Rheuma

Letzte Aktualisierung am 13. Mai 2018 | Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher.
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Rheuma ist der Sammelbegriff für Krankheiten des rheumatischen Formenkreis. In der Regel werden damit die entzündlichen und schmerzhaften Krankheiten des funktionellen Bewegungs- und Stützsapparates bezeichnet. Die Rheumatoide Arthritis ist die häufigste rheumatische Gelenkentzündung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Rheuma?

Hier sind die typischen Schmerzpunkte bei Rheuma zu erkennen. Häufig treten die Gelenkschmerzen schubweise auf und gehen oft mit einer Schwellung einher.

Rheuma ist die Oberbezeichnung für ungefähr 450 verschiedene Erkrankungen. Die bekanntesten sind unter anderem Arthrose und Arthritis. Rheuma ist eine ernste Krankheit, die bei Menschen in jedem Alter auftreten kann.

In vielen Fällen ist der Bewegungs- und Stützapparat betroffen. Es gibt jedoch auch rheumatische Erkrankungen, die die Weichteile oder Organe befallen.

Rheuma wird zumeist durch reißende, fließende oder ziehende Schmerzen begleitet und kann sogar zu funktionellen Einschränkungen (Bewegungseinschränkungen von Gelenken) führen.

Ursachen

Die Ursachen für Rheuma können sehr unterschiedlich sein und sind zuletzt noch nicht vollständig erforscht. Einige der Erkrankungen werden durch eine Autoimmunkrankheit hervorgerufen. In diesen Fällen kommt es zu einer Schädigung des Gewebes durch das eigene Immunsystem.

Bei diesen rheumatischen Erkrankungen lässt sich nicht nur ein geschlechtsspezifischer Zusammenhang erkennen, sondern auch eine genetische Vererbbarkeit. In anderen Fällen von Rheuma scheint eine bakterielle Infektion des Darm- und des Urogenitaltraktes oder durch Borreliose ursächlich zu sein.

Rheuma kann jedoch auch durch eine Störung im Stoffwechselprozess entstehen. Beispielsweise bei Gicht ist eine Störung im Purinstoffwechsel ursächlich. Bei vielen anderen Rheuma-Erkrankungen ließ sich jedoch bisher noch keine genaue Ursache nachweisen.

Symptome

Typische Symptome von Rheuma:

Abhängig von der Art der rheumatischen Erkrankung können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Im Frühstadium kann es zu allgemeinen Krankheitssymptomen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Schwitzen kommen. Häufig kommt es zu Schmerzen im Bereich der Gelenke. Diese können bei Rheuma dauerhaft oder auch schubweise auftreten. Bei einem aktuellen Schub kommt es des weiteren oft zu einer Rötung der anschwellenden Gelenke. Werden durch das Rheuma die Organe betroffen lassen sich eine Vermehrung des Bindegewebes in der Lunge oder eine Rippenfellentzündung feststellen. Aber auch eine Herzbeutelentzündung und eine Entzündung der Tränen- und Speicheldrüsen können als Symptome bei Rheuma auftreten.

Verlauf

Der Verlauf des Krankheitsbildes bei Rheuma ist abhängig von der betreffenden rheumatischen Erkrankung und kann daher sehr unterschiedlich sein. Die Krankheit schreitet jedoch zumeist in den ersten sechs Jahren am schnellsten voran. Sind durch das Rheuma die Gelenke betroffene, kommt es zu Schmerzen, Schwellungen und Ergüssen in den Gelenken.

Im weiteren Verlauf ist mit einem Funktionsverlust der betroffenen Gelenke und Fehlstellungen zu rechnen. Durch Rheuma verursachte Gefäßentzündungen und Knoten können sich auch in anderem Gewebe und der Lunge festsetzen. Dies kann zu Durchblutungsstörungen und offenen Geschwüren führen. Eine Erkrankung mit Rheuma führt häufig zu einer erhöhten Anfälligkeit für andere Erkrankungen. Besonders hervorzuheben sind hier Herzerkrankungen, Blutungen im Magen-Darm-Trakt, Tumorerkrankungen und Infektionen.

Je früher Rheuma erkannt und behandelt wird, desto schneller und effektiver können die Schmerzen gelindert werden. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Morgensteife, Gelenkschmerzen, Schmerzen bei Wetterumschwung und andere typische Rheuma-Symptome auftreten. Wenn diese Beschwerden länger als einige Wochen bestehen bleiben oder sogar schlimmer werden, empfiehlt sich ein Arztbesuch. Im Detail empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie einen Arztbesuch, wenn zwei oder mehr Gelenke länger als sechs Wochen schmerzhaft geschwollen sind, die Morgensteifigkeit länger als 60 Minuten anhält und weitere Beschwerden wie Müdigkeit, fehlender Appetit und Gewichtsverlust hinzukommen. Diese Anzeichen weisen auf eine rheumatische Erkrankung hin und müssen von einem Rheumatologen untersucht werden. Weitere Anlaufstellen sind der Hausarzt oder ein Orthopäde. Wenn die Beschwerden den Gang zum Arzt unmöglich machen, kann der ärztliche Notdienst kontaktiert werden. Während der Rheumabehandlung sollte stets Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, damit dieser die Therapie individuell an die jeweils auftretenden Symptome und Beschwerden anpassen kann.

Wann zum Arzt?

Je früher Rheuma erkannt und behandelt wird, desto schneller und effektiver können die Schmerzen gelindert werden. Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn Morgensteife, Gelenkschmerzen, Schmerzen bei Wetterumschwung und andere typische Rheuma-Symptome auftreten. Wenn diese Beschwerden länger als einige Wochen bestehen bleiben oder sogar schlimmer werden, empfiehlt sich ein Arztbesuch.

Im Detail empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie einen Arztbesuch, wenn zwei oder mehr Gelenke länger als sechs Wochen schmerzhaft geschwollen sind, die Morgensteifigkeit länger als 60 Minuten anhält und weitere Beschwerden wie Müdigkeit, fehlender Appetit und Gewichtsverlust hinzukommen. Diese Anzeichen weisen auf eine rheumatische Erkrankung hin und müssen von einem Rheumatologen untersucht werden. Weitere Anlaufstellen sind der Hausarzt oder ein Orthopäde.

Wenn die Beschwerden den Gang zum Arzt unmöglich machen, kann der ärztliche Notdienst kontaktiert werden. Während der Rheumabehandlung sollte stets Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, damit dieser die Therapie individuell an die jeweils auftretenden Symptome und Beschwerden anpassen kann.

Komplikationen

Rheuma nimmt einen progressiven Verlauf und ruft verschiedene körperlichen Veränderungen hervor, durch die es zu Komplikationen kommen kann. So entstehen an den Streckseiten der Gelenke Verknöcherungen und sogenannte Rheumaknoten. Außerdem kann es zu Osteoporose kommen, wodurch der Knochen seine Festigkeit verliert und anfälliger für Frakturen wird. Am Rand der Gelenkflächen können sich außerdem Knochendefekte entwickeln. Ebenso können Gelenkergüsse, Gelenkverformungen und Gelenkversteifungen auftreten. Rheumaknoten und andere Gefäßveränderungen können sich bis in die Eingeweide ausbreiten. Dies kann starke Schmerzen und anhaltende Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Bei Befall von Herz, Lunge, Nieren oder Leber drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen. Diese können unter Umständen zum Tod führen.

Eine mögliche Folgeerkrankung ist die Lungenfibrose, zu der es infolge der Vernarbung des Lungengewebes kommt. Auch Rippenfellentzündungen, Perikardergüsse, Tumoren und innere Blutungen sind möglich. Langfristig verschlechtert sich die Bewegungsfähigkeit der Hände, wodurch der Erkrankte schließlich pflegebedürftig wird. Durch eine umfassende Behandlung kann das Auftreten der genannten Komplikationen hinausgezögert werden. Eine ursächliche Therapie ist jedoch nicht möglich. Deshalb nimmt Rheuma immer einen schwerwiegenden Verlauf, und die Erkrankten benötigen bereits nach wenigen Jahren eine voll umfassende Pflege. Die schlechte Prognose kann auch seelische Probleme hervorrufen. Viele Rheumapatienten leiden an Depressionen und Ängsten, die das Wohlbefinden und die Lebensqualität zusätzlich einschränken.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung von Rheuma muss spezielle auf das auftretenden Krankheitsbild zugeschnitten werden. Daher können die Ansätze der Behandlung auch sehr unterschiedlich sein. In erster Linie kommt es bei Rheuma zu eine medikamentösen Behandlung und Schmerzstillung.

Größere Veränderungen der Gelenke machen häufig eine Operation notwendig. Diese dient jedoch nicht der Ursachenbeseitigung, sondern lediglich zur Linderung der Symptome.

Durch den Einsatz von physikalischen Therapien kann bei Rheuma eine Linderung erreicht werden. Mögliche Therapien sind in diesem Bereich Thermotherapien durch Hitze und Kälteanwendungen und Kyrotherapie mit einer Kälteanwendung mit bis zu Minus 160 Grad Celsius.

Dies kann zu einer Schmerzlinderung, verbesserten Durchblutung und einsetzenden Heilungsprozessen in den geschädigten Bereichen führen.

Unterstützend sollten bei Rheuma Physiotherapie, Massagen und Krankengymnastik eingesetzt werden. Auch sollte der Betroffene, trotz der Schmerzen, sich leicht bewegen durch gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren.

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Vorbeugung

Einer Erkrankung durch Rheuma kann aufgrund der verschiedenen Ursachen nur schwer vorgebeugt werden. Es ist jedoch möglich, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Folgeerscheinungen zu lindern.

Dies kann durch eine angemessene und ausgewogene Ernährung (Gesunde Ernährung) erreicht werden. Betroffenen wird vor allem die Aufnahme kalziumreicher Nahrungsmittel empfohlen.

Durch allgemeine Bewegung sowie eine gezielte Stärkung der Stütz- bzw. Haltemuskulatur kann der Krankheitsverlauf ebenfalls gelindert werden.

Zur Schonung des Magens gegen die Medikamente sollten bei Rheuma Magenschutzmittel eingenommen werden.

Quellen

  • Heisel, J.: Physikalische Medizin - Praxiswissen Halte- und Bewegungsorgane, Georg Thieme Verlag, 1.Auflage, 2005
  • Mayer, C. et Siems, W.: 100 Krankheitsbilder in der Physiotherapie, Springer Medizin Verlag, 1.Auflage, 2011
  • Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2012
  • Imhoff, A.B. et al.: Checkliste Orthopädie, Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, 2014

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Monika kommentierte am 19.03.2016 um 17:15 Uhr

Ich habe Krämpfe in den Händen und Zehen. Mittlerweile täglich. Magnesiummangel kann es nicht sein. Kann mir jemand helfen?