Chronischer Husten

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 27. September 2016
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Ein chronischer Husten liegt dann vor, wenn ein Husten länger als drei bis vier Wochen andauert. Dabei können die Ursachen für den chronischen Husten sehr vielfältig sein. Häufig sind Infekte der oberen Atemwegewege, Allergien, oder Asthma der Grund für den wiederkehrenden Husten.

Inhaltsverzeichnis

Was ist chronischer Husten?

Chronischer Husten ist ein Husten, der nicht wie ein akuter Husten nach einigen Tagen verschwindet. Er besteht über mindestens drei bis vier Wochen. Generell werden beim akuten und auch beim chronischen Husten der Reizhusten, der Bluthusten und der produktive Husten unterschieden.

Die Gründe für die verschiedenen Formen des chronischen Hustens können sehr verschieden sein und sowohl in den oberen (Kehlkopf, Nase, Rachen, Luftröhre) als auch in den unteren Luftwegen (Lunge, Bronchien)zu finden sein. Dementsprechend ist es wichtig, einen länger andauernden Husten immer durch einen Arzt abklären zu lassen. Wenn der Grund für einen chronischen Husten gefunden worden ist, werden nach diesem die Behandlungsmethoden ausgerichtet.

Ursachen

Die Ursachen für einen chronischen Husten können sehr unterschiedlich sein und auch verschiedene Organe betreffen. Sie reichen von Allergien und Asthma über Lungenentzündung und Tuberkulose bis hin zu Lungenkrebs, Herzinfarkt oder Herzmuskelentzündung und Nebenwirkungen von Medikamenten.

Bei Kindern gibt es häufig noch spezielle zusätzliche Ursachen für einen chronischen Husten wie zum Beispiel Keuchhusten oder eine permanent behinderte Nasenatmung durch Polypen.

Auch psychische Ursachen können für einen chronischen Husten verantwortlich sein, man spricht in einem solchen Fall auch von einem psychogenen Husten. Dieser kommt jedoch im Vergleich zu den anderen Formen des chronischen Hustens deutlich seltener vor.

Krankheiten mit chronischem Husten

Diagnose und Verlauf

Ein chronischer Husten wird zunächst durch die Symptome und besonders anhand der Dauer der Beschwerden diagnostiziert. Hinzu kommt die Diagnose der Art des chronischen Hustens. Geht dieser mit Auswurf von Schleim einher, handelt es sich um einen produktiven Husten. Wird Blut gehustet, liegt ein so genannter Bluthusten vor. Bei einem Husten ohne Auswurf spricht man von einem Reizhusten. Alle drei Formen können chronisch werden und liefern wichtige Hinweise auf die zugrunde liegenden Ursachen.

Der Arzt fragt dabei in der Regel nach der Beschaffenheit des Auswurfs beim Husten und auch nach begleitenden Symptomen wie Fieber, Schmerzen oder Atemnot. Die Familiengeschichte kann ebenfalls eine Rolle spielen, etwa bei Asthma oder Allergien. Schließlich stehen medizinische Diagnoseverfahren vom einfachen Abhören der Lunge und dem Röntgenbild bis hin zur Bronchoskopie (Entnahme von Lungengewebe zur Untersuchung) zur Verfügung. Auch Bluttests und Allergietests werden oft durchgeführt. All diese Verfahren werden genutzt, um den Grund für einen chronischen Husten zu finden und diesen behandeln zu können.

Dauert ein chronischer Husten länger als drei Monate an, muss an einen Raucherhusten durch langjähriges Rauchen gedacht werden. Weiterhin müssen Asthma und COPD (chronisch obstruktive Bronchitis) als Gründe für den chronischen Husten ausgeschlossen werden. Generell richtet sich der Verlauf eines chronischen Hustens allein nach der vorliegenden Ursache und den entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten. Dies gilt ebenfalls für die Prognose des Patienten, welche bei einigen Ursachen wie der Lungenentzündung, Allergien oder Asthma recht gut, bei Lungenkrebs dagegen eher schlecht ist.

Behandlung und Therapie

Die Behandlung eines chronischen Hustens ist je nach zugrunde liegender Erkrankung sehr unterschiedlich. Sie kann durch Medikamente erfolgen, zum Beispiel bei Asthma, Lungenentzündung oder Tuberkulose. Bei Lungenkrebs kann ebenfalls mit einer Chemotherapie medikamentös behandelt werden, es kommen aber oft noch chirurgische und strahlentherapeutische Maßnahmen hinzu. Liegt die Ursache für einen chronischen Husten dagegen in der Nebenwirkung bestimmter Medikamente wie Betablocker gegen Bluthochdruck oder Kortison gegen Entzündungen, müssen die Medikamente in einem solchen Fall möglicherweise abgesetzt werden.

Übergewicht kann ebenfalls für einen chronischen Husten verantwortlich sein, da es nachts bei übergewichtigen Menschen oft zu Sodbrennen kommt. Dieses kann unter anderem die Schleimhäute der oberen Atemwege schädigen - ein chronischer Husten ist die Folge. Hier helfen eine Gewichtsreduktion sowie Arzneimittel, welche die Produktion der Magensäure verringern.



Vorbeugung

Einem chronischen Husten kann man je nach zugrunde liegender Ursache in manchen Fällen effektiv vorbeugen. Die wichtigste Maßnahme besteht darin, das Rauchen aufzugeben. Dieses stellt eine der häufigsten Ursachen für chronischen Husten in Form des Raucherhustens oder der chronischen Bronchitis dar.

Eine möglichst gesunde Lebensweise mit ausgeglichener Ernährung und ausreichend Bewegung kann ebenfalls dazu beitragen, einem chronischen Husten wirksam vorzubeugen. Die Reduzierung von Gewicht bildet als weitere Maßnahme einen wichtigen Bestandteil der Vorbeugung gegen chronischen Husten.

Nicht zuletzt sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung. Zudem sollte man bei jedem länger andauernden Husten rechtzeitig einen Arzt aufsuchen. So kann man ebenfalls vermeiden, dass sich aus einem akuten Husten ein chronischer Husten entwickelt.

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