Beinschmerzen

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 3. September 2015
Gesundpedia.deSymptome Beinschmerzen

Schmerzen in den Beinen oder Beinschmerzen sind recht unangenehm und treten nicht nur tagsüber auf. Je nachdem, zu welchem Zeitpunkt die Beinschmerzen wahrnehmbar sind und in welcher Intensität diese in Erscheinung treten, kann die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Betroffenen beeinträchtigt sein.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Beinschmerzen?

Die Bezeichnung Beinschmerzen trifft auf solche schmerzhaften Beschwerden zu, welche sich auf die Beine beziehen und in denen ebenfalls die Füße involviert sind. Beinschmerzen ziehen sich somit ausgehend vom Oberschenkel bis hinzu den Zehenspitzen. In diesem Zusammenhang muss natürlich nicht immer das gesamte Bein schmerzhaft sein. Beinschmerzen werden häufig auch nur in begrenzten Zonen wahrgenommen.

Zu den Beinschmerzen gehören meist noch weitere Auffälligkeiten, zu denen Lähmungserscheinungen, Störungen der Sensibilität (Empfindungen) und der Motorik gehören. Die Beinschmerzen können sowohl im Ruhezustand als auch bei Bewegungen vorkommen. Die geschilderten Beinschmerzen variieren in ihrer Beschaffenheit und können dumpf oder stechend, ziehend oder reißend sein. Auch die Stärke der Beinschmerzen ist nicht immer gleich und hängt von vielen bekannten und noch nicht erforschten Ursachen ab.

Ursachen

Bei der Aufklärung der Ursachen für Beinschmerzen sind in der Medizin schon verschiedene Aspekte erkannt worden, welche die Beinschmerzen auslösen, verstärken oder vermindern. Leider ist es so, dass die Ursachen für Beinschmerzen so vielgestaltig sind, was viele Betroffene wiederum entmutigt. Verantwortlich für das Auftreten der Beinschmerzen können die unterschiedlichsten anatomischen Bestandteile wie Gelenke, Knochen, Bänder, Muskeln, Sehnen und Blutgefäße sowie die Nervenstränge sein.

Unter Anbetracht der verschiedenen Strukturen der Beine in Verbindung mit der Entstehung von Beinschmerzen kommen weiterhin Ursachen wie Verletzungen dieser Strukturen sowie entzündliche Vorgänge, Thrombosen und eine damit einhergehende Mangeldurchblutung, Krampfadern, Störungen der Durchblutung der Beine durch eingeengte Arterien, Beeinträchtigungen des Blutrückflusses in den Venen, Gelenkrheumatismus und Gichtschübe.

Darüber hinaus tragen Faktoren wie deformierte untere Extremitäten, Vorfälle der Bandscheiben und spezielle neurologische und psychische Erkrankungen dazu bei, dass Gelenkschmerzen entstehen. Zu nennen wären beispielsweise eine Polyneuropathie oder eine Fibromyalgie. Beinschmerzen werden ebenfalls häufig durch Tumore der Knochen oder eine Osteoporose hervorgerufen.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Bei der Diagnose der Beinschmerzen ist es wichtig, ganz genau vorzugehen, um eine passende und sinnvolle Behandlung vorzunehmen. Zunächst begutachtet der Facharzt die Beine visuell und beurteilt die angegebenen Beschwerden des Patienten oder der Patientin im Rahmen der Anamnese. Bei einigen Auslösern für Beinschmerzen lassen sich bereits äußerlich wahrnehmbare Veränderungen (Blutergüsse, Schwellungen, Wassereinlagerungen, Bewegungseinschränkungen, abnorme Verfärbungen der Haut) erkennen.

Beim Beinschmerz wird die Diagnostik im weiteren Verlauf dadurch unterstützt, dass bildgebende Verfahren wie eine röntgenologische Untersuchung, eine Ultraschallaufnahme, eine Angiografie oder eine Kernspintomografie geplant werden können. Differentialdiagnostisch sind bei den Beinschmerzen Untersuchungen durch eine instrumentelle Spiegelung und Punktion des Gelenkes sowie Laboruntersuchungen des Blutes, elektrophysiologische Tests und neurologische Untersuchungen optimal.

Behandlung und Therapie

Um Beinschmerzen behandeln zu können, die in ihren Ausmaßen vom Muskelkater bis zu riskanten und sogar lebensgefährlichen Erkrankungen reichen können, werden zunächst Medikamente eingesetzt. Darüber hinaus stellen im Rahmen der konventionellen Therapie der Beinschmerzen die physiotherapeutischen Verfahren sowie Methoden der Homöopathie und andere alternative Varianten sinnvolle Lösungsansätze dar, um den Betroffenen Linderung zu verschaffen. Darüber hinaus ist es unumgänglich, bestehende Grunderkrankungen zu therapieren.

Beim Einsatz von pharmazeutischen Produkten gegen Beinschmerzen geht es hauptsächlich um Schmerzmittel oder kortisonhaltige Arzneistoffe. Bei den physiotherapeutischen Verfahren gegen Beinschmerzen handelt es sich vorwiegend um Bewegungstherapien, Behandlungen, die auf einer gezielten Wärmezufuhr basieren, oder heilmedizinische Bäder. Treten sogenannte Phantomschmerzen nach Amputationen auf, sind keine Behandlungsmöglichkeiten gegeben.

Neben dem Tragen von Kompressionsstrümpfen, dem Einsatz von Gehhilfen und Schonung von erkrankten Arealen der Beine bieten sich ebenfalls operative Eingriffe an, um die Beinschmerzen zu reduzieren oder ganz zu beseitigen.

Werden Beinschmerzen durch neurologische oder psychische Erkrankungen ausgelöst, sind verschiedene medikamentöse Erzeugnisse hilfreich. Eine gezielte Bewältigung von Stress und Anspannungen können ebenfalls sinnvoll sein, um Beinschmerzen zu lindern.

Außer den vom Facharzt verordneten rezeptpflichtigen Arzneistoffen gibt es eine Vielfalt an rezeptfreien Substanzen, die mit pflanzlichen Wirkstoffen gegen Beinschmerzen sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden können.

Einige Arzneistoffe, die gegen Beinschmerzen ohne Rezept verwendet werden können, enthalten auch bewährte synthetisch erzeugte Stoffe. In diesem Zusammenhang sollte jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass kein Missbrauch entsteht. Durch diesen können Beinschmerzen teilweise sogar wieder ausgelöst werden oder es entsteht eine Gewöhnung.

Rezeptfreie Medikamente gegen Beinschmerzen


Vorbeugung

Bei der Betrachtung eventueller Maßnahmen als Vorbeugung gegen Beinschmerzen ergeben sich nicht allzu viele Resultate. Neben einem fußgerechten Schuhwerk und regelmäßiger körperlicher Bewegung sowie der Vermeidung von Fehlhaltungen und körperlichen Überlastungen kann gegen Beinschmerzen kaum präventiv vorgegangen werden.

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