Magen-Darm-Entzündung

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 18. Dezember 2014
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Übelkeit, Erbrechen und Durchfall - drei Symptome, die für eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung) typisch sind. Die Magen-Darm-Entzündung ist eine hochansteckende Krankheit, welche sich über kontaminierte Lebensmittel, Getränke oder auch Gegenstände, welche man gemeinsam angefasst hat, überträgt.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Magen-Darm-Entzündung?

Der Begriff Gastroenteritis stammt aus dem Griechischen. Die Übersetzung lautet Magen-Darm-Entzündung; gerne wird die Gastroenteritis als Brechdurchfall, Bauch-Grippe oder Magen-Darm-Grippe beschrieben. Viele Patienten bezeichnen die Magen-Darm-Entzündung auch als Influenza. Mit der richtigen Grippe hat die Magen-Darm-Entzündung aber nichts zu tun. Selbst die Symptome sind unterschiedlich.

Bei der Magen-Darm-Entzündung klagt der Patient über Erbrechen, Übelkeit und Durchfall. Diese drei Faktoren gehen oft mit Bauchschmerzen Hand in Hand. Die Magen-Darm-Entzündung verschwindet nach zwei bis drei Tagen - eine ärztliche Behandlung ist nur bedingt erforderlich.

Ursachen Magen-Darm-Entzündung

Es gibt viele Ursachen für die Magen-Darm-Entzündung. Eine Magen-Darm-Entzündung kann auf Grund einer Infektion auftreten; auch Vergiftungen wie physikalische Ursachen sind möglich. Im Regelfall sind jedoch Bakterien oder Viren für die Magen-Darm-Entzündung verantwortlich. Die Übertragung (Ansteckung) erfolgt durch fäkal-orale Wege oder direkte Übertragung der Bakteriengifte.

Die häufigste Ursache für eine Magen-Darm-Entzündung ist die Infektion des Magen-Darm-Traktes. Viren (Noroviren, Rotaviren, Astroviren, etc.) oder auch Bakterien (Shigellen, Salmonellen, Vibrio cholerae, etc.) wie auch Protozen (Giardien, Amöben, etc.) lösen die Krankheit aus. Durch die Infektion wird die Schleimhaut angegriffen, sodass die Nahrung durch den Magen nicht aufgenommen wird. Der Darm kann die unverdaute Nahrung nicht verarbeiten - somit entstehen die klassischen Symptome: Durchfall und Erbrechen.

Toxine sind ebenfalls ein Grund für eine Magen-Darm-Entzündung. Verdorbene Nahrungsmittel sorgen für die klassische Lebensmittelvergiftung. Diese Lebensmittelvergiftung verursacht die Magen-Darm-Entzündung und sorgt für die gleichen Symptome. Aber nicht nur Lebensmittel führen zu einer toxischen Magen-Darm-Entzündung. Selbst Medikamente lösen eine Magen-Darm-Entzündung aus.

Die Gastroenteritis kann auch durch physikalische Ursachen ausgelöst werden. Darunter zählen radioaktive Strahlen aber auch Röntgenstrahlen. Ein Reaktorunfall oder auch eine Krebsbehandlung greifen die Schleimhaut an. Somit entsteht eine Magen-Darm-Entzündung mit den klassischen Symptomen.

Symptome und Verlauf Magen-Darm-Entzündung

Typische Symptome von Magen-Darm-Entzündung:

Die Magen-Darm-Entzündung äußert sich zu Beginn mit Appetitlosigkeit, spontanen Erbrechen und Durchfall. Zu Beginn klagen Patienten häufig über Übelkeit und Erbrechen; der Durchfall setzt erst einige Stunden später ein. Handelt es sich um eine starke Schleimhautschädigung, kann der Stuhl blutig sein. Weitere Symptome für eine Magen-Darm-Entzündung sind starke Magen- und Bauchschmerzen. Patienten klagen auch über stark ansteigendes Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Aus diesem Grund glauben Patienten immer wieder, dass sie an der Influenza - der richtigen Grippe - erkrankt sind.

Weitere Symptome sind Kreislaufbeschwerden, ein Schwächegefühl und auch Müdigkeit. Achtet der Patient nicht auf seine Flüssigkeitszufuhr, ist eine Exsikkose - der Patient trocknet aus - möglich. Vor allem jüngere und ältere Patienten leiden stark unter den Symptomen einer Magen-Darm-Entzündung. Die klassische Magen-Darm-Entzündung dauert in der Regel ein bis drei Tage. Vor allem der erste Tag wird als sehr unangenehm beschrieben. Bereits ab dem zweiten Tag berichten Patienten von Verbesserungen des Allgemeinzustandes. Sollte ab dem dritten Tag keine eindeutige Verbesserung spürbar sein, ist eine medizinische Versorgung ratsam.

Die klassische Magen-Darm-Entzündung bzw. der klassische Brechdurchfall wird von den Patienten als "leichte Krankheit" selbst diagnostiziert, die keine ärztliche Indikation benötigt. Dennoch sollten Risikogruppen (junge, ältere Patienten sowie Patienten mit Grunderkrankungen) den Arzt aufsuchen.

Behandlung von Magen-Darm-Entzündung

Der behandelnde Arzt stellt die Diagnose einer Magen-Darm-Entzündung mittels der typischen Anamnese. Oftmals reicht das Gespräch mit dem Patienten aus, damit der Arzt weiß, um welche Krankheit es sich handelt. Dennoch wird der Patient untersucht.

Besteht der Verdacht auf Noroviren, untersucht der Arzt den Stuhlgang. Bei der bakteriellen Magen-Darm-Entzündung verordnet der Arzt Antibiotika, damit man die Bakterien abtötet. Bei starker Übelkeit verordnet der Arzt auch Medikamente dagegen.

Klagt der Patient über einen schlechten Allgemeinzustand, kann eine stationäre Aufnahme erfolgen. Vor allem bei hohen Flüssigkeitsverlusten oder auch weiteren körperlichen Beschwerden ist eine stationäre Aufnahme keine Seltenheit.

Vor allem Kinder werden regelmäßig bei einer Magen-Darm-Entzündung in ein Spital überstellt. Wichtig ist, dass der Patient schwer verdauliche Kost in den Anfangstagen der Erkrankung meidet und sich auf die Flüssigkeitszufuhr konzentriert, damit er nicht austrocknet.

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Vorbeugung Magen-Darm-Entzündung

Eine klassische Magen-Darm-Entzündung kann der Patient nicht vorbeugen. Verdorbene Lebensmittel, Röntgenstrahlen während einer ärztlichen Behandlung oder auch Infektionen über Bakterien kann man nicht ausschließen. Eine Möglichkeit ist die Stärkung des Immunsystems durch Vitamine; andererseits die Hygiene (nach dem WC-Gang die Hände reinigen). Ansonsten kann der Patient eine klassische Magen-Darm-Entzündung nicht verhindern. Vor allem Kinder erkranken oft an der Magen-Darm-Entzündung (fehlendes Verständnis für Hygiene und ein schwaches Immunsystem).

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