Ingwer

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. April 2016
Gesundpedia.deHeilpflanzen Ingwer

Ingwer, dessen botanischer Name Zingiber officinale ist, gehört zur Familie der Ingwergewächse. Der verwendete Teil der Pflanze, das so genannte Ingwer-Rhizom, wächst unter der Erde und erinnert in seiner Form an eine Knolle. In asiatischen Ländern ist Ingwer seit Jahrtausenden als Gewürz wie auch als Heilpflanze bekannt und geschätzt was seine lange Tradition in der Ayurvedischen und der Traditionellen Chinesischen Medizin erklärt. Heutzutage belegen immer mehr Studien die Wirkung des Ingwers, sodass auch in anderen Ländern Ingwer nicht mehr nur als exotisches Gewürz in der Küche Anwendung findet.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeiner Überblick

Die Wurzel des Ingwer hilft präventiv das Immunsystem zu stärken, wirkt aber auch im akuten Fall ähnlich lindernd wie Aspirin.

Ingwer wird in tropischen und subtropischen Ländern angebaut. Der größte Ingwerproduzent ist Indien, wohingegen China der größte Ingwerexporteur der Welt ist; das weltweit größte Anbaugebiet befindet sich in Nigeria. Die Pflanze kann eine Wuchshöhe von weit über 1m erreichen und sieht durch seine dicken Stängel und langen Blättern schilfartig aus. Der eigentliche Ingwer, das in der Küche verwendete Rhizom, wächst als Knolle verzweigt unter der Erde.

Die Knolle des Ingwers ist von einer bräunlichen Haut umgeben, die abgeschält das gelbliche Fruchtfleisch zum Vorschein bringt. Geschält hat Ingwer einen sehr angenehmen Zitronenduft, schmeckt allerdings sehr scharf. Ingwer lässt sich auch ohne viel Aufwand auf der heimischen Fensterbank oder im Garten anpflanzen. Dafür reicht es aus eine normale Ingwerknolle im Handel zu kaufen.

Der Ingwer wird in mehrere einige Zentimeter dicke Stücke geschnitten und mit der Schnittfläche nach unten in Blumenerde gelegt und mit nur wenig Erde bedeckt. Die Knolle sollte an einem warmen Standort stehen, sodass die Temperatur stets über 20°C liegt und gleichmäßig feucht, aber nicht zu feucht, gehalten werden. Die beste Zeit für die eigene Anzucht ist das Frühjahr. Bei Anzucht im Garten ist zu beachten, dass die Ingwerpflanze nicht winterhart ist.

Vorkommen und Anbau

Ingwer hat eine große Bedeutung als Nahrungsmittel sowie als Heilpflanze. In der Küche wird Ingwer als Gewürz in vielen verschiedenen Variationen angewandt. Frischer Ingwer, zumeist fein gerieben oder in kleine Stücke geschnitten, wird als Gewürz für viele Gerichte verwendet. In Suppen, zu Fleisch oder Fisch und in Currys kommt die angenehm würzige Schärfe des Ingwers besonders zur Geltung und ist kaum noch wegzudenken.

Gemahlener Ingwer wird u.a. bei der Herstellung von Lebkuchen und Gingerbread verwendet. Das Getränk Ginger Ale erhält hat seinen Namen ebenfalls vom Ingwer. Besonders bekömmlich und beliebt ist die Zubereitung von Ingwer als Tee. Dafür wird ein geschältes Stück der Knolle in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser aufgegossen. Das Ingwerwasser kann warm oder kalt getrunken werden und nach Geschmack mit Zitrone oder ähnlichem verfeinert werden.

Anwendung und Wirkung

Die Knolle schmeckt nicht nur aromatisch sondern hat eine Vielzahl wichtiger Inhaltsstoffe. So sind Gingerol und Shogaol nicht nur für die Schärfe des Ingwers verantwortlich, sondern auch für die Gesundheit von großer Bedeutung.

Vor allem Gingerol wirkt ähnlich wie Aspirin schmerz- und entzündungshemmend, antibakteriell und regt die Durchblutung an.

Ein weiterer Inhaltsstoff ist Cineol, das sich positiv auf die Atemwege auswirkt und unter anderem bei Erkältungen für Linderung sorgt, aber auch bei Heuschnupfen und Asthma wirkt. Daneben ist Ingwer eine wahre Vitamin C- Bombe und enthält eine Reihe von B- Vitaminen, ebenso wie die Mineralstoffe Eisen, Calcium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Natrium.

Wogegen hilft Ingwer?

Bedeutung für die Gesundheit

Ingwer wird seit Jahrtausenden als Heilpflanze angewandt und hilft bei einer Vielzahl von Beschwerden. Eine der Hauptwirkungen des Ingwers ist die beruhigende Wirkung auf den Magen. Die in der Knolle enthaltenen Stoffe wirken in dem Bereich des menschlichen Gehirns der für Übelkeit verantwortlich ist und kann nicht nur Übelkeit und Brechreiz bekämpfen sondern auch Magenschmerzen und Krämpfe lindern. Dieser Effekt kann auch unterstützend während einer Chemotherapie, mit all ihren Nebenwirkungen, beobachtet werden.

Ein weiteres Anwendungsgebiet des Ingwers ist die Behandlung von Rheuma und Arthrose. Für die entzündungshemmende Wirkung ist der Inhaltsstoff Gingerol verantwortlich. Diese Gingerole sollen im Körper das gleiche Enzym hemmen wie Acetylsalicylsäure und für Entspannung und Wohlbefinden sorgen. Ebenso haben Studien ergeben, dass Ingwerkonsum bei Sportlern Schmerzen durch Muskelkater verringert.

Für viele ist der regelmäßige Genuss eines heißen Ingwertees während der Erkältungszeit ein Geheimtipp um gesund zu bleiben. Denn eine weitere Eigenschaft des Ingwers ist die Erweiterung der Gefäße und eine bessere Durchblutung des Körpers, wodurch die Abwehr gestärkt wird. Wer zu kalten Händen oder Füßen neigt, bekommt diesen Effekt nach dem Konsum von Ingwer schnell zu spüren; der Körper wird von innen gewärmt.

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