Genitalherpes (Herpes genitalis)

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 30. September 2015
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Genitalherpes (Herpes genitalis) ist eine Geschlechtskrankheit, die häufig auftritt. Sie wird verursacht durch eine Infektion mit gewissen Herpesviren, welche im Körper verbleiben. Dadurch kann die Infektion immer wieder im Leben auftreten. Die Erstinfektion mit den Herpes-Viren bleibt oft völlig ohne Beschwerden. Erst später können juckende und schmerzhafte Bläschen im Intimbereich auftreten. In der Regel nimmt der Genitalherpes einen positiven Verlauf.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Genitalherpes (Herpes genitalis)?

Genitalherpes (Herpes genitalis) gehört zu den Geschlechtskrankheiten. Bei den Erregern handelt es sich um Herpes-simplex-Viren, welche in acht unterschiedlichen Typen existieren. Meist entsteht die Infektion durch das Herpes-simplex-Virus Typ 2. Nur gelegentlich ist es das Herpes-simplex-Virus Typ 1.

Beim Virustyp 2 erfolgt die Ansteckung meist durch sexuelle Kontakte. Beim Genitalherpes durch HSV-1 begründet sich die Krankheit meist in einer Tröpfchen- oder Schmierinfektion, welche bereits im Kindesalter stattfand. Anfänglich zeigen sich meist keine Symptome. Ein deutlicher Genitalherpes zeigt an den Geschlechtsorganen kleine Bläschen, welche schmerzhaft jucken.

Ursachen

Ein Genitalherpes begründet sich in einer Infektion mit dem humanen Herpesvirus vom Typ 1 oder 2. Diese Viren sind auf der ganzen Welt verbreitet und sind verantwortlich für diverse Erkrankungen. Die Herpesviren vom Typ 1 und Typ 2 sind eng miteinander verwandt und können auch Lippenherpes verursachen.

Sind die Erreger einmal im Körper, verbleiben sie dort ein Leben lang. Es kann immer wieder zum Ausbruch der Infektion kommen. Gründe dafür sind Hautreizungen, Verbrennungen, Sonnenbrand, Verletzungen, Stress, Reizungen des infizierten Nervenknotens, Hormonschwankungen, Tumorerkrankungen, Fieber sowie bakterielle Lungenentzündungen.

Eine weitere Ursache ist die Übertragung. Eine Ansteckung mit Herpesviren, welche zum Genitalherpes führen, ist durch sexuelle Kontakte sowie über Schmier- und Tröpfcheninfektion gegeben. Über sexuelle Kontakte wird der Herpes-simplex-Virus vom Typ 2 übertragen. Eine Ansteckung mit dem Herpes-simplex-Virus vom Typ 1 droht über eine Schmier- und Tröpfcheninfektion, welche im Folgenden einen Herpes genitalis auslöst.

Symptome und Verlauf

Mögliche Symptome von Genitalherpes:

In den meisten Fällen liegt Genitalherpes eine Infektion mit dem Erreger Herpes-simplex-Virus Typ 2 (HSV-2) zugrunde. Die Ansteckung mit der Geschlechtskrankheit erfolgt über sexuelle Kontakte.

Beim Genitalherpes müssen keine Symptome auftreten. Manchmal sind die Anzeichen auch so milde, dass sie nicht bemerkt werden. Tritt die Infektion in Erscheinung, zeigen sich die typischen Symptome.

Die betroffene Haut beginnt zu jucken, ist gereizt und sehr sensibel. Im Anschluss entstehen gelegentlich schmerzhafte Bläschen an den Schleimhäuten der Genitalien.

Auch kann eine Lymphknotenschwellung auftreten. Die Erstinfektion verläuft meist unbemerkt. Erst ab der Zweitinfektion wird der Genitalherpes häufig sichtbar. Bei gesunden Personen heilt er meist ohne Behandlung ab, kann jedoch immer wieder auftreten.

In seltenen Fällen treten Komplikationen auf. Dazu gehören Entzündungen der Scheide und Vulva bzw. die Eichelentzündung sowie der Darmschleimhaut. Ferner kann ein Herpes genitalis das Risiko auf Gebärmutterhalskrebs erhöhen.

Diagnose

Eine Diagnose beim Genitalherpes findet häufig nicht statt, da sich nicht immer Symptome zeigen. Wenn die Erkrankung jedoch Beschwerden bereitet, kann sie der Arzt an den charakteristischen Veränderungen erkennen. Entzündliche Bläschen an den Genitalien weisen auf diese Infektionskrankheit hin.

An den Symptomen kann nicht erkannt werden, um welchen Herpestyp es sich handelt. Um dies herauszufinden, wird das Gewebe oder die Bläschen an den Geschlechtsorganen näher untersucht. Dort kann festgestellt werden, ob in der DNA des Patienten der ursächliche Virus nachgewiesen werden kann.

Behandlung und Therapie

Die Behandlungsform für einen Genitalherpes bemisst sich an dem Schweregrad der Symptome. Ein limitierter Befall der Haut oder der Schleimhäute bedarf meist keiner Therapie. Ist eine Behandlung aufgrund der Krankheitsanzeichen erforderlich, wird versucht die Infektion abzuschwächen und die Beschwerden zu lindern. Damit die Behandlung erfolgreich ist, sollte daher auch der Sexualpartner mit in die Therapie einbezogen werden.

Ferner stehen beim Herpes genitalis virenhemmende Wirkstoffe zur Verfügung, welche auch Virostatika genannt werden. Diese verschreibungspflichtigen Medikamente hemmen die Vermehrung der Herpesviren. Doch die eigentliche Ursache für die Erkrankung verschwindet dadurch nicht völlig.

Die Herpesviren verbleiben ein Leben lang im Organismus. Das bedeutet, dass der Genitalherpes jederzeit erneut zum Ausbruch kommen kann. Inwiefern der Arzt die Einnahme von virenhemmenden Arzneimitteln empfiehlt, steht in Abhängigkeit zum Ausmaß der Herpesinfektion.

Bei einem leichten Herpes ist eine Behandlung mit Salben oder Tabletten ausreichend. In schwerwiegenden Fällen spritzt der Arzt das Arzneimittel gegen Genitalvirus unmittelbar in die Vene.

Entsteht neben dem Genitalherpes (Herpes genitalis) eine bakterielle Infektion, können zur Behandlung zudem Antibiotika und lokal desinfizierende Maßnahmen nötig sein.

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Vorbeugung

Ist der Genitalherpes bereits im Körper, kann sich der Betroffene durch einige Maßnahmen davor weitgehend schützen. Dazu gehören ein ausreichender Schlaf, ein gesunder Lebenswandel, eine Vermeidung von Stress, eine Stärkung des Immunsystems sowie ein hinreichender UV-Schutz.

Bricht der Genitalherpes trotzdem aus, sollte eine Weiterverbreitung vermieden werden. Dazu gehören kein Kontakt mit den entzündeten Stellen sowie eine Verwendung eines Kondoms beim Geschlechtsverkehr, um den Partner nicht mit Genitalherpes anzustecken.

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