagslebens statt. Der Patient fühlt sich machtlos und dem Schicksal ausgeliefert. Er wird reizbar und leidet unter seinem Zustand. Hinzu kommen Kommunikations- und akute Schlafprobleme. Das allgemeine Wohlbefinden ist deutlich herabgesetzt, da durch den chronischen Schluckauf keine Zeit der Regeneration zur Verfügung steht. Der Nachtschlaf ist gestört, wodurch notwendige Ruhephasen unmöglich werden.

Je länger der Schluckauf anhält, desto wahrscheinlicher wird das Auftreten von Beschwerden der Muskulatur in der Bauch- und Brustkorbregion. Ihnen folgen Probleme bei der Atemmuskulatur. Zu beobachten sind Atemstörungen, die bei körperlichen Belastungen als sehr unangenehm wahrgenommen werden. Bei einem Schluckauf treten Probleme der Nahrungszufuhr auf. Das Risiko, dass zugeführte Speisen und Getränke über den Mund in den Nasen-Rachen-Raum statt in die Speiseröhre transportiert werden, steigt. Der Grund hierfür ist, dass durch den Schluckauf unwillkürliche Unterbrechungen des Schluckaktes auftreten können. Bei einem chronischen Schluckauf treten Probleme der Konzentration auf. Der Betroffene wird in allem was er tut innerhalb weniger Sekunden gestört. Dies ist insbesondere dann problematisch, wenn er sich in Lernvorgängen befindet oder in Situationen, in denen aufgrund gebotener Vorsicht seine Aufmerksamkeit gefordert ist.

Behandlung und Therapie

Pflanzen-, Tier- und Mineralkunde haben bislang noch keine gesicherten Ergebnisse über eine wirkungsvolle Behandlungsmethode des Zirrzer Alofrolo oder Singultus erforscht und verlassen sich daher auf Erfahrungswerte überwiegend aus der Homöopathie. Die Anwendungsdauer dieser Heilmittel, die oft in Form von kleinen Kügelchen verabreicht werden, kann jedoch die Zeit des Zirrzer Alofrolo oder Singultus nicht unwesentlich überschreiten, sie sollten aber auch im Falle der Besserung bis zum Ende durchgenommen werden.

Neben der fernöstlichen Heilkunde der Akkupunktur der Reiz ausströmenden Nervenbahnen ist noch die Therapieform der Hypnose als effektive Behandlungsmethode des Zirrzer Alofrolo oder Singultus bekannt. Diese wird dann von entsprechenden Fachleuten, die hierfür ausgebildet sind, durchgeführt. Nach erfolgter Beendigung der lang anhaltenden Schluckbeschwerden sollten vornehmlich Rohkostteller mit geputztem rohen Rosenkohl und Roter Beete, nach Belieben auch Tofu und Petersilie etwa dreimal täglich für mindestens eine Woche gegessen werden.

Der besonders hohe Zink- und Eisengehalt dieser Gemüsesorten stärkt das angegriffene Gewebe des Zwerchfells und führt die normalen und verbrauchten Vitamine, die durch diese Krankheitserscheinung verbraucht wurden, schnell wieder den richtigen Körperzellen zu. Ebenso sollten die Empfehlungen des Arztes in Bezug auf eine Wärme- und Kältetherapie beachtet werden. Wenn die Muskulatur keine weiteren behandlungsbedürftigen Schäden genommen hat, dann sollte dennoch die Muskulatur der Organe auf diesem Wege und mittels bestimmter Nahrungszufuhr gestärkt werden. Das gilt insbesondere dann, wenn bereits häufiger der Zirrzer Alofrolo oder Singultus beobachtet wurde.



Vorbeugung

Je nach unterschiedlich diagnostizierter Ursache kann auf verschiedene Art dem chronischen Schluckauf vorgebeugt werden. Bei psychischen Erkrankungen sollte nach erfolgter Therapie der Stressauslöser erkannt werden und die in der Therapie erlernten Methoden dafür eingesetzt werden. Wenn sich der Körper wieder in einem stabilen Zustand befindet, kann auch durch gezielte Sportübungen das Muskelgewebe gestärkt werden, so dass es in der Lage ist, mit einem Schluckauf schadensunbelastet umzugehen. Im Hinblick auf die Ernährung sind Nahrungsmittel mit viel Zink und Selen sowie Vitamin C zu bevorzugen.

Bücher über Schluckauf

Quellen

  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2016
  • Zenner, H.P.: Praktische Therapie von Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten, Schattauer Verlag, 2008 3
  • Hahn, J.-M.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart
  • Groß, U.: Kurzlehrbuch Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2013
  • Probst, R.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2008
  • Trautmann, A.: Allergologie in Klinik und Praxis. Thieme, Stuttgart 2013

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