Einseitige Rückenschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 11. April 2015
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Einseitige Rückenschmerzen sind Schmerzen, die überwiegend auf der linken oder rechten Seite des Rückens auftreten. Sie haben unterschiedliche Ursache und können meist kuriert werden. Vorbeugen lässt sich ihnen nur begrenzt.

Inhaltsverzeichnis

Was sind einseitige Rückenschmerzen?

Einseitige Rückenschmerzen treten in der Regel auf, wenn eine Rückenseite besonders stark belastet wird. Dies ist etwa der Fall, wenn das Hauptgewicht nur auf einem Bein liegt, was beispielsweise beim Stehen an eine Bar der Fall ist. Dadurch kommt es zur so genannten Skoliose, also einer Verspannung der Lendenwirbelsäule.

Therapieren lässt sich die Störung beispielsweise durch eine sensomotorische Körpertherapie. Vorbeugend können entsprechende Gewichtsverlagerungen vermieden werden. Es gibt allerdings auch anderweitige Erkrankungen, die einseitige Rückenschmerzen auslösen können. So etwa Nierenerkrankungen, die sich meist nur durch eine Operation beheben lassen.

Ursachen

Einseitige Rückenschmerzen können unterschiedlichste Ursachen haben. Häufig kommen sie durch eine Fehlhaltung im Alltag zustande. Im Speziellen bedeutet das, dass der Betroffenen das gesamte Körpergewicht regelmäßig und unbewusst auf ein Bein verlagert und dieses dadurch enorm belastet. Dadurch kommt es zu Verspannungen im Rücken und dementsprechend auch zu Schmerzen.

Auch Erkrankungen der Niere können die Ursache für einseitige Rückenschmerzen sein. Ebenso eine starke Belastung des Ischiasnervs, wie sie beispielsweise in der Schwangerschaft oder bei einem Tumor auftritt. Darüber hinaus können auch Sportverletzungen oder Schädigungen der Rückenmuskeln in Folge eines Unfalls für die Schmerzen verantwortlich sein. Ebenso Tumore oder Zysten im oder am Rücken oder Probleme mit den Bandscheiben. Aufgrund der Vielzahl möglicher Ursachen ist es schwierig, eine genaue Diagnose zu stellen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Einseitige Rückenschmerzen sind nur eine von vielen Arten der Rückenschmerzen. Dementsprechend langwierig kann die Erstellung einer eindeutigen Diagnose sein. Zu Beginn stehen dabei die Symptome, welche vom Betroffenen selbst geäußert werden. Der Arzt erfragt beispielsweise, an welcher Stelle die Schmerzen auftreten, in welcher Häufigkeit und in welcher Intensität. Auch die Entstehung der Schmerzen sowie deren Ausbreitung muss genau geklärt werden. Ebenso Begleitsymptome, die Entwicklung von Gewicht und Körpergröße in den letzten sechs Monaten und eventuelle Besonderheiten in der Krankheitsgeschichte der Familie.

Im Anschluss führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Hierbei richtet er seinen Blick zunächst auf äußerlich sichtbare Veränderungen und die Körperhaltung des Patienten. Auch auf die Augen wirft er einen genauen Blick, um eine Entzündung und damit verbunden eine Skeletterkrankung ausschließen zu können. Weiterhin wird das Hautbild überprüft. Der Arzt überprüft alle Eventualitäten und nimmt bei einem konkreten Verdacht auch eine Untersuchung der Niere vor. Dazu ist eine Blutabnahme ebenso sinnvoll wie eine Gewebeabnahme.

Im Anschluss an diese Untersuchungen kann der Arzt die Diagnose stellen und die Behandlung einleiten. Je nach Ursache ist der Verlauf der einseitigen Rückenschmerzen unterschiedlich. Während ein Tumor im Rücken durchaus tödlich enden kann, lassen sich einfache Verspannungen gut therapieren. Auch Beschwerden in der Schwangerschaft verschwinden wieder, wenn das Kind geboren ist. Probleme mit den Nieren können einen negativen Verlauf nehmen, wenn sie nicht behandelt werden. Bei einer frühzeitigen Erkennung ist der Verlauf allerdings meist ebenfalls positiv.

Behandlung und Therapie

Je nachdem, welche Ursache den einseitigen Rückenschmerzen zugrunde liegt, kommen unterschiedliche Behandlungsmethoden in Frage. Treten die Beschwerden aufgrund einer Gewichtsverlagerung auf ein Bein auf, kann eine sensomotorische Körpertherapie helfen. Dabei wird das Körperbewusstsein trainiert, damit der Betroffene sich der falschen Körperhaltung bewusst wird und gegensteuern kann.

Auch Behandlungen des Bindegewebes und anderweitige Maßnahmen werden durchgeführt. Häufig können schon Massagen helfen, die Verspannungen im Rücken zu lösen und dem Betroffenen eine normale Haltung zu ermöglichen. Einseitige Rückenschmerzen in Folge von Nierenerkrankungen lassen sich kurieren, indem die Grunderkrankung behandelt wird. Das geschieht je nach Erkrankung mit Antibiotika, einer entsprechenden Diät oder im Falle von Nierenkrebs mit einer Chemotherapie.

Wenn die Nierenerkrankung behoben ist, verschwinden im Normalfall auch die einseitigen Rückenschmerzen. Einseitige Rückenschmerzen in der Schwangerschaft entstehen durch eine starke Belastung des Ischiasnerv und können durch Yoga gemildert werden. Eine Behandlung mit Medikamenten ist dagegen nicht anzuraten.

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Vorbeugung

Die Vorbeugung von einseitigen Rückenschmerzen ist sehr spezifisch. So lassen sich die Beschwerden in fast allen Fällen vermeiden, indem viel Sport getrieben wird. Insbesondere Yoga und ähnliche Praktiken helfen dabei, das Körperbewusstsein zu schulen und Verspannungen im Rücken zu vermeiden. Vor allem Menschen, deren Rücken im Beruf oder während eines Hobbys starken Belastungen ausgesetzt ist, können dadurch eine Menge bewirken und Schmerzen vermeiden.

Nierenerkrankungen und daraus resultierende Rückenschmerzen lassen sich vermeiden, indem ein gesunder Lebensstil gepflegt wird. Regelmäßige Untersuchungen beim Arzt können ebenfalls sinnvoll sein, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Zuletzt sollte bei ersten Problemen direkt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann die Diagnose stellen und direkt eine passende Therapie ausarbeiten. Dadurch lässt sich den einseitigen Rückenschmerzen zwar nicht immer vorbeugen, doch eventuelle Folgeerkrankungen und damit verbundene Probleme können vermieden werden.

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