Rheuma

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 25. Januar 2015
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Rheuma ist der Sammelbegriff für Krankheiten des rheumatischen Formenkreis. In der Regel werden damit die entzündlichen und schmerzhaften Krankheiten des funktionellen Bewegungs- und Stützsapparates bezeichnet. Die Rheumatoide Arthritis ist die häufigste rheumatische Gelenkentzündung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rheuma?

Rheuma ist die Oberbezeichnung für ungefähr 450 verschiedene Erkrankungen. Die bekanntesten sind unter anderem Arthrose und Arthritis. Rheuma ist eine ernste Krankheit, die bei Menschen in jedem Alter auftreten kann.

In vielen Fällen ist der Bewegungs- und Stützapparat betroffen. Es gibt jedoch auch rheumatische Erkrankungen, die die Weichteile oder Organe befallen.

Rheuma wird zumeist durch reißende, fließende oder ziehende Schmerzen begleitet und kann sogar zu funktionellen Einschränkungen (Bewegungseinschränkungen von Gelenken) führen.

Ursachen

Die Ursachen für Rheuma können sehr unterschiedlich sein und sind zuletzt noch nicht vollständig erforscht. Einige der Erkrankungen werden durch eine Autoimmunkrankheit hervorgerufen. In diesen Fällen kommt es zu einer Schädigung des Gewebes durch das eigene Immunsystem.

Bei diesen rheumatischen Erkrankungen lässt sich nicht nur ein geschlechtsspezifischer Zusammenhang erkennen, sondern auch eine genetische Vererbbarkeit. In anderen Fällen von Rheuma scheint eine bakterielle Infektion des Darm- und des Urogenitaltraktes oder durch Borreliose ursächlich zu sein.

Rheuma kann jedoch auch durch eine Störung im Stoffwechselprozess entstehen. Beispielsweise bei Gicht ist eine Störung im Purinstoffwechsel ursächlich. Bei vielen anderen Rheuma-Erkrankungen ließ sich jedoch bisher noch keine genaue Ursache nachweisen.

Symptome

Typische Symptome von Rheuma:

Abhängig von der Art der rheumatischen Erkrankung können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Im Frühstadium kann es zu allgemeinen Krankheitssymptomen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Schwitzen kommen. Häufig kommt es zu Schmerzen im Bereich der Gelenke. Diese können bei Rheuma dauerhaft oder auch schubweise auftreten. Bei einem aktuellen Schub kommt es des weiteren oft zu einer Rötung der anschwellenden Gelenke. Werden durch das Rheuma die Organe betroffen lassen sich eine Vermehrung des Bindegewebes in der Lunge oder eine Rippenfellentzündung feststellen. Aber auch eine Herzbeutelentzündung und eine Entzündung der Tränen- und Speicheldrüsen können als Symptome bei Rheuma auftreten.

Verlauf

Der Verlauf des Krankheitsbildes bei Rheuma ist abhängig von der betreffenden rheumatischen Erkrankung und kann daher sehr unterschiedlich sein. Die Krankheit schreitet jedoch zumeist in den ersten sechs Jahren am schnellsten voran. Sind durch das Rheuma die Gelenke betroffene, kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und Ergüssen in den Gelenken.

Im weiteren Verlauf ist mit einem Funktionsverlust der betroffenen Gelenke und Fehlstellungen zu rechnen. Durch Rheuma verursachte Gefäßentzündungen und Knoten können sich auch in anderem Gewebe und der Lunge festsetzen. Dies kann zu Durchblutungsstörungen und offenen Geschwüren führen. Eine Erkrankung mit Rheuma führt häufig zu einer erhöhten Anfälligkeit für andere Erkrankungen. Besonders hervorzuheben sind hier Herzerkrankungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Tumorerkrankungen und Infektionen.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Rheuma muss spezielle auf das auftretenden Krankheitsbild zugeschnitten werden. Daher können die Ansätze der Behandlung auch sehr unterschiedlich sein. In erster Linie kommt es bei Rheuma zu eine medikamentösen Behandlung und Schmerzstillung.

Größere Veränderungen der Gelenke machen häufig eine Operation notwendig. Diese dient jedoch nicht der Ursachenbeseitigung, sondern lediglich zur Linderung der Symptome.

Durch den Einsatz von physikalischen Therapien kann bei Rheuma eine Linderung erreicht werden. Mögliche Therapien sind in diesem Bereich Thermotherapien durch Hitze und Kälteanwendungen und Kyrotherapie mit einer Kälteanwendung mit bis zu Minus 160 Grad Celsius.

Dies kann zu einer Schmerzlinderung, verbesserten Durchblutung und einsetzenden Heilungsprozessen in den geschädigten Bereichen führen.

Unterstützend sollten bei Rheuma Physiotherapie, Massagen und Krankengymnastik eingesetzt werden. Auch sollte der Betroffene, trotz der Schmerzen, sich leicht bewegen durch gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren.

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Vorbeugung

Einer Erkrankung durch Rheuma kann aufgrund der verschiedenen Ursachen nur schwer vorgebeugt werden. Es ist jedoch möglich, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Folgeerscheinungen zu lindern.

Dies kann durch eine angemessene und ausgewogene Ernährung (Gesunde Ernährung) erreicht werden. Betroffenen wird vor allem die Aufnahme kalziumreicher Nahrungsmittel empfohlen.

Durch allgemeine Bewegung sowie eine gezielte Stärkung der Stütz- bzw. Haltemuskulatur kann der Krankheitsverlauf ebenfalls gelindert werden.

Zur Schonung des Magens gegen die Medikamente sollten bei Rheuma Magenschutzmittel eingenommen werden.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Monika kommentierte am 19.03.2016 um 17:15 Uhr

Ich habe Krämpfe in den Händen und Zehen. Mittlerweile täglich. Magnesiummangel kann es nicht sein. Kann mir jemand helfen?