Nasenbluten mit Kopfschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. November 2016
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Nasenbluten ist keine Seltenheit und kann aus den unterschiedlichsten Gründen entstehen. In manchen Fällen geht Nasenbluten jedoch mit Kopfschmerzen einher. Dies gilt als möglicher Hinweis auf Erkrankungen wie Bluthochdruck. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Nasenbluten mit Kopfschmerzen?

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Fast jeder Mensch leidet im Laufe seines Lebens hin und wieder unter Nasenbluten (Epistaxis). So stellt die Nase ein Organ dar, das gut durchblutet wird. Ist das Nasenbluten mit Kopfschmerzen verbunden, kann dies auf bestimmte Erkrankungen hindeuten. Dazu gehört in erster Linie zu hoher Blutdruck, auch arterielle Hypertonie genannt. Dabei besteht ein erhöhter Druck auf sämtliche Arterien innerhalb des Körpers. Weil die Arterien in der Nase überaus empfindlich sind, können sie leicht einreißen und Nasenbluten hervorrufen. Nicht selten kommt es dabei auch zu Kopfschmerzen.

Ursachen

Die Ursachen, die Nasenbluten und Kopfschmerzen auslösen, sind mannigfaltig und meist harmloser Natur. Welche Gründe für die Kombination dieser Beschwerden infrage kommen, lässt nicht immer leicht herausfinden. Dies gilt auch dann, wenn der Betroffene häufiger unter Nasenbluten mit Kopfschmerzen leidet. Zu den häufigsten Urhebern der Beschwerden zählen Erkältungen mit Schnupfen und verstopfter Nase, das häufige Putzen der Nase oder trockene Heizungsluft im Winter.

Ebenso kann eine Nasennebenhöhlenentzündung druckartigen Kopfschmerz, der mit Nasenbluten einhergeht, hervorrufen. Ein weiterer häufiger Auslöser der Beschwerden ist der übermäßige Gebrauch von Nasensprays oder Nasentropfen. Gleiches gilt für Fehlbildungen der Nasenscheidewand oder das Vorliegen eines Loches in der Scheidewand aufgrund von Drogenkonsum. Gelegentlich sind auch Blutgerinnungsstörungen für die Beschwerdekombination aus Nasenbluten und Kopfschmerzen verantwortlich.

Darüber hinaus lösen einige Herzerkrankungen diese Beschwerden aus, wobei es außerdem zu Müdigkeit kommt. Die Müdigkeit kann aber ebenso ein Hinweis auf Blutarmut (Anämie) aufgrund häufigen Nasenblutens sein. Nicht selten löst ständiges Nasenbluten Verspannungen der Nackenmuskeln aus, weil der Patient seinen Kopf oft verkrampft in eine schonende Haltung versetzt. Treten Kopfschmerzen und Nasenbluten zusammen mit Übelkeit und Erbrechen auf, kann dies auf das Verschlucken von Blut hindeuten. Um eine ernste Erkrankung auszuschließen, ist der Besuch bei einem Arzt sinnvoll.

Nasenbluten mit Kopfschmerzen, das außerdem von Schwindelgefühlen und Ohrensausen begleitet wird, ist ein Symptom von zu hohem Blutdruck. Nicht selten leidet die betroffene Person zusätzlich unter Herzrasen. Zeigen sich diese kombinierten Beschwerden häufiger, sollte der Gang zum Arzt erfolgen, um die Ursache des Bluthochdrucks zu ermitteln. So können sich hinter den Symptomen ernste Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen verbergen.

Allerdings lässt sich nicht in jedem Fall ein konkreter Auslöser für den erhöhten Blutdruck finden. Mitunter sind Nasenbluten und Kopfschmerzen auch eine Begleiterscheinung von Augenerkrankungen wie dem Grünen Star (Glaukom). Ebenso können sie eine Nebenwirkung nach der Einnahme von speziellen Medikamenten darstellen. Häufig handelt es sich dabei um Nasensprays oder Glukokortikoide. In seltenen Fällen sind auch schwere Kopfverletzungen oder Tumore für die Beschwerden ursächlich.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Führt die Kombination aus Nasenbluten und Kopfschmerzen den Betroffenen zum Arzt, beschäftigt dieser sich zunächst mit der Krankengeschichte (Anamnese) seines Patienten. Dabei erkundigt er sich danach, wie oft sich die Symptome zeigen und ob das Nasenbluten durch bestimmte Umstände ausgelöst wird. Anschließend misst der Arzt Puls und Blutdruck. Falls nötig, kann er dem Patienten auch etwas Blut abnehmen. Auf diese Weise stellt er fest, ob der Erkrankte eine größere Blutmenge verloren hat.

Ebenfalls hilfreich beim Ermitteln der Ursachen ist eine Untersuchung von Nase und Rachen. Gelegentlich helfen auch bildgebende Untersuchungsmethoden wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) weiter. In den meisten Fällen nimmt Nasenbluten mit Kopfschmerzen einen positiven Verlauf, da die Ursachen oftmals harmlos sind. Nur selten kommt es aufgrund von ernsten Erkrankungen zu chronischen Beschwerden.

Behandlung und Therapie

Wichtigster Bestandteil der Behandlung von Nasenbluten mit Kopfschmerzen ist das Stillen der Blutung. Dabei darf der Patient seinen Kopf nicht in den Nacken legen. So besteht das Risiko, dass das Blut aus der Nase in den Rachen fließt und Übelkeit sowie Erbrechen hervorruft. Stattdessen ist es besser, den Kopf leicht in die vordere Richtung zu beugen und gleichzeitig den betroffenen Nasenflügel mit dem Finger zuzuhalten. Dabei wird durch den Mund geatmet.

Als zusätzliches Hilfsmittel dienen ein Eisbeutel oder ein kühler Lappen im Nacken, wodurch sich das Nasenbluten stoppen lässt. Normalerweise geht das Nasenbluten nach einigen Minuten von selbst wieder zurück. Auf das Naseputzen sollte der Patient den restlichen Tag über lieber verzichten. Gleiches gilt für ruckartige Bewegungen des Kopfes, da sonst erneut Beschwerden auftreten können.

Bildet sich das Nasenbluten nicht zurück oder wird von heftigen Kopfschmerzen begleitet, muss ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt bringt auch intensive Blutungen gezielt durch den Einsatz von Tamponaden oder andere Behandlungsmaßnahmen zum Stillstand. Da Nasenbluten mit Kopfschmerzen nicht selten durch zu langes Benutzen eines Nasensprays hervorgerufen wird, sollte dieses abgesetzt werden.



Vorbeugung

Es gibt durchaus Möglichkeiten, Nasenbluten vorzubeugen. Dazu gehört das Feuchthalten der Nase. So lässt sich trockenen Nasenschleimhäuten durch genügend Luftfeuchtigkeit entgegenwirken. Gleiches gilt für spezielle Nasenöle oder Nasensalben.

Um Nasenbluten und Kopfschmerzen durch zu hohen Blutdruck zu vermeiden, empfiehlt es sich, diesen Auslöser behandeln zu lassen. Ist die Ursache des Gesundheitsproblems behoben, tritt normalerweise kein Nasenbluten mit Kopfschmerzen mehr auf.

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