Verstopfte Nase

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 17. Februar 2015
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Eine verstopfte Nase kann sehr unangenehm sein. Die Nase ist das Riechorgan und somit auch ein wichtiger Teil der Atemwege. Aus diesem Grund kann eine verstopfte Nase das Riechen und auch die Atmung behindern (eingeschränkte Nasenatmung). Meist sind angeschwollene Nasenschleimhäute (Schnupfen), Fremdkörper in der Nase oder regelmäßiger Gebrauch von Nasenspray der Grund für eine verstopfte Nase.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine verstopfte Nase?

Die eingeatmete Luft gelangt über die beiden Nasenlöcher in die Nasenhöhle. Dabei ist die Nasenhöhle in die linke und rechte Nasenhöhle gegliedert und diese wiederum in drei knorpelige Nasenmuscheln. Zwischen diesen drei Nasenmuscheln befinden sich ebenfalls drei Nasengänge. Durch diese Nasengänge wird die Nase mit dem Rachen und den Nasennebenhöhlen verbunden. Zudem ist die gesamte Nase mit Schleimhaut ausgekleidet.

Sind die Nasenschleimhäute angeschwollen oder befindet sich ein Fremdkörper (Polyp, Tumor) in der Nase, dann erschwert oder behindert das die Atmung und beeinträchtigt den Geruchssinn.

Ursachen

Ist die Nase verstopft, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. So kann beispielsweise durch das häufige Nasenputzen bei Schnupfen die Nasenschleimhaut anschwellen.

Ebenfalls können sich Hindernisse im Nasen- oder Rachen-Bereich, wie zum Beispiel Nasenpolypen befinden.

Die häufigsten Ursachen für eine verstopfte Nase sind Schnupfen sowie Infektionen bei Erkältung oder grippalen Infekten.

Hierzu zählt auch die Nasennebenhöhlenentzündung. Weitere Ursachen für eine verstopfte Nase können neben einer Nasenscheidewand-Verkrümmung auch Allergien, wie zum Beispiel Heuschnupfen sein.

Auch durch trockene Luft, Staub, bestimmte Gifte oder Rauch kann es zu einer verstopften Nase kommen. Zudem kann auch der häufige Gebrauch von Nasentropfen ursächlich sein. Dagegen sind gutartige oder bösartige Nasentumore eher selten.

Nasennebenhöhlenentzündung

Sekrete (gelb-grünlicher Schleim und Eiter) bei einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) können die Nase verstopfen.

Nasenpolypen

Auch Nasenpolypen (gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut) können der Grund für eine verstopfte Nase sein.

Symptome und Verlauf

Menschen die unter einer verstopften Nase leiden, haben Probleme durch die Nase zu atmen. Ihnen fällt das Luft holen durch die Nase schwer. Häufig ist das Riechen eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Handelt es sich um eine erkältungsbedingte verstopfte Nase, klingen die Beschwerden in der Regel nach überstandener Infektion wieder ab. Abhängig davon, wie stark die Nasenatmung eingeschränkt ist, können Beschwerden wie Schnarchen oder sogar Atemnot auftreten.

Diagnose

Nicht in jedem Fall erfordert eine verstopfte Nase eine Diagnose durch einen entsprechenden Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Gewöhnlich geht ein leichter Schnupfen von selbst zurück. Sollten die Beschwerden allerdings über einen längeren Zeitraum auftreten und stärker werden, ist die gezielte Diagnose durch einen Arzt sinnvoll.

So wird ein Arzt zunächst einige Fragen stellen, ob beispielsweise weitere Beschwerden oder Allergien oder auch Vorerkrankungen bestehen. Hiernach wird der Arzt die Nase sowie die Nasennebenhöhlen untersuchen. In einigen Fällen sind dann noch Blutuntersuchungen, Allergietests und Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen zur Diagnose nötig. Besteht der Verdacht, dass sich Fremdkörper in der Nase befinden, kann eine Nasenspiegelung sinnvoll sein.

Behandlung und Therapie

Wie bei allen Krankheiten hängt die Therapie von der Ursache ab. So wird eine Erkältung mit Schnupfen im Allgemeinen von alleine abheilen. Der Heilungsprozess kann dabei unterstützt werden, indem sich Betroffene vor allem körperlich schonen. Treten starke Erkältungssymptome auf, können Hausmittel, fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente die Beschwerden lindern. Bei bakteriellen Infekten ist ggf. ein Antibiotika notwendig.

Bei einer Allergie besteht die Therapie darin, zunächst einmal den Auslöser zu finden. Dies können beispielsweise Pollen oder Tierhaare sein. Des Weiteren kann bei einer behinderten Nasenatmung der Wirkstoff Cromoglicinsäure vorbeugen. Auch die sogenannte Hyposensibilisierung kann unter Umständen zur Allergie-Therapie in Betracht kommen.

Befindet sich ein Fremdkörper in der Nase, lässt er sich unter Umständen durch ein heftiges Schnäuzen der Nasen entfernen. Wenn dies nicht möglich ist, kann der Hals-Nasen-Ohren-Arzt mit entsprechenden Instrumenten den Fremdkörper entfernen.

Besteht eine Nasenscheidewand-Verkrümmung oder auch Nasenpolypen, können diese operativ korrigiert bzw. entfernt werden.

Betroffenen, die dauerhaft an einer empfindlichen und zugeschwollenen Nase leiden, kann es helfen, wenn sie sich nicht nur kurz in rauchigen und trockenen Räumen aufhalten. Zudem lässt sich die Nase gut durch eine Dampfinhalation befeuchten, was der Nase hilft, wieder frei zu werden. Auf die dauerhafte Behandlung mit einem Nasenspray sollte unbedingt verzichtet werden.

Zwar hilft das Nasenspray dadurch, dass sie Nasenschleimhaut schnell abschwillt, jedoch gewöhnt sich die Nasenschleimhaut sehr schnell an diesen Wirkstoff und kann dauerhaft zuschwellen. Wesentlich sinnvoller ist es, die verstopfte Nase mit einem Hausmittel zu behandeln. Indes kann eine Nasenspülung dabei helfen, Krankheitskeime aus der Nase zu entfernen. Wie genau die Nasenspülung funktioniert, kann ein Apotheker oder auch Hals-Nasen-Ohren-Arzt erklären.

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