Völlegefühl

Medizinische Qualitätssicherung von Dr. med. Nonnenmacher (Facharzt für Innere Medizin) am 2. April 2015
Gesundpedia.deSymptome Völlegefühl

Ein stetiges Völlegefühl beeinträchtigt die Lebensqualität eines jeden Betroffenen sehr stark. Meist geht das Völlegefühl mit Blähungen (Flatulenz) einher, die neben erheblichen Beschwerden auch peinliche Situationen verursachen können. Bei einem häufigen Auftreten sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, um die Ursachen sowie eine zielführende Behandlung einzuleiten und schwerwiegende Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und Maßnahmen gegen das Völlegefühl zu treffen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Völlegefühl?

Gemeinhin wird als Völlegefühl ein aufgeblähter Bauch bezeichnet, der zudem spannt und drückt. Betroffene klagen über einen vollen Magen-Darmtrakt und eine übermäßige "Sattheit", die zuweilen sogar Schmerzen verursachen kann.

Daneben können Blähungen (Flatulenzen) auftreten, die ebenfalls als sehr unangenehm empfunden werden. Diese entstehen durch eine übermäßige Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Begünstigt wird das Entstehen des Völlegefühls durch hastiges Essen, bei dem man verstärkt Luft schluckt.

Ursachen

Die Ursachen für das Völlegefühl können jedoch sehr vielschichtig sein. So ist es bei einer vorliegenden Gastritis eine häufige Begleiterscheinung. Hier ist das Völlegefühl als Leitsymptom zu bezeichnen.

Ebenso kann das Völlegefühl symptomatisch für ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür beobachtet werden.

Auch eine akute Leberentzündung (Hepatitis) kann als Begleiterscheinung neben weiteren Symptomen das Völlegefühl mit sich bringen.

Das Gleiche gilt für eine Verstopfung, die ebenfalls von einem unangenehmen Völlegefühl begleitet werden kann.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt beim Auftreten eines Völlegefühls ist gleichermaßen die Ernährung (fetthaltige Lebensmittel) sowie die Bewegung eines Betroffenen.

Krankheiten

Weitere Ursachen bzw. Krankheiten die Völlegefühl hervorrufen sind u.a.:

Diagnose und Verlauf

Die Diagnose und der Verlauf des Völlegefühls unterscheiden sich je nach Erkrankung und Situation maßgeblich. Handelt es sich lediglich um eine falsche Ernährung, kann leicht Abhilfe geschaffen werden.

Wenn sich jedoch die Magenschleimhäute entzündet haben und eine akute Gastritis vorliegt, kann das Völlegefühl in starke Schmerzen ausarten. Meist sind diese Entzündungen jedoch seelisch-nervös bedingt, sodass sie durch hastiges Essen, verdorbene, zu kalte, zu heiße oder stark gewürzte Speisen noch begünstigt werden. Die nervösen Gefäßkrämpfe führen dann dazu, dass die Magensäure die Schleimhaut angreift oder die Entzündung in ein chronisches Stadium übergeht. Bei einer chronischen Entzündung sind die Symptome in abgeschwächter Form zu beobachten, bringen jedoch zum Teil Komplikationen wie Blutarmut und andere Mangelerkrankungen mit sich.

Auch für Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre gilt Ähnliches. Die Ursache hierfür ist häufig die Minderdurchblutung der Magenschleimhaut durch Alkohol- oder Nikotinmissbrauch oder seelisch-nervöse Gefäßkrämpfe. Neben dem Völlegefühl treten zudem Sodbrennen, Aufstoßen sowie Kopf- und Rückenschmerzen auf.

Bei einer Leberentzündung (Hepatitis) tritt das Völlegefühl erst nach einem unklaren Vorstadium mit grippeähnlichen Symptomen auf. Neben verminderter Esslust, Blähungen, Juckreiz, Gelbfärbung der Augen und der Haut ist ein chronischer Verlauf mit Druck im Oberbauch und unklaren Verdauungsstörungen zu beobachten. Als Komplikation droht das Leberkoma mit einhergehender Bewusstlosigkeit.

Als Verstopfung bezeichnet man die Darmträgheit mit zu seltener Entleerung von geringen und harten Stuhlmengen. Neben einem Völlegefühl zeigen sich häufig ein Appetitmangel, Kopfschmerzen sowie eine unreine Haut. Bei einem chronischen Verlauf einer Verstopfung mit einhergehendem Völlegefühl drohen Darmschäden bis hin zum Krebs.

Behandlung und Therapie

Um das Völlegefühl zu beseitigen, wenn die Ursache dafür in der falschen Ernährung zu finden ist, lassen sich einige wichtige Aspekte nennen. Im Falle der zu hastigen Nahrungsaufnahme ist es sehr hilfreich, langsamer zu essen und vor allem gründlich zu kauen. Vermieden werden sollten auch kohlensäurehaltige Getränke sowie Kaffee und Schwarzer Tee.

Blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Kohl sollten ebenfalls vom Speiseplan gestrichen werden. Diese Nahrungsmittel werden nicht ausreichend abgebaut, sodass die Überreste im Darm zu gären und zu faulen anfangen und das Völlegefühl verursachen.

Eiweiß- und stärkehaltige Nahrungsmittel sollten nicht in einer Mahlzeit kombiniert werden. Zudem sollte zu den Mahlzeiten nichts getrunken werden.

Generell trägt auch eine Verbesserung der Körperhaltung sowie die Bewegung an frischer Luft maßgeblich zur Linderung eines Völlegefühls bei.

Einen Tag lang zu fasten reinigt das Verdauungssystem. Anschließend beginnt man mit einer leicht verdaulichen Kost, wobei darauf geachtet werden sollte, Kohlenhydrate und Eiweiß getrennt zu sich zu nehmen.

Knoblauch wirkt im Verdauungstrakt desinfizierend und kann dadurch hilfreich sein, die lästigen Blähungen sowie das Völlegefühl zu reduzieren. Auch abwechselnde heiße und kalte Bauchkompressen können die Beschwerden lindern.

Drei wichtige Verdauungshilfen, die die Magen und Darmtätigkeit anregen, sind Kümmel, Fenchel oder Anis. Als Tee oder als pflanzliches Arzneimittel können sie bei einem bestehenden Völlegefühl zu Linderung der Beschwerden beitragen.

Ebenfalls können Massagen mit ätherischen Ölen zur Linderung der Beschwerden beitragen. Geeignet zur Mischung ist zum Beispiel eine Mixtur aus Basilikum, Salbei, Pfefferminze und Myrrhe in einem Trägeröl oder einer Lotion. Beginnend um den Nabel wird im Uhrzeigersinn dann massiert, um das Völlegefühl sowie Blähungen zu minimieren.

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