Skoliose

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. November 2014
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Die Skoliose ist durch eine seitliche Verkrümmung einzelner verdrehter Wirbelkörper gekennzeichnet. Durch diese Fehlstellung, die von Kindesalter an vorhanden sein kann, wird die Wirbelsäule stark abgenutzt. Tritt sie im Kindesalter auf, ist sie schwer zu entdecken. Erst Beschwerden können auf eine Skoliose aufmerksam machen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Skoliose?

In der Medizin werden zwei grundlegende Arten der Skoliose unterschieden. Wenn die Skoliose dauerhaft verdrehte Wirbelkörper aufzeigt, wird sie als echte strukturelle Skoliose bezeichnet.

Tritt die Wirbelkörperfehlstellung vorübergehend auf, so handelt es sich um eine funktionelle Skoliose einzelner Wirbelkörper. Diese Skoliose-Formen werden nach ihrem Entstehungszeitpunkt benannt.

Tritt die Skoliose im Kindesalter bis zu drei Jahren auf, so heißt sie infantile Skoliose, im Alter zwischen 4 und 10 Jahren handelt es sich um eine juvenile Skoliose und nach dem 11. Lebensjahr wird sie als adoleszente Skoliose bezeichnet.

Ursachen

Nur bei Skoliose, die durch neurologische, Muskel- oder Knochenerkrankungen bedingt ist, ist die Ursache benennbar. Die osteopathische und die myopathische sowie die neuropathische Skoliose zählen dazu.

Bei den nicht erkennbaren Ursachen für eine Skoliose spielen vererbte oder neurologische Ursachen eine Rolle. Es kann an einer verminderten Knochendichte liegen, es können Störungen im Stoffwechsel oder Bindegewebsveränderungen die Skoliose bedingen. In solchen Skoliose Fällen wird von einer idiopathischen Skoliose gesprochen.

Idiopathische Skoliose Formen werden den verschiedenen Wachstumszeiten der Wirbelsäule zugeordnet. Wenn die Wirbelsäule wächst, können sich rechte und linke Seite unterschiedlich schnell entwickeln und somit eine Skoliose verursachen.

Symptome und Verlauf

Die Art der Symptome einer Skoliose hängt stark von der Schwere der Erkrankung selbst ab. Leichte Formen der Skoliose bleiben aufgrund so geringer Beschwerden häufig völlig unbemerkt. Schwerere Kranheitsfälle werden bei Kindern oft bereits in der präpubertären Phase diagnostiziert.

Typische Anzeichen sind hier vor allem eine seitliche Wirbelsäulenverkrümmung im Bereich der Brust und Lende. Äußerlich sichtbar wird diese anatomische Fehlstellung durch ein Missverhälnis zwischen linker und rechter Schulterhöhe.

In diesem frühen Stadium der Krankheit sind Schmerzen eher selten. Jedoch mit Fortschreiten der Krankheit und den zunehmenden Abnutzungserscheinungen an der Wirbelsäule werden Schmerzen und organisch-bedingte Einschränkungen immer wahrscheinlicher.

Diagnose

Charakteristisch für die Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule.

Eine Skoliose kann bereits mit einer körperlichen Untersuchung diagnostiziert werden. Stärker ausgeprägte Fehlstellungen lassen sich unter Umständen durch das alleinige Betrachten und Abtasten der Wirbelsäule erkennen.

Aufschluss über das Vorliegen einer Skoliose, insbesondere bei einer leichteren Form, gibt auch der sogenannte Vorbeuge- oder Adams-Test, bei dem sich der Patient im Stehen nach vorn beugen muss. Die Beine müssen durchgestreckt werden, die Arme hängen locker herab. Somit ist es dem Arzt möglich, Fehlstellungen und Asymmetrien zu erkennen.

Bestätigt sich der Verdacht auf Skoliose, folgt eine Röntgenuntersuchung der gesamten Wirbelsäule. Das Röntgen erfolgt im Stehen, es werden sowohl frontale als auch seitliche Aufnahmen getätigt.

Um ein exaktes Ergebnis zu erhalten, sollte eine möglicherweise vorhandene Differenz der Beinlänge zuvor ausgeglichen werden. Die Untersuchung gibt Aufschluss über die Art der Verkrümmung, auch die Ursache kann auf diese Weise ermittelt werden. Anhand des Röntgenbildes lassen sich darüber hinaus der Krümmungswinkel und folglich der Schweregrad der Skoliose bestimmen.

Behandlung und Therapie

Die Skoliose kann in unterschiedlichen Abschnitten der Wirbelsäule auftreten. Es kann sich um eine thorakale, eine lumbale, eine thorakolumbale und um eine lumbale und gleichzeitig thorakale Skoliose handeln. Die thorakale Skolioseart betrifft den Abschnitt der Brustwirbelsäule, die lumbale Skolioseform den Abschnitt der Lendenwirbelsäule.

Die thorakolumbale Skolioseform betrifft den Bereich, in dem sich Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule treffen. Da eine Skoliose die Wirbelkörper nach links oder rechts verdreht aufweisen kann, wird in linkskonvex und rechtskonvex unterschieden. Das Ausmaß einer Skoliose bedingt sich durch die Zeit der Fehlstellung und die Art und Schwere der Skoliose.

Eine Skoliose kann konservativ oder in schweren Fällen operativ behandelt werden. Je früher die Skoliose erkannt wird, umso einfacher ist die Therapie. Gezielte krankengymnastische Übungen und Elektrostimulationsverfahren helfen, die Fehlstellung der Wirbelkörper bei einer Skoliose zu korrigieren.

In mittelschweren Fällen kommen Korsette als Korrekturmaßnahmen zum Einsatz. Bei schwerer Skoliose wird die Operation angewendet. Das Idealalter für diese Skoliose Behandlung liegt zwischen 10 und 12 Jahren.

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Vorbeugung

Als Vorbeugung gegen Skoliose ist nur eine genaue Beobachtung des Kindes möglich. Liegt ein Baby mit schiefem Hals in gekrümmter Lage wie ein C, dann sollte es auf Skoliose untersucht werden. Wenn die Wirbelkörper c-förmig verkrümmt sind, ist in den meisten Fällen auch ein Hüftgelenk nach innen hin verdreht.

Wenn Eltern eine Fehlstellung entdecken, ist ein Gang zum Arzt notwendig. Meistens wird die Skoliose erst in den Jahren zwischen 10 und 12 entdeckt. Doch bis dahin kann sich die Skoliose stark entwickelt haben. Besser ist es, zur Vorbeugung genau zu schauen.

Je früher eine Behandlung einsetzen kann, umso besser kann die Skoliose korrigiert werden. Vorbeugetests und auch Röntgenuntersuchungen beim Arzt bieten die beste Vorbeugung bei Skoliose Verdacht.

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