Drogensucht

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 15. September 2015
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Es gibt viele Arten von Drogen auf der Welt, die beim Menschen Drogensucht zur Folge haben können. Drogen werden einerseits aus Pflanzen und andererseits auf synthetische Art und Weise hergestellt und illegal verkauft. Drogensucht kann chronische Krankheiten und sogar den Tod nach sich ziehen, wobei man auch die Sucht nach frei verkäuflichem Alkohol und nach Nikotin hinzuzählen muss.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Drogensucht?

Drogensucht verursacht, je nach Zusammensetzung der konsumierten Drogen, die verschiedensten Arten von Rauschzuständen. Nicht nur in der Neuzeit, sondern bereits seit Tausenden von Jahren sind Drogen in allen Teilen der Welt in Gebrauch. Die Folgen von Drogensucht sind körperliche und psychische Abhängigkeit und körperlicher und geistiger Verfall.

Drogensucht kann die Organe und auch das Gehirn schädigen und der gesundheitliche sowie der soziale Abstieg der Betroffenen sind praktisch vorprogrammiert. Eine akute Überdosis bestimmter Drogen kann zu Atemstillstand und Herzversagen führen. Langfristig schadet Drogensucht zum Beispiel der Leber und den Nieren. Zu den sogenannten "weichen" Drogen zählt man Marihuana und Haschisch. Harte Drogensucht erzeugen zum Beispiel Kokain, Morphium, Heroin, LSD und so genannte Designerdrogen wie Extasy.

Ursachen von Drogensucht

Die Ursachen für Drogensucht sind vielfältig und der Missbrauch von Drogen zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten. Insbesondere Jugendliche sind gefährdet, durch das reine Ausprobieren von Drogen süchtig zu werden. Probleme in der Kindheit wie Missbrauch und Gewalt, die falschen Freunde oder psychische Probleme können den Hang zur Drogensucht hervorrufen.

Auch Schwierigkeiten in der Partnerschaft und im Beruf können zu Drogensucht führen. Während verbotene Drogen illegal beschafft werden müssen, sind Alkohol und Zigaretten überall zu haben. Schon Kinder verfallen der Nikotinsucht und viele Jugendliche praktizieren das sogenannte "Koma-Saufen", das Jahr für Jahr viele im Krankenhaus enden lässt. Hier liegt die Ursache der Drogensucht auf der Hand, denn es handelt sich um ein kollektives Verhalten.

Symptome und Verlauf von Drogensucht

Typische Symptome einer Drogensucht:

Die Symptome von Drogensucht sind vielfältig und sie reichen von Entzugserscheinungen und Beschaffungskriminalität über Verwahrlosung bis hin zu Obdachlosigkeit. Während der Gebrauch der Droge anfangs Hochstimmung erzeugt, gewöhnt sich der Körper nach und nach an sie, bis Entzugserscheinungen auftreten. Je nach Art der eingenommenen Droge können Bewusstseinsstörungen, Euphorie und Benommenheit eintreten.

Nach der Einnahme einer Überdosis von Heroin oder Morphium kann es zu Kreislaufzusammenbrüchen, Atemstillstand, Koma oder dem Tod durch Ersticken oder Herzversagen kommen. Auch bei einer Überdosis Alkohol können ähnliche Symptome auftreten. Die sogenannten Designer-Drogen können kurzfristige Hochstimmung erzeugen und langfristig zerstören sie bei dieser Art von Drogensucht den Körper zusammen mit vielen Gehirnzellen.

Diagnose von Drogensucht

Der Arzt kann Drogensucht durch die augenscheinliche Diagnose feststellen. Aber es gibt auch verschiedene Tests, mit denen Drogen im Blut, im Urin und in den Haaren nachgewiesen werden können. Heroin- und Morphiumsüchtige weisen Einstichstellen am Körper auf und sie sind meist ausgezehrt. Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schmerzen, Schüttelfrost, Zähneklappern und Frieren bei gleichzeitigen Schweißausbrüchen sind typisch für diese Süchte. Alkoholiker weisen ähnliche Symptome auf, doch der Konsum weicher Drogen wie Haschisch und Marihuana führt zu psychischer und weniger zu körperlicher Drogensucht.

Behandlung von Drogensucht

Bei nachgewiesener Drogensucht wird sehr oft eine stationäre Therapie notwendig sein. Denn sonst besteht wenig Hoffnung, dass der Süchtige es schafft, ohne Hilfe mit dem Konsum der Drogen aufzuhören. Zunächst erfolgt der körperliche Entzug, der die Grundvoraussetzung für die weitere Behandlung ist. Dieser muss meist unter Medikation und unter strengster ärztlicher Überwachung erfolgen.

Je nach Art der Drogensucht erfolgt anschließend eine unterschiedlich lange Therapie. Bei multipler Abhängigkeit oder bei jahrelanger Drogensucht kann eine solche Therapie auch länger als ein ganzes Jahr dauern. Selbst nach einer Entlassung wird bei mehrfach abhängigen Süchtigen versucht, mit ambulanter Nachsorge den Rückfall zu verhindern. Das alles klappt aber nur dann, wenn der Patient auch mitmacht. Da solche Therapieplätze, angesichts der hohen Zahl von Drogenabhängigen, sehr rar sind, erfolgt vor einer Kostenzusage eine eingehende Prüfung der Erfolgsaussichten.

Die weit verbreitete Nikotinabhängigkeit zu bekämpfen, wird von fast allen Krankenkassen unterstützt. Dazu dienen verschiedene Methoden wie Akupunktur, Nikotinpflaster und andere Therapiemaßnahmen. Für Alkoholabhängige gibt es viele Beratungsstellen und auch ambulante Gesprächsangebote mit anderen Betroffenen. Heroinabhängigen, die mehrfach rückfällig geworden sind, wird nach strenger Diagnose-Stellung auch eine Aufnahme ins Methadonprogramm gewährt und sie erhalten die weniger gefährliche Ersatzdroge auf Rezept. Damit minimiert man auch die Gefahr der Beschaffungskriminalität, welche diese Drogensucht mit sich bringt.

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Vorbeugung von Drogensucht

Drogensucht zu verhindern, ist eine Herausforderung, der sich die ganze Gesellschaft stellen muss. Diese Herausforderung beginnt bereits bei der Erziehung durch die Eltern und die Lehrer in der Schule. Aufklärungskampagnen des Staates und der zuständigen Institutionen tragen einen Teil dazu bei, aber das Umfeld eines gefährdeten Menschen ist ebenfalls zum Handeln aufgefordert. Betroffene dürfen nicht ihrem Schicksal überlassen werden, sondern sie müssen aktiv aus ihrer Situation herausgeholt werden, damit ihre Drogensucht ihnen nicht zum Verhängnis wird.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Bibiblock kommentierte am 03.07.2016 um 01:26 Uhr

Mein Mann konsumiert regelmäßig und ich bin nur noch zweitrangig. Seit seinem Unfall ist es noch schlimmer geworden und ich bin am Ende mit meinem Latein. Einerseits will ich ihn raus schmeißen und im nächsten Moment lass ich ihm wieder rein ins Haus und in mein Leben. Von 7 Tagen die Woche macht er 5 Tage und Nächte durch und dann ist schlafen angesagt. Er macht mich hinter meinem Rücken schlecht bei anderen, lügt mich an und ich glaube inzwischen das er mich auch betrügen würde oder es sogar schon getan hat. Seine Hygiene lässt auch zu wünschen übrig und Papiere und alles was wichtig ist bleibt liegen. Ich brauch einen Rat. Ich soll ihn fallen lassen, wird mir immer gesagt.