Krankhafte Atemgeräusche

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 7. Oktober 2016
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Krankhafte Atemgeräusche verunsichern viele betroffene Personen. Den hier gibt es viele mögliche Ursachen, die jeweils eine andere Behandlung und Heilungschancen bieten. Daher ist es in der heutigen Zeit besonders wichtig etwas für eine gesunde Atmung zu machen und den krankhaften Atemgeräuschen vorzubeugen.

Inhaltsverzeichnis

Was sind krankhafte Atemgeräusche?

Von krankhaften Atemgeräuschen wird bei auffälligen Geräuschen bei der Atmung gesprochen. Häufig äußern sich diese in einem Brummen, Zischen oder auch Pfeifgeräusche beim Atmen. Diese Geräusche werden durch eine Verengung der Atemwege und besonders der Luftröhre verursacht.

Die krankhaften Atemgeräusche werden medizinisch auch als Stridor bezeichnet. Auf Grund dessen wird in diesem Zusammenhang eine Einteilung der Geräusche in einen Inspirationscher Stridor und einen Exspiratorischer Stridor vorgenommen. In die Kategorie Inspirationscher Stridor werden krankhafte Atemgeräusche bei der Einatmung, ausgelöst durch den Kehlkopf oder durch die Luftröhre, eingeteilt.

Hingegen wird bei krankhaften Atemgeräusche durch die Ausatmung eine Einteilung in die Kategorie Exspiratorischer Stridor vorgenommen. Dies betrifft vor allem krankhafte Atemgeräusche, die durch eine Erkrankung der Lunge ausgelöst werden.

Ursachen

Die Ursachen für krankhafte Atemgeräusche sind sehr vielfältig. Grundsätzlich kommen diese Geräusche durch eine Verengung der Atemwege zustande. Auch eine Verengung des Rachens oder des Kehlkopfes kann die krankhaften Atemgeräusche auslösen. Dies äußert sich in Form von einem Pfeifen, Schniefen oder auch Schnarchen. Bei einer Verengung der Luftröhre ist hingegen ein Brummen zu vernehmen.

Verschiedene Krankheiten können diese Geräusche hervorrufen. So ist zum Beispiel an Asthma, einer chronischen Lungenentzündung, einem Lungenödem, einem Pseudokrupp, Lungenkrebs, einer Herzinsuffizienz, einer Diphtherie, einer Aspiration, einer Vergrößerung der Schilddrüse oder auch an eine Bronchitis zu denken.

Auch eine Hyperventilation oder eine pathologische Störung können die krankhaften Atemgeräusche verursachen. Die Atemgeräusche kann man zudem auch in trockene und feuchte Geräusche unterteilen. Feuchte Geräusche sind in Form eines Rasseln zu vernehmen. Dies beruht meist auf einer Erkrankung der Bronchien und der Luftröhre. Trockene Geräusche hingegen sind eher in einem Brummen oder Pfeifen zu vernehmen und sind die häufigsten krankhaften Atemgeräusche.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Die Diagnose eines krankhaften Atemgeräuschs kann auf Grund der vielfältigen Ursachen sehr kompliziert sein und bedarf einer Abklärung durch einen Fachmann. Bei einer gründlichen Anamnese werden von dem behandelnden Arzt die Beschwerden und besonders die Lebensgewohnheiten abgeklärt. Besonders die Tatsache des Rauchens eines Patienten spielt bei den krankhaften Atemgeräuschen eine große Rolle.

Im Anschluss hieran erfolgt eine körperliche Untersuchung. Sofern ein Verdacht einer Lungen- oder Kehlkopfentzündung besteht, wird der Arzt eine Röntgenaufnahme dieser Körperpartie veranlassen. Hierdurch kann zum Beispiel eine Verengung der Atemwege ausgeschlossen werden.

Der Verlauf der krankhaften Atemgeräusche richtet sich ebenfalls nach der möglichen Ursachen. Bei Vermeidung des Rauchens und bei der richtigen Behandlungsmethode verlaufen die krankhaften Atemgeräusche meist folgenlos. Sofern die Erkrankung schwerer ist, wie zum Beispiel bei Asthma oder einem Tumor, richtet sich der Verlauf der krankhaften Atemgeräusche nach der jeweiligen Grunderkrankung.

Behandlung

Welche Behandlung bei den krankhaften Atemgeräuschen zur Anwendung kommt, hängt vor allem von der jeweiligen Ursache der bedrohlich wirkenden Geräusche ab. Auch der Grad der Beschwerden muss bei der jeweilige Methode der Behandlung berücksichtigt werden.

Eine medikamentöse Therapie kommt vor allem bei einer Erkrankung an Asthma oder einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung in Frage. Hier wird zwischen sogenannten Controllern und Langzeitmedikamenten unterschieden. Diese helfen die Entzündungen der Atemwege zu lindern und zu beheben. Gleichzeitig wird mit der Einnahme dieser Medikamente die Bereitschaft zur Entzündung der Bronchien und der Atemwege eingedämmt.

Des Weiteren kann bei krankhaften Atemgeräusche jeglicher Ursache eine Atemphysiotherapie helfen. Auch ein gezieltes körperliches Training und die Gabe von zusätzlichen Sauerstoff kann bei krankhaften Atemgeräusche als Methode der Behandlung zum Einsatz kommen. Sofern die krankhaften Atemgeräusche allerdings auf einen Fremdkörper zurückzuführen sind, muss dieser mit Hilfe einer Bronchoskopie entfernt werden.



Vorbeugung

Damit krankhaften Atemgeräuschen vorgebeugt werden kann, muss man sich besonders seinen Atemwegen und Organen für die Atmung widmen. Vor allem ein kompletter Verzicht auf das Rauchen kann krankhaften Atemgeräuschen sehr gut vorbeugen. Wenn man nicht ganz auf den Genuss verzichten möchte, sollte man diesen zumindest stark einschränken.

Des Weiteren kann es helfen sich an der frischen Luft täglich zu bewegen. Dabei ist es egal ob es sich um eine anstrengende körperliche Betätigung handelt. Schadstoffe, wie zum Beispiel in der Stadt durch Autoabgase, sollten hier ebenfalls gemieden werden. So kann man seiner Lunge etwas Gutes tun und gleichzeitig den krankhaften Atemgeräuschen vorbeugen.

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