Auge

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 9. September 2015
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Es zählt zu den wichtigsten Sinnesorganen des Menschen: das Auge. Dank dem Auge wird dem Menschen eine optische Wahrnehmung ermöglicht, welche als Sehen bezeichnet wird. Das Auge agiert gemeinsam mit dem menschlichen Gehirn; es empfängt Lichtreize, die in weiterer Folge durch das Gehirn in optische Wahrnehmungen verwandelt werden können.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Damit die Lichtreflexe verarbeitet und in weiterer Folge als optische Wahrnehmung zur Verfügung stehen, nutzt der Mensch seine beiden Augen. Die Augen reagieren auf das Licht bzw. die elektromagnetische Strahlung. In Verbindung mit dem Gehirn wird eine Wahrnehmung von Farben ermöglicht. Doch die Augen sorgen nicht nur dafür, dass der Mensch Farben sehen kann. Das Sinnesorgan ist auch für die Sehschärfe zuständig.

Anatomie

Das Auge verfügt über eine äußerst komplexe Anatomie. Es besteht aus Rezeptoren, Haut, Muskeln sowie Nerven. Das Auge selbst ist ein Glaskörper, der in der Augenhöhle bzw. hinter den Wimpern positioniert ist. Das Auge selbst wird von einer Lederhaut umgeben. Vor der Pupille befindet sich die Hornhaut.

Die Pupille selbst ist von der Iris umgeben; jene nennt sich, auf Grund ihrer Farbe, auch Regenbogenhaut. Hinter der Iris liegt die Linse. Die Linse ist im Ziliarmuskel eingebettet. Gegenüber der Linse - also auf der anderen Seite des Auges - liegt die Netzhaut. Die Netzhaut verläuft im hinteren Bereich des Glaskörpers.

In der Mitte der Netzhaut befindet sich der sogenannte Sehnerv. Jener ist dafür zuständig, dass die Reize, welche mit dem Auge erkannt werden, direkt an das Gehirn weitergeleitet werden. Auf Grund der Tatsache, dass das Auge für den Menschen besonders wichtig ist, wird es anatomisch geschützt. Das Auge befindet sich in der Augenhöhle und wird - etwa vor äußeren Einflüssen - durch das Lid bzw. den Wimpern geschützt.

Das Lid schließt daher automatisch, wenn ein Sandkorn oder Staub (oder ein anderer Fremdkörper) in das Aug gelangt. In weiterer Folge wird sofort Tränenflüssigkeit produziert, damit der Fremdkörper ausgespült wird. Sieht der Mensch etwa direkt in die Sonne, muss er blinzeln; er kann das Auge nicht offen halten. Auch diese Reaktion ist ein klassischer Schutzreflex.

Funktion

Anatomie der Augenmuskulatur.

Das Auge funktioniert in Verbindung mit den Rezeptoren. Während das Licht durch die Hornhaut bzw. die Pupille gelangt, trifft es direkt in den Glaskörper. Das Licht wird in weiterer Folge an die Netzhaut weitergeleitet. In der Netzhaut befinden sich die Farbrezeptoren. Jene können die unterschiedlichen Farbtöne sowie Helligkeiten aufnehmen und verarbeiten.

Hier sind etwa 100 Millionen Sinneszellen vorhanden, welche ihren Beitrag leisten, damit das Sehvermögen gewährleistet wird. Die Farbrezeptoren wandeln die Lichtstrahlen, die in den Glaskörper gelangt sind, in Signale um, die in weiterer Folge an den Sehnerv transportiert werden. Dabei erfolgt die Einteilung in sogenannte Zapfen und Stäbchen.

Die Stäbchen sind für die Helligkeit zuständig; die Zapfen kümmern sich hingegen für die Farben. Jene werden in drei Arten eingeteilt. So unterscheidet man zwischen blau-, rot- und grünempfindliche Zapfen. Durch diese Information, die das Gehirn erhält, kann der Mensch auch Farben sehen.

Der Mensch sieht bei Dunkelheit keine Farben. Dies deshalb, weil die Zapfen nur bei einer ausgeprägten Helligkeit funktionieren. Die Stäbchen arbeiten jedoch auch bei Dunkelheit bzw. bei Nacht. Jene sind deutlich empfindlicher. Für den Fokus der Linse zeigt sich der Ziliarnerv verantwortlich. Zieht sich der Nerv zusammen, wird die Linse gleichzeitig auf "scharf" gestellt. Schläft der Mensch oder entspannt er sich, bleibt der Muskel locker.

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Erkrankungen des Auges

Das Auge ist, auch wenn es anatomisch geschützt ist, vor Krankheiten nicht gewappnet. Viele Menschen klagen über Beschwerden, welche in Verbindung mit dem Auge stehen. Die wohl bekannteste Einschränkung bzw. Erkrankung des Auges ist die Sehschwäche. Jene kann aber mit einer Brille, Kontaktlinsen oder auch einer Operation behoben bzw. ausgeglichen werden.

Liegt eine Kurzsichtigkeit vor, kann der Betroffene Dinge nicht scharf sehen, welche weit entfernt vom Auge positioniert wurden. Die Ursachen sind unterschiedlicher Natur. Das Gegenteil der Kurzsichtigkeit ist die Weitsichtigkeit. Hier kann der Betroffene Dinge nicht scharf erkennen, welche sich nahe vor dem Auge befinden.

Eine weitere Erkrankung bzw. Störung, die das Sehen einschränkt oder beeinträchtigt, ist der Astigmatismus - die Verkrümmung der Hornhaut. Die Hornhautverkrümmung tritt auch immer wieder im Rahmen der Weit- oder Kurzsichtigkeit auf und muss bei der Anpassung einer Sehhilfe berücksichtigt werden.

Des Weiteren kann eine Farbenblindheit oder auch eine Farbfehlsichtigkeit vorliegen. Jene Einschränkungen werden auf Grund eines Netzhaut-Fehlers verursacht. Vorwiegend sind Männer betroffen; nur wenige Frauen klagen über eine dementsprechende Beeinträchtigung. Der Betroffene kann - wenn ein derartiger Fehler in der Netzhaut vorliegt - keine Farben sehen oder hat eine sogenannte Rot-Grün-Schwäche. Liegt eine sogenannte Nachtblindheit vor, erkennt der Betroffene - während der Dämmerung bzw. Dunkelheit - Dinge nur sehr schwer oder gar nicht.

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