Lymphknotenschwellung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 1. Oktober 2016
Gesundpedia.deSymptome Lymphknotenschwellung

Lymphknotenschwellung bzw. Geschwollene Lymphknoten kann verschiedene Ursachen haben. Leichte und harmlose Infekte können genauso zu einer Schwellung der Lymphknoten führen wie ernsthafte Erkrankungen. Lymphknoten befinden sich überall im Körper und funktionieren wie ein Filter für die Lymphflüssigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Lymphknotenschwellung?

Aufbau eines Lymphknoten.

Eine Lymphknotenschwellung kann entweder lokal im Bereich einer Infektion oder systemisch, also über den ganzen Körper verteilt, auftreten. Der ganze Körper ist mit dem Lymphsystem durchzogen, welches zur Abwehr von Krankheitserregern dient.

Lymphknoten befinden sich am Hals, in der Achsel, in der Leiste und in den inneren Organen. Sie sind unterschiedlich groß und dienen als Filter- und Auffangstation für die Lymphflüssigkeit.

Diese Flüssigkeit besteht aus Gewebewasser und den Lymphzellen, auch Lymphozyten genannt, welche zu den weißen Blutkörperchen gehören. Die verschiedensten Erkrankungen, wie Infektionen, Entzündungen oder gut- und bösartige Tumore, können eine Lymphknotenschwellung auslösen.

Ursachen

Oftmals sind die Ursachen für eine Lymphknotenschwellung harmlos. In den meisten Fällen lösen bakterielle Infekte oder Virus-Infektionen die Schwellung aus. Dazu gehören Erkältungen und grippale Infekte, Mandelentzündungen, aber auch spezielle bakterielle Infektionen wie Tuberkulose, Syphilis oder Salmonellose.

Virusinfektionen wie Röteln, Masern und HIV-Infektion können genau wie Infektionen mit Toxoplasmose oder Malaria mit einer Schwellung der Lymphknoten einhergehen.

Darüber hinaus werden geschwollenen Lymphknoten auch von rheumatischen Erkrankungen und gut- oder bösartigen Tumoren verursacht.

In einigen Fällen kann die Einnahme bestimmter Medikamente das Symptom auslösen. Da die Ursachen einer Lymphknotenschwellung äußerst vielfältig sein können, ist eine ärztliche Abklärung empfehlenswert.

Krankheiten

Diagnose und Verlauf

Ein Tastbefund am Hals kann dem Arzt wichtige Hinweise über die Lymphknotenschwellung geben.

Um eine bestehende Lymphknotenschwellung zu therapieren, ist eine richtige Diagnose unerlässlich. Eine Prüfung des allgemeinen Gesundheitszustands, die Vorgeschichte des Patienten, sowie weitere Beschwerden und die Lokalisation der vergrößerten Lymphknoten geben dem Arzt erste Anhaltspunkte zur Diagnosefindung.

Auch die genaue Untersuchung der geschwollenen Lymphknoten gibt weitere Hinweise auf vorliegende Grunderkrankung. Dabei prüft der Arzt die Schmerzhaftigkeit, die Verschiebbarkeit und die Konsistenz des vergrößerten Lymphknotens. Im Normalzustand sind Lymphknoten elastisch und weich und lassen sich etwas verschieben.

Entzündete Lymphknoten sind schmerzhaft und in ihrer Konsistenz fester. Harte, nicht schmerzhafte und kaum verschiebbare Lymphknoten lassen auf eine bösartige Lymphknotenschwellung schließen. Darüber hinaus prüft der Arzt, ob auch Lymphknoten an anderen Körperstellen und/ oder die Milz vergrößert sind.

Bei einer Lymphknotenschwellung erfolgt immer die Messung der Körpertemperatur und eine Blutuntersuchungen, um genauere Auskünfte über die Ursache zu erhalten. Ultraschalluntersuchung, Biopsie, Röntgenuntersuchung, Computer- oder Kernspintomographie oder auch spezielle Bluttests können je nach der vermuteten Ursache notwendig werden, um genaue Auskunft über den Grund der Lymphknotenschwellung zu erhalten.

Behandlung und Therapie

Die Therapie bei einer Lymphknotenschwellung richtet sich immer nach der bestehenden Grunderkrankung. Liegt eine Schwellung der Lymphknoten aufgrund einer lokalen Infektion oder Entzündung vor, geht die Schwellung von alleine wieder zurück, sobald die Infektion oder Entzündung ausgeheilt ist.

Bei bakteriellen Infektionen ist häufig eine Behandlung mit Antibiotika notwendig. Virusinfektionen werden meist nur durch eine symptomatische Behandlung bekämpft. Virenhemmende Mittel, auch Virostatika genannt, werden nur bei bestimmten Viruserkrankungen eingesetzt.

Rheumatische Erkrankungen können medikamentös und mit speziellen Rheumatherapien behandelt werden. Sind gut- oder bösartige Tumore die Ursache für eine Lymphknotenschwellung, erfolgt eine spezielle Tumorbehandlung, welche in der Regel auch eine Chemo- und Strahlentherapie beinhaltet.

Wird die Lymphknotenschwellung durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht, muss der Arzt entscheiden, ob das Medikament abgesetzt oder durch ein anderes ersetzt werden muss.



Vorbeugung

Niemand kann dem Auftreten einer Lymphknotenschwellung auf direktem Weg vorbeugen. Vorbeugende Maßnahmen können nur in gewissem Umfang gegen die möglichen Ursachen ergriffen werden. So kann beispielsweise eine Grippeschutzimpfung gegen das Auftreten grippaler Infekte schützen. Ganz allgemein schützen eine gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und die Einhaltung allgemeiner Hygieneregeln vor einer Vielzahl von Erkrankungen, die zum Teil auch eine Lymphknotenschwellung verursachen können.

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Kommentare und Erfahrungen von anderen Besuchern

Ilvi kommentierte am 10.11.2015 um 22:47 Uhr

Ich nehme seid zwei Wochen Siralud2mg drei Mal täglich. Vertrage das Medikament soweit sehr gut. Dennoch bin ich beunruhigt, da ich seit der Einnahme geschwollene Lymphknoten in der Leiste und stark angeschwollenes Brustgewebe habe. Brauche schnell einen Rat!