Chronische Gastritis

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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Bei der Gastritis spricht der Arzt von einem vielseitigen Krankheitsbild mit mehreren Ursachen. Die chronische Gastritis beschreibt eine immer wiederkehrende Problematik mit der Erkrankung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine chronische Gastritis?

Die Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Die Entzündung im Magen sorgt für die typischen Beschwerden eine Gastritis. Vor allem klagen Patienten über Schmerzen und ein Völlegefühl. Bei einer chronischen Gastritis treten die Symptome immer wieder auf; bei einer normalen Gastritis klagt der Patient kurzzeitig über die Symptome.

Die akute Gastritis ist nach einigen Tagen abgeheilt; chronisch wird die Krankheit dann, wenn sie nicht behandelt wird. Die chronische Gastritis entsteht durch die Nichtbehandlung einer akuten Gastritis und besteht Jahre bzw. lebenslang.

Ursachen

Es gibt drei Formen der chronischen Gastritis:

Typ-A Gastritis

Die Typ-A Gastritis - auch Autoimmungastritis - tritt auf, wenn der Körper durch eine falsche Botschaft des Immunsystems das eigene Gewerbe angreift. Somit bildet der Körper Antikörper gegen die Magenschleimhaut und sorgt für die chronische Gastritis. Die Typ-A Gastritis ist eine seltene Form, die gerade einmal 5 Prozent aller Betroffenen haben.

Typ-B Gastritis

Die Typ-B Gastritis - auch Helicobacter-Gastritis - genannt - ist die häufigste Form. Rund 80 Prozent der Betroffenen leidet an der Typ-B Gastritis. Die chronische Gastritis wird durch den Helicobacter pylori Virus ausgelöst. Dieser Virus überträgt sich durch die fäkal-orale Übertragung. Übertragen wird der Virus zwischen dem Mensch. Ursachen sind kontaminierte Gegenstände oder auch verunreinigtes Trinkwasser. Die Gefahr bei der Typ-B Gastritis sind Folgeerkrankungen. Eine der häufigsten Folgeerkrankungen ist das Magengeschwür - Ulcus ventriculi. Der Keim begünstigt auch den Magenkrebs.

Typ-C Gastritis

Die Typ-C Gastritis ist die chemische-toxische Gastritis. Diese Gastritis wird durch eine Vergiftung auf Grund verdorbener Lebensmittel ausgelöst. Eine weitere Möglichkeit ist auch die Vergiftung durch Medikamente. Vor allem die dauerhafte Einnahme begünstigt die Typ-C Gastritis. Rund 10 Prozent aller Betroffenen einer chronischen Gastritis haben diese auf Grund der Dauereinnahme von Medikamenten.

Symptome und Verlauf

Typische Symptome der chronischen Gastritis:

Der Patient klagt bei der chronischen Gastritis über folgende Symptome: Blähungen, Völlegefühl sowie Durchfall und Übelkeit. Aus diesem Grund wird die Gastritis gerne mit der infektiösen Diarrhoe verwechselt.

Der Arzt hat nur eine Möglichkeit die Gastritis festzustellen: Mit der Magenspiegelung (der Gastroskopie), bei der die schlauchförmige Vorrichtung über den Mund (oral) eingeführt und der Magen untersucht wird. Viele Patienten haben Angst vor der Untersuchung; heute gibt es die Möglichkeit, dass der Arzt die Untersuchung im Dämmerschlaf durchführt. Mit Hilfe des Endoskops kann der Arzt die Magenschleimhaut untersuchen und auch etwaige Entzündungen feststellen.

Bei der chronischen Gastritis ist bereits bekannt, dass der Patient unter einer Entzündung leidet. Der Unterschied zur akuten Gastritis liegt darin, dass die chronische Variante häufiger auftritt bzw. die Beschwerden jahrelang oder ein ganzes Leben lang aufrecht bleiben. Der Arzt hat für die Diagnose noch die Möglichkeit Gewebeproben aus dem Magen zu entnehmen. Diese Proben untersucht in weiterer Folge das Labor. So kann der Arzt feststellen, um welche Gastritis es sich handelt.

Ebenfalls kann der Arzt durch die Untersuchung weitere Erkrankungen (Magengeschwür, Krebs) ausschließen. Die Gewebeprobe gibt auch einen Aufschluss darüber, ob der Patient an einer Infektion durch den Helicobacter pylori leidet oder einen anderen Keim in sich trägt.

Behandlung

Die Behandlung der chronischen Gastritis richtet sich nach dem Typ und der Ursache. Klagt der Patient über die chronische Gastritis auf Grund der dauernden Einnahme durch NSAR-Medikamente, nimmt der Arzt eine Umstellung auf nicht steroidale Medikamente vor. Damit kann der Arzt sehr wohl den Zustand des Patienten verbessern.

Bei der Typ-B Gastritis muss der Patient über einen längeren Zeitraum Antibiotika nehmen. Diese setzen sich aus Amoxicillin oder Esomeprazol wie Omeprazol oder Pantoprazol zusammen. Die verschiedenen Medikamente sorgen für die Bekämpfung des Virus. Durch die Behandlung mit Antibiotika kann der Virus in (rund 90 Prozent aller Fälle) bekämpft werden.

Nach der Behandlung überprüft der Arzt mittels nochmaliger Gastroskopie, ob die Infektion abgeklungen ist. Bei einer Typ-A Gastritis wird lediglich Vitamin B12 verordnet. Eine andere Möglichkeit gibt es bei diesem Fall der chronischen Gastritis nicht.

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Vorbeugung

Die Patient beugt die chronische Gastritis dann vor, wenn er die akute Gastritis rechtzeitig behandelt. Viele Patienten erkennen keine Gastritis und sind der Ansicht, dass es sich um eine gewöhnliche Magen-Darm-Entzündung handelt. Für den Patienten ist es daher wichtig, dass bei den ersten Anzeichen einer akuten Gastritis ärztlicher Rat eingeholt wird. Nur so kann die chronische Gastritis verhindert werden. Auch Dauermedikationen sollten unterbleiben; wenn nicht anders möglich, ist es ratsam, auf magenschonende Tabletten umzusteigen.

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