Schwitzen (Schweißausbruch)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 16. September 2013

Als Schwitzen oder Schweißausbruch bezeichnet man ist die Freisetzung von Körperwärme in Form von Schweiß auf der Haut. Für den Menschen ist das Schwitzen lebensnotwendig. Dieser Mechanismus hält die Körpertemperatur konstant, um den Organismus vor einer gefährlichen Überhitzung zu schützen. Schweißausbrüche bzw. starkes Schwitzen können für viele Menschen zur Qual werden oder sogar Anzeichen für eine Krankheit sein.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Schweiß?

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Schweiß ist eine farb- und geruchlose Flüssigkeit. Er besteht aus hauptsächlich aus Wasser, Abfallstoffen des Stoffwechsels, Salzen, Hautfett, Hornschuppen und Schmutz, daher ist er ein idealer Nährboden für Bakterien. Diese zersetzen den Schweiß. Dadurch wird die Haut wund und rissig und Erreger können leicht eindringen.

Schweiß enthält unter anderem Eiweißbestandteile. Befinden sie sich einige Zeit an der Luft, so werden sie von Bakterien zersetzt. Es entstehen übel riechende Stoffe, die auch den schlechten Geruch durchgeschwitzter Kleidung bewirken. Regelmäßige Körper- und Kleidungshygiene (Reinigung) sind vorbeugende Maßnahmen.

Man sollte es aber keinesfalls mit der Körperhygiene (häufiges Duschen oder Baden) übertreiben. Schweiß besteht neben Wasser aus Mineralsalzen und Säuren.

Wenn Schweiß auf der Körperoberfläche verdunstet, bleiben Reste der Säuren zurück, die zusammen mit dem Hautfett und den abgestorbenen Hautschuppen einen Säureschutzmantel bilden. Dieser verhindert, dass Krankheitserreger die Haut besiedeln können. Daher sollte man nicht zu häufig am Tag diesen Schutzmantel durch intensive Reinigungsaktionen zerstören.

Warum schwitzen wir?

Der Mensch verliert mehrere Liter Schweiß pro Tag. Bei starker Hitze sogar bis zu 10 Liter täglich. Diese Absonderung erfolgt über die 2-4 Millionen Schweißdrüsen, die jeder Mensch besitzt. Das Schwitzen hat also die Aufgabe den Körper abzukühlen und vor einer lebensbedrohlichen Überhitzung zu schützen.

Bei starker Hitze oder intensiven sportlichen Belastungen wird besonders in den Muskelzellen viel Energie produziert, die z. T. als Körperwärme freigesetzt wird. Der Körper stellt sich auf diese erhöhte Wärmeproduktion ein und muss dafür sorgen, dass seine Temperatur trotzdem auf dem Normalwert von ca. 36°C bis 37°C bleibt.

Bei Erwärmung des Körpers weiten sich die Blutgefäße in der Haut. Demzufolge fließt mehr Blut durch diese Kapillaren und es wird mehr Wärme über die Körperoberfläche an die Umgebung abgegeben. Kühlt der Körper ab, verengen sich diese Gefäße, die Haut wird weniger durchblutet und die Wärmeabgabe über das Blut verringert sich.

Bei sehr kalten Temperaturen kommt es zum Muskelzittern (Kältezittern). Der Stoffwechsel im Muskel erhöht sich und die Wärmeproduktion wird gesteigert.

Eine weitere Regelung der Temperatur erfolgt über Schweißdrüsen der Haut. Bei einem intensiven Stoffwechsel erhöht sich die Schweißproduktion in den entsprechenden Drüsen. Der Schweiß verdunstet auf der Haut. Dabei wird dem Körper gleichzeitig Wärme entzogen. Es kommt zu einer Abkühlung, die durch Verdunstungskälte hervorgerufen wird.

Ursachen von starkem Schwitzen (Schweißausbruch)

Eine Hyperhidrose bzw. übermäßiges Schwitzen (Schweißausbruch) kann verschiedene Ursachen haben. So kann neben einer erblichen Veranlagung, z.B. die Veränderung des Hormonhaushalts während einer Schwangerschaft, der Menstruation oder den Wechseljahren verantwortlich für starke Schweißabsonderungen sein.

Auch Übergewicht, vor allem bei körperlicher Betätigung, fördert ein verstärktes Schwitzen. Zudem können Fieber oder psychische Belastungen, wie Nervosität, Angststörungen oder Stress die Ursache für übermäßiges Schwitzen bzw. Schweißausbrüche sein. Außerdem kann häufig starkes Schwitzen auch auf eine ernstere Krankheit hindeuten.

Erkrankungen, die übermäßiges Schwitzen als Begleiterscheinung haben, sind u.a.:

  • Krebserkrankungen
  • hormonbedingte Dysfunktionen
  • Infektionskrankheiten

Symptome und Verlauf von starkem Schwitzen (Schweißausbruch)

Liegt die Schweißabsonderung über dem Maß einer natürlichen Wärmeregulation, dann spricht man von krankhaftem Schwitzen (Hyperhidrose) oder auch von so genannten Schweißausbrüchen.

Die meisten Menschen benötigen keine ärztliche Diagnose, um übermäßiges Schwitzen bei sich selbst festzustellen. Häufige Anzeichen sind u.a.: feuchte Hände, Füße und Achseln; ein dünner Feuchtigkeitsfilm oder Schweißerlen auf der Haut.

In schlimmeren Fällen fließt der Schweiß (ohne körperliche Betätigung) regelrecht am Körper herab und die Schweißflecke unter den Armen (Achselnässe) können tellergroße (20-30 cm) Ausmaße einnehmen.

Wenn sie längerfristig unter extremen Schweißabsonderungen leiden und keinen Grund dafür ausmachen können, sollten sie baldig einen Arzt zur Klärung der Ursache aufsuchen.

Behandlung von starkem Schwitzen (Schweißausbruch)

Die Behandlung von übermäßigem Schwitzen erfordert nur in Ausnahmefällen eine medizinische Therapie. Sie selbst können schon oft etwas gegen Schweißausbrüche tun, indem sie Antitranspirante nutzen. Diese Stoffe, die in Form von Puder, Cremes oder wässrigen Lösungen auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden, hemmen die Schweißproduktion in den Schweißdrüsen.

Antitranspirante enthalten in der Regel Aluminiumsalze, die eine bakterielle Zersetzung des Schweißes unterdrücken und so einer Geruchsbildung entgegenwirken. Zudem besitzt Salbei eine ähnlich schweißhemmende Wirkung. Entweder als Tee eingenommen oder auf die betroffene Hautstelle aufgetragen, hat Salbei die Eigenschaft, Schweißdrüsen zu verengen.

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Im Gegensatz dazu haben bestimmte Stoffe wie z.B. Koffein, Guarana), Alkohol, Kaffee, schwarzer oder grüner Tee sowie scharfe Lebensmittel (z.B. Chili) eine stoffwechselanregende Wirkung, die eine Schweißproduktion verstärken.

Helfen all diese Mittel nicht, kann bei extremen Fällen eine medizinische Behandlung durch einen Arzt helfen. Durch einen operativen Eingriff werden betroffene Schweißdrüsen ganz entfernt oder blockiert.

Außerdem können Medikamente, Injektionen (Botulinumtoxin) oder Stromanwendungen verabreicht werden. Diese Mittel können die Signalübertragung der Nervenbahnen zu den Schweißdrüsen hemmen und damit die Schweißabsonderung vermindern.

Bitte beachten sie, dass bei starkem Schwitzen bis zu 10 Liter Schweiß am Tag abgegeben werden können. Dieser Flüssigkeitsverlust muss unbedingt ersetzt werden. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger ausreichend zu trinken!

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